Schwer und träge prasselt der Regen auf die kargen Straßen Neovias.
Obwohl es erst früher Nachmittag ist hat die Sonne sich schon verabschiedet, es ist Stockduster. Nur das schwachte Glühen der Straßenlaternen erhellt deinen Weg. Der unangenehm kalte Regen läuft dir übers Gesicht und der schneidende Wind lässt dich erzittern.
Auf den Straßen hetzen Leute umher, wegen derer unachtsamkeit du beinahe von einer rasenden Kutsche angefahren wurdest.
Ich wollte doch nach Neopia, warum bin ich dann HIER gelandet? denkst du verzweifelt.
Noch eine Weile trottest du im Regen umher, die Straßen leeren sich und du hälst nach einer Bleibe ausschau. Allerdings kommen dir die Gasthäuser in der Gegend hier nicht sonderlich einladend vor. Es fängt an zu donnern.
Na toll, auch das noch seufzt du genervt als dir ein kleines im Wind umher wehendes Schild auffällt. Es ist an der Hauswand eines ziemlich runtergekommenen Gebäudes befestigt das zwischen den ganzen grauen Häusern nicht sonderlich hervorsticht, und gibt ein unerträgliches quitschen von sich.
Neovianische Bibliothek" steht in abgenutzen, verrosteten Buchstaben darauf. Als du näher an das Gebäude trittst kannst du durch das matte große Fenster ein schwaches Leuchten vernehmen. Mit öffnen der Tür löst du eine kleine Klingel am oberen Türrahmen aus, kurz schreckst du zusammen und blickst dich dann Neugierig in dem Raum um. Angenehme wärme legt sich auf deine kalte Haut.
Es riecht nach alten Büchern und antiken Holzmöbeln, überall stehen Regale, voll mit dicken verstaubten Büchern. Du bist allein. An der Rezeption steht auch niemand, dort liegt nur ein aufgeschlagenes Buch. Eine kleine verstaubte Lampe neben dem Buch ist die einzige Lichtquelle in diesem großen von Schatten gefülltem Raum. Von draussen schlägt der stärker gewordene Regen and die Scheibe.
Plötzlich hörst du ein knarzen hinter dir, schlagartig drehst du dich um, doch dort ist niemand, Kam wohl nur von den alten Möbeln.. versuchst du dich zu beruhigen, denn langsam kommt ein mulmiges Gefühl in dir auf.
Als du dich wieder zur Rezeption umdrehst bekommst du einen mittelschweren Schock, mit einem unterdrückten quitschen hechtest du einen Schritt zurück. Anscheinend ist der Biblothekar endlich aufgekreuzt, wie aus dem nichts steht er plötzlich hinter der Rezeption. Mit kaltem Blick steht er da und mustert dich von oben herab. Seine eiskalten goldfarbenen Augen durchbohren dich Buchstäblich.



Ich neheme eher weniger an das sie sich hier ein Buch ausleihen wollten oder? sagt er ruhig, aber mit einem zynischen Unterton. Wenn hier überhaupt jemand reinkommt, dann nur um sich vor dem Regen zu schützen, nicht wahr? er lächelt bitter, allerdings meint er dieses lächeln keineswegs freundlich, er verspottet dich förmlich.
Das...das können sie doch garnicht wissen! sagst du abwehrend zu dem Kyrii, vielleicht will ich mir ja doch was ausleihen?
Er schaut dich durchdringend an, allerdings mit einem ziemlich unbeeindruckten Blick. Machen sie sich nichts vor, er seufzt genervt Na los, setzten sie sich dort hinten hin, ich bringe ihnen was zu trinken. er zeigt auf eine kleine Tischgruppe rechts von dir und verschwindet mit diesen Worten in einen Raum hinter der Rezeption.

