Ist dir nicht kalt?

Große graue Augen blinzeln dich an, während du aufhörst durch den Schnee zu stapfen und versuchst den Besitzer der leisen Stimme zu entdecken. Nicht weit von dir hat sich ein weißes hörnchenartiges Wesen in den kalten Schnee gerollt und zuckt leicht mit den großen Ohren, auf eine Antwort wartend.
Nach kurzem Überlegen schüttelst du den Kopf und musterst das wirklich kleine Tierchen vor dir, das sich langsam aufrichtet. Erstaunt reibst du dir die Augen, als du zwei kleine Flügelchen erkennst, die einen Finger breit weg vom Körper des Geschöpfes in der Luft zu schweben schienen und doch bewegten sie sich leicht, als wären sie ein fester Bestandteil ihres Körpers.

Was guckst du denn so erstaunt?

Das kleine Wesen dreht seinen Kopf zurück und versucht das Ziel deines Blickes auszumachen. Ein leises Kichern bricht die kurze Stille und der Winzling wackelt leicht mit seinen Flügelchen, bevor du wieder von ihr angeblinzelt wirst.

Verunsichern dich meine Flügel? Ich weiß schon, für Menschen ist der Anblick vielleicht ein wenig ungewöhnlich, aber keine Angst. Ich tu dir ganz sicher nichts. Was auch dank meiner geringen Größe nicht klappen würde, selbst wenn ich wollte.


Unsicher springt das Tierchen ein Stückchen zurück und legt die Ohren an, während der flauschige Schweif leicht hin und her huscht. Der Blick lässt dich erahnen, dass sich die kleine nicht sicher ist, ob nicht du derjenige bist, der gefährlich werden könnte. Du zuckst nur leicht mit den Schultern und lässt dich langsam in dem Schnee nieder.





Me

Erstaunt blinzelt die kleine Gestalt dich an und stellt aufmerksam die Ohren auf, als hätte sie erkannt, dass von dir keine Gefahr ausgeht. Einen Moment später hüpft sie auch schon munter näher an dich heran und stellt ihre Vorderbeinchen auf eines deiner Knie, um dir genauer in die Augen zu blicken.

Ich heiße Vyn, manchmal werde ich auch von Freunden Sia genannt, du kannst es dir gerne aussuchen wie du mich nennst. Du fragst dich sicher was ich hier draußen mache, oder? Ich beobachte den Himmel schon seit gestern, aber du bist der erste der hier vorbei gekommen ist. Eigentlich dachte ich, hier wäre man alleine.

Schnell legt die kleine ihr Köpfchen auf dein Knie und blinzelt dich an, als du dich zum Gehen erheben willst.

So habe ich das gar nicht gemeint. Wirklich nicht. Die Ruhe hier draußen ist zwar wirklich schön, aber ich bin froh, dass jemand vorbei gekommen ist. Manchmal war es ein wenig zu still und ich…

Sie blinzelt dich verlegen an.

Na ja, ab und zu hab ich dann schon Angst bekommen. Jetzt weiß ich, dass ich hier doch nicht ganz so alleine bin, das hilft.
Mh… jetzt wo du schon mal da bist, was wollen wir machen?


Kurz schweigt ihr zusammen, während es abermals zu schneien beginnt und sich ein glückliches Strahlen in die Augen von Sia schleicht.

Ich erzähl dir einfach ein wenig über mich, ja? Sogar einen Zettel habe ich, auf dem Dinge über mich stehen. Sicherlich willst du ihn sehen, oder?

Ohne eine Antwort abzuwarten springt das Tierchen einen halben Meter weg von dir und vergräbt sich in den Schnee, so, dass du nur noch ihren Schweif erkennen kannst, der aufgeregt hin und her schlägt.
Du willst dich schon vorbeugen, um zu sehen, ob die kleine deine Hilfe benötigt, da schießt sie unter wildem Flattern mit den Flügelchen wieder hervor und hält dir einen kleinen Zettel hin, auf dem die Schrift zwar verschwommen, aber bis fast zum Ende, dennoch lesbar ist.

Name: Kiouvyn
Spitzname: Vyn/Sia
Geschlecht: weiblich
Spezies: Xweetok
Farbe: Schnee

Alter: 34601 Stunden
Größe: 23 cm
Gewicht: 16 kg
Besitzer: Rykiu

Sia hat sich neben dir in den Schnee gesetzt und ließt sich den Zettel ebenfalls durch, nachdem du aufschaust weil der Rest nur noch aus blauen Flecken besteht, blinzelt sie dich verwundert an und legt den Kopf leicht schief.





Likes

Komisch, der Rest der Tinte hat sicher der Schnee aufgelöst. Ich hätte ihn wohl doch besser Zuhause liegen lassen sollen, dann hätte er uns aber auch nichts gebracht..

Sie zuckt leicht mit den Ohren, bevor sie aufsteht und ein wenig durch den Schnee tappst, dabei ihre kleinen Pfotenabdrücke hinterlassend.

Hach, ich liebe Schnee. Schon von klein auf an bin ich die Kälte gewohnt, deswegen macht sie mir nichts mehr aus. Ich mag auch Federn. Am meisten wenn ich mich in einen Haufen hineinkuscheln und schlafen kann. Manchmal muss ich davon auch niesen, da sie an meiner Nase kitzeln, doch trotzdem kommt man sich vor wie auf…

Kurz schlägt sie mit den Flügelchen. Scheinbar nach dem richtigen Wort suchend.

Einer Wolke. Das ist schön. Aber weißt du was ich noch viel, viel lieber habe als den schönen Schnee hier oder Federn? Sterne! Fast jede Nacht sitze ich draußen und schau mir den Firmament an. Manchmal habe ich auch das Glück und sehe eine Sternschnuppe. Wenn das passiert dann wünsche ich mir etwas.

Du neigst den Kopf leicht zur Seite und die Sia bemerkt deinen fragenden Blick.

Ich würde dir ja gerne sagen, was es ist, dass ich mir wünsche, aber wenn ich das tun würde, geht mein Traum vielleicht nicht in Erfüllung und das wäre doch schade, oder? Aber ich kann dir sagen, dass mir einer schon erfüllt worden ist. Vor einiger Zeit habe ich mir Freunde gewünscht und es hat auch nicht lange gedauert, da hatte ich plötzlich die besten die ich mir wünschen konnte.





Dislikes

Das kleine, weiße Geschöpf lässt sich neben dir nieder und blinzelt dich enttäuscht an, als könntest du etwas dafür, dass es eben wieder aufgehört hat zu schneien. Leise seufzend richtet sie ihren Blick in den Himmel und lässt die Flügelchen ein wenig hängen. Du blickst sie verwirrt an.

Bald schon wieder fängt die Zeit an, die ihr Menschen doch so mögt. Die langen Tage an denen die Sonne alles erwärmt und du mit Sicherheit irgendwo im Wasser planschst. Ich denke ich werde in den nächsten Tagen gen Norden aufbrechen. Guck nicht so, es ist nicht so, dass ich die Sonne nicht mag. Aber diese Hitze gefällt mir nicht. Der ganze schöne Schnee schmilzt dann weg und ich hab nichts mehr in das ich mich reinkuscheln kann. Nein, der Sommer ist nichts für mich.

Sie steht auf, schüttelt sich leicht den Schnee aus ihrem Fell und blinzelt dich abermals mit großen Augen an, als hättest du etwas furchtbar interessantes erzählt.

Ich mag keine Wüsten und Wasser mag ich irgendwie auch nicht. Außer es ist gefroren. Kannst du ein Geheimnis für dich behalten?

Die großen grauen Augen blinzeln dich erwartungsvoll an und kurz leuchten sie auf, als du sachte nickst.

Ich kann nicht schwimmen. Demnach kannst du sicher verstehen wieso ich kein Wasser mag, oder? Aber du sagst es niemanden weiter. Versprochen?





Friends

Du nickst abermals und das kleine Geschöpf vor dir zuckt mit den Öhrchen, während es sich abermals neben dir nieder lässt und den Kopf auf deinen Schoß bettet. Um euch herum ist es dunkel geworden und die ersten Sterne blitzten euch, durch die Löcher in der Wolkendecke, entgegen. Das kleine, weiße Fellbündel schielt mit seinen grauen Augen zu einem besonders hellen Stern, hoch oben am Himmel.

Manchen Sternen da oben habe ich Namen gegeben. Dem hellen da zum Beispiel. Das ist Haruko. Er gehört zu meinen besten Freunden, die ich durch meinen Sternenwunsch bekommen habe.

Sie blinzelt als du sie fragend anblickst und kichert leise.

Nein, nicht den Stern. Haruko gibt es auch hier unten, nicht nur da oben. Er ist groß und stark, ganz anders als ich es bin. Aber er ist sehr lieb. Manchmal kommt er mich hier draußen besuchen und bringt mir dann immer irgendetwas mit. Weißt du was er ganz besonders kann? Er näht wunderschöne weiche Decken, die sind sogar noch weicher als ein Bettchen aus Federn. In die kuschel ich mich gerne hinein, während er mir dann immer irgendwas erzählt. Wir reden viel wenn die Nacht lang ist.

Die kleine nickt, ihre Worte bestätigend, mit dem Kopf und blinzelt einen anderen Stern an, der schon fast wieder hinter den Wolken verschwindet.

Guck, schnell! Das da ist Shizuo.

Als du nur verwirrst auf die Wolkendecke starrst, seufzt sie leise und schüttelt, mit den Ohren zuckend, den Kopf.

Mach dir nichts draus. Shizuo versteckt sich eben gern. Und wie du siehst, kann er das ziemlich gut. Auch sein Eigentlicher Namensträger. Shizuo ist schnell und sehr intelligent. Wenn er nicht möchte, dass du ihn findest, wirst du es wohl auch nicht schaffen. Auch ihn habe ich vor eine Weile dank der Sterne gefunden und lieb gewonnen. Er bringt mir immer Konfekt in Sternchenform mit, wenn er mich besuchen kommt. Er weiß wie gern ich so etwas nasche.

Kurz wackelt sie mit dem Näschen und schnuppert an deiner Jackentasche, als sie nichts besonderes riechen kann, legt sie den Kopf wieder auf dein Bein. Doch schon einen Moment später schreckt sie auf und zuckt aufgeregt mit den Öhrchen.

Hast du die Sternschnuppe eben gesehen? Das eben war Pünktchen. War der kleine Stern nicht wunderschön? Pünktchen lebt eigentlich in einem hohen Turm, weit weg von hier. Ich habe mich einmal verlaufen, da traf ich ihn. Wir beide haben uns auf Anhieb miteinander verstanden. In vielen Dingen ähneln wir uns sogar.

Sie kichert leise und legt das Köpfchen schief.

Ich bin gerne bei ihm. Manchmal sitzen wir auf einer kleinen Mauer und erzählen uns Gesichten über alles mögliche. Und er macht ganz leckere Plätzchen. In Sternenform. Schön, nicht?

Sia macht es sich abermals an deinem Bein gemütlich und blinzelt in Richtung Horizont, als würde sie etwas interessantes betrachten.

Da gibt es auch irgendwo Cairan, aber seinen Stern sieht man heute Nacht nicht. Dazu steht die Erde nicht günstig. Er und ich haben uns schon eine längere Zeit nicht mehr gesehen, aber wird sind Freunde… Kennst du das? Dieses Gefühl was einem sagt, sich mit jemanden zu verstehen, auch wenn man gar nichts sagt? So ist das mit ihm. Er denkt viel nach und kann sich demnach auch sehr gut in den Kopf eines anderen versetzen. Manchmal hab ich das Gefühl er denkt einfach für mich mit und irgendwann fängt er einfach an zu nicken, als hätte er verstanden was ich mich gerade in Gedanken gefragt habe.

Leise kichernd blinzelt sie zu dir auf.

Die Vier sind meine liebsten Sterne am Himmelszelt und auf Erden. Die schönsten die ich habe.





Story

~folgt~





Goal

Ich hab vor sie wieder zu besuchen. Vermissen tu ich sie alle.. Vielleicht schaffe ich es ja auch einmal alle zusammen zu treffen. Das wäre schön. Einen Abend unter dem Sternenhimmel mit allen meinen Sternen.

Sia gibt ein leises Quietschen von sich und schielt verträumt zu dir hoch.

Natürlich mit Sternenplätzchen, Deckchen und Konfekt.





Art

Die weiße Fellkugel streckt leicht ihre Pfoten aus und hüpft dann einen halben Meter vor. Mit aufgeregt hin und her schwenkenden Schweif blinzelt sie dich an. Schon wieder liegt ein begeistertes Leuchten in den grauen Augen.

Jetzt habe ich so viel von mir geredet und habe nicht erfahren was du so magst. Willst du nicht auch etwas über dich erzählen?

Du willst schon Luft holen, um ihr zu antworten, doch kaum öffnest du den Mund, unterbricht die Kleine dich abermals flattert mit ihren Flügelchen.

Magst du Bilder? Ich schon. Tagsüber schaue ich mir gern welche an, wenn mir von dem ganzen Himmelbeobachten schwindelig wird. Manchmal versuche ich auch welche zu malen, aber wirklich gelingen will es mir nicht. Ich glaube dafür sind meine Pfötchen einfach nicht geeignet.

Sie kichert und wirft einen nachdenklichen Blick auf ihre kleinen Pfoten, die unter dem Schnee hervorlugen. Du neigst den Kopf nur leicht verwirrt zur Seite und wartest ab, bis sie weiter spricht.

Du möchtest sicher welche sehen, oder? Ich habe hier ein paar, die ich mir immer gerne anschaue.

Abermals hüpft das kleine Knäuel vor dir her und vergräbt sich Kopfüber in den tiefen Schnee. Wie schon zuvor betrachtest du dir die Szene und wartest ab. Der wuschlige Schweif zuckte leicht hin und her. Als du dir sicher bist, dass diesmal deine Hilfe gefragt ist, rutschst du näher und ziehst die Kleine vorsichtig hinaus. Dankbar strahlt sie dich an. In ihrem Mäulchen kannst du mehrere kleine Bildchen erkennen, die du ihr vorsichtig abnimmst. Kaum war hältst du die Bilder in den Händen, plappert sie weiter.

Guck sie dir ruhig an. Aber gib sie mir dann bitte wieder. Ich möchte nicht, dass man sie mitnimmt. Sonst hab ich doch nichts mehr zum anschauen.

Du lächelst und schüttelst den Kopf, während du die Bilder betrachtest.









































Awards

Du wendest den Blick von den Bildern und bemerkst plötzlich etwas im weißen Schnee glitzern. Neugierig schielst du zu Sia, die deinen Blick bemerkt und leise quietschend zur Stelle hopst, an der dein Blick immer wieder hängen bleibt.

Ah, ich sehe, du hast meinen kleinen Schatz entdeckt. Weißt du was das ist? Das sind kleine Geschenke, die ich von sehr lieben Menschen bekommen habe, denen es hier bei mir sehr gut gefallen hat.

Mit einem stolzen Funkeln in den Augen schiebt Sia den Schnee mit seinen Pfötchen zur Seite und du betrachtest blinzelnd den kleinen Schatz.





















Links

Du merkst wie es dich doch langsam zu frösteln beginnt, wendest den Blick von dem glitzernden Schatz und reichst ihr die Bilder zurück. Als hätte sie bemerkt, dass du vorhast aufzubrechen, legt sie die Öhrchen an und blinzelt bedrückt zu dir hoch.

Du willst schon gehen? Dabei sind die Sterne doch gerade so schön…

Sie richtet ihren Blick in den Himmel, die Wolken haben sich fast gänzlich verzogen und ein wunderschönes Sternenmeer blitzt euch geheimnisvoll entgegen. Trotzdem erhebst du dich langsam und schlingst die Jacke enger um dich. Sia sieht bedrückt zu Boden, bevor sie sich aufrichtet und langsam zu dir tappst. In ihrem Schnäuzchen trägt sie ein winziges Bild, was du ihr auch sofort vorsichtig abnimmst.

Nimm es ruhig mit. Damit du immer wieder zurück zu mir findest.








Es wäre lieb, wenn du auf deinen Weg meine Freunde von mir grüßen könntest. Sie werden sich sicher freuen, wenn du sie besuchst. Sag ihnen, dass ich sie vermisse und sie alle lieb habe.

Du nickst sachte und streichelst dem kleinen Wesen sachte über den Kopf







Du kannst gerne auch anderen von mir erzählen. Bei einem so netten Menschen wie dir freut sich sicher jeder über Besuch.







Sie lehnt ihr Köpfchen gegen deine Hand und flattert leicht mit den Flügelchen. Du lächelst und richtest dich auf. Mit einer leichten Verbeugung und einem Winken drehst du dich um und stapfst weiter durch den tiefen Schnee, auf den Weg nach Hause.

Mach es gut, mein Sternenfreund.

Sia blickt dir noch eine Weile nach, bevor sich das weiße Fellbündel wieder im Schnee zusammenrollt und zum Himmel blickt.














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