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Es war das Feuer. Immer das Feuer.
Es hat mir meine Existenz genommen, mit einem Schlag. Aber mit dem nächsten hat es mir ein neues Leben geschenkt.

Jemand sagte mir einmal, dass mein Leben etwas ganz besonderes wäre.
Ein Wunder. Und doch wollte ich das nicht glauben, bis zu diesem einen Tag.

Als Kind bekommt man immer gesagt, man solle Respekt vor dem Feuer haben. Es würde einen verbrennen, seine Haut und seine Haare fressen, einen ganz verschlingen, wenn man nicht aufpasst. Als Kind hört man darauf.
Und Respekt ist gut.
Respekt, aber keine Angst. Kindern wird Angst beigebracht.

Ich habe Respekt vor dem Feuer. Genauso wie ich Respekt vor anderen Lebewesen habe.
Und das Feuer hat Respekt vor mir.

Respekt, aber nie darf Angst mit ins Spiel kommen.
Ich habe oft die Angst der Menschen vor dem Feuer erlebt.
Nie ging es gut. Auch Feuer hat Gefühle. Man sieht es ihm nicht an, aber es spürt, wenn man Angst hat. Keine Schwäche zeigen.

Manchmal werde ich gefragt, warum ausgerechnet ich keine Angst habe. Das Feuer hat mein Leben zerstört. Es hat mir alles genommen. Alles und Jeden.
Darauf antworte ich stets gleich: Das Feuer hat genommen, und es hat viel genommen, und doch hat es auch gegeben.
Es hat mir mein Leben gegeben, es verschont und so neu geschaffen. Und es hat mir ein neues Verständnis der Welt geschenkt.

Wenn ich heute Feuer sehe, denke ich nicht mehr an die Vergangenheit, meine Trauer um meine Familie, meine Freunde. Ich sehe die Gegenwart.

Ich sehe das Feuer, das im Wind tanzt und darauf wartet, dass jemand seine Freude teilt.
Ich sehe das Feuer, das den Menschen gütig Wärme schenkt, die so doch so sehr brauchen.
Ich sehe das Feuer, das auf einen einzigen kleinen Fehler hin wütend werden kann, und liebevolle Behandlung doch mit so viel gutem belohnt.

Jähzornig ist es, das Feuer. Oh ja.
Wenn man es einmal verärgert, kann man seinen Zorn nur schwer stoppen.
Oft lässt es sich nicht einmal vom Wasser überreden, sich zu beruhigen.

Doch das Feuer ist mein Freund.
Nachdem es mir mein Leben schenkte, schlossen wir einen Pakt.
Solange ich lebe, wird das Feuer mir gehorchen. Mein Partner fürs Leben sein.
Ich brauche es, um weiterzuleben. Und in gewisser Weise braucht es auch mich.

Und wenn das Feuer erlischt, weiß ich, dass es Zeit wird zu gehen.















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