Etwas verdutzt stehst du einen moment da, Was soll das denn jetzt? O_o Ich dachte der wirft mich raus..., dann beschließt du einfach mal das zu tun was er sagt, wirfst deine durchnässte Jacke über einen der verzierten Holzstühle und setzt dich dann auch auf diesen.
Einen kurzen moment später ist der Kyrii mit zwei dampfenden Tassen Tee wieder da, eine davon stellt er vor dir ab. Er setzt sich dir gegenüber, schlägt sein Buch auf und beachtet dich nicht weiter. Ähm.....fängst du deinen Satz vorsichtig an, vielen...Dank? du bist noch etwas unsicher, da du immernoch nicht verstehst warum er dich nicht rausgeworfen hat, wo er doch genau weiß das du hier tatsächlich nur wegen des Regens reingekommen bist.
Der Kyrii schaut auf Was? Denken sie ich jage jemanden bei dem Wetter hinaus? gelassen nimmt er einen Schluck aus seiner Tasse Tee. Zucker? fragt er dich dann als wäre alles selbstverständlich. Es hat dir die Sprache verschlagen, Der Typ scheint ja doch ganz nett zu sein, vielleicht kann man sich ja sogar mit ihm unterhalten?, du räusperst dich kurz und versuchst einfach mal ein Gespräch anzufangen. Ähm, ich heiße guest, und sie?
Skeptisch beäugt dich das Kyrii, Ich hatte gefragt ob du Zucker möchtest und nicht nach deinem Namen...antwortet er unfreundlich. Peinlich berührt schaust du weg, er hat ja recht. Höflich verneinst du dann seine Frage.

Eine Weile sitzt ihr dann so schweigend da, du blätterst gelangweilt in irgendeinem Buch rum und er liest.
Cain Hargreaves sagt er plötzlich. Hm? du schaust überrascht auf. Er blickt wieder desinteressiert in sein Buch Na du wolltest doch meinen Namen wissen...
Achso! ^^ sagst du freudig, vielleicht kannst du ja doch ein Gespräch anfangen? Arbeitest du schon lange hier Cain? du sprichst ihn demonstrativ beim Vornamen an und legst das Buch indem du umhergeblättert hast weg. Cain schaut relativ skeptisch auf und denkt einen Moment nach Seit 3 Jahren antwortet er dann knapp.
Und du hast nicht oft Besuch oder? du pustest über eines der verstaubten Bücher. Cain schließt genervt sein Buch und schiebt es zur Seite. Nein, ich habe tatsächlich nur ein paar Stammkunden. Du siehst das er sich wiederwillig darauf einlässt sich ein wenig mit dir zu unterhalten. Wie kommts? Warum so wenig Kunden? Und was hast du vorher gemacht?

Cain seufzt Vor drei Jahren habe ich noch an der Akademie für Chemie hier in Neovia studiert.... Warum Ich so wenig Kunden habe? er schnaubt verachtend, Das liegt wohl an meinem Bruder.... er nimmt einen Schluck von seinem inzwischen lauwarmen Tee
Warum hast du aufgehört zu studieren und was ist mit deinem Bruder?
Cain schiebt seine Brille zurecht, Du scheinst echt neugierig zu sein, das ist nicht immer eine gute Eigenschaft... Du schweigst weil du nicht weißt was du darauf antworten könntest, du bist ja tatsächlich relativ neugierig ihm gegenüber.

Nunja, mein jüngerer Bruder und ich, wir gehören zu den Hochbegabten. Er wollte Arzt werden und ich Chemiker. Allerdings suchte dieser unnötige Fluch Neovia Heim, die naiven Menschen hier ließen sich natürlich sofort darauf ein. Einer nach dem anderen von ihnen lies sich in den Sog ziehen. Natürlich suchten sie einen Schuldigen, so wie es nunmal bei uneinsichtigen naiven Leuten ist - nie sind sie selbst Schuld! Zum Ende des Satzes hin erhebt Cain bedrohlich seine Stimme.
Mein Bruder war junger Arzt und vom Fluch verschont geblieben (da er genügend Grips hatte sich nicht auf irgendwelche Scheinheiligen Elixiere einzulassen), also hatte man ihn für alles verantwortlich gemacht. Er war Arzt und sollte helfen - aber er konnte es nicht.
In einer Eiskalten Winternacht, einen Tag nach Weihnachten, haben sie ihn mitgenommen.
Seitdem besuche ich ihn öfters mal auf dem Neovianischen Friedhof.....
Cain nippt an seiner Tasse und schließt kurz die Augen. Für einen Moment herrscht bedrