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Unsere Vorstellung vom Wesen und den Attributen der Hexen stammt zu einem nicht geringen Teil aus den Märchen, die z.B. von den Gebrüdern Grimm und anderen Menschen zusammen getragen und aufgeschrieben wurden. Die Hexen dieser Märchen sind im wesentlichen böse und haben es vor allem auf Kinder abgesehen... |
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Nach allgemeiner Ansicht bevorzugten Hexen Gegenden und Orte, die "anständige Menschen" mieden. Hierzu zählten vor allen Dingen Friedhöfe, Kreuzwege, düstere Schluchten, öde Berggipfel und dichte Wälder: Orte also, die "unzivilisiert" sind, auf die sich der Einfluà der Menschen nicht erstreckt, die den Geistern gehören...und die gerade deswegen auf der ganzen Welt als höchst magisch angesehen wurden und werden. Hier traten die Hexen mit Geistern in Kontakt, um sie für ihre Zwecke einzuspannen, hier führten sie ihre Zaubereien aus und hielten sie ihre Versammlungen ab. Selbst heute noch weià man in Gegenden, in denen man nach wie vor an die Fähigkeiten sogenannter "guter" Hexen oder weiser Frauen glaubt, daà diese nicht mit Geld bezahlt werden dürfen. Sonst wirke der Zauber nicht. Man wuà te sich aber schon immer zu helfen, denn ganz umsonst waren die Dienste auch nicht zu erhalten. So gaben also die Hilfesuchenden gewissermaà en als Geschenk etwas von dem, was sie entbehren konnten: Eier, Brot, Speck, Fleisch oder Butter. Noch Ende des neunzehnten Jahrhunderts wird aus dem thüringischen Dörfchen Espenfeld berichtet, daà die "Speckdoctern" genannte weise Frau kam und den Espenfeldern Schutz- und Heilmittel gegen Hexerei gab. "Wenn sie auf die Höhe kam", so heià t es in einer zeitgenössischen Quelle, "wo man des Dorfes zuerst ansichtig wird, schwenke sie ihr Bündel Kräuter nach jedem der Häuser, in denen sie verkehrte. Ihren Namen hat die Speckdoctern davon, daà sie ihr Honorar in Speck und Würsten ausgezahlt bekam...es fiel oft so reichlich aus, daà sie noch eine Person zum Tragen mitnehmen muà te... |
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Seit alten Zeiten sind die Begriffe "Hexe" und "Walpurgisnacht" - 30. April - praktisch untrennbar miteinander verbunden. Die Hexen reiten, wie noch imer jedes Kind weià , auf ihrem Besenstiel in dieser besonderen Nacht des Jahres auf den Blocksberg, um sich dort mit anderen hexen und vor allem dem Teifel zu treffen, zu tanzen und sich nach Herzenslust zu amüsieren. |
| Imbolc, ein keltisches Fest, wird in der Nacht vom 1. in den 2. Februar gefeiert. Es ist auch bekannt unter dem Namen Lichtmess und dem Fest der Brigid und wird oft auch mit Maria Lichtmess identifiziert. Es ist eines der vier groà en â Hexenfeste".
Imbolc liegt zwischen der Wintersonnenwende und der Tagundnachtgleiche im Frühjahr. |
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Im Gegensatz zum - oberflächlich betrachtet ähnlichen - Hexagramm, einem durch zwei Dreiecke gebildeten Sechsstern,
wird das fünfzackige Pentagramm in einer einzigen Linie gezogen. Es ist seit der Antike ein Heilszeichen und spielt beispielsweise im Islam nach wie vor eine groà e Rolle. Wie früher auch hierzulande, ist man im Orient der festen à berzeugung, ein Pentagramm auf der Türschwelle halte böse Geister davon ab, in das Haus einzudringen. |
| Hexen und Hexenmeister waren nach landläufiger Ansicht ganz normale Menschen und konnten also nicht, wie überirdische Wesen, Götter, Feen und Geister ohne jegliches Hilfsmittel zaubern. Sie neötigten einen Zauberstab, einen Zaubertrank, bestimmte Kräuter (Hexenkräuter), und natürlich bedurften sie auch eines Lehrmeisters oder einer Lehrmeisterin, von dem oder der sie ihre Künste lernten.
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Ein ganz wesentlicher Aspekt jeglicher Zauberei ist der Zeitpunkt, zu dem sie ausgeführt wird. Unter 'Zeitpunkt' ist dabei erstens der Tag und zweitens die Tageszeit zu verstehen. Wer über solche Spitzfindigkeiten lächelt, der mag sich vergegenwärtigen, wie oft wir bei bestimmten Handlungen instinktiv den 'richtigen' Zeitpunkt abpassen. Wohl niemand, der seine fünf Sinne beisammen hat, würde etwa eine Liebeserklärung ausgerechnet dann anbringen, wenn seine Auserwählte gerade eine schmerzhafte Zahnwurzelbehandlung hinter sich hat oder mit einer Nierenkolik das Bett hütet. Nein, bei der Liebsten wartet man natürlich, bis Zahn oder Nieren sich beruhigt haben, organisiert ein stilvolles Essen mit Kerzenlicht, nimmt ihre Hand und ... nun ja. Die Stimmung ist es, auf die es bei ihr ankommt - Momente, die, wie Marcel Proust es ausdrücken würde, magischen Sand mit sich führen. Und es gibt bestimmte Tage im Jahr, die besonders viel magischen Sand zu enthalten scheinen: Tage, an denen die Geister auà ergewöhnlich aktiv sein sollen und daher mit deren Gegenwart und Macht 'aufgeladen' sind - wie früher selbstverständlich jeder wuà te. |
| Das - angeblich auf eine verschollene hebräische Vorlage zurückgehende - anonyme Sechste und siebte Buch Mose ist bis auf den heutigen Tag eines der zugleich bekanntesten und geheimnisumwittertsten Zauberbücher. Es galt als so potentiell gefährlich, daà es nicht öffentlich verkauft werden durfte und auch heute nur immer mal wieder von obskuren Verlagen in diskret-unauffälligen Anzeigen angeboten und nur an Erwachsene abgegeben wird. |
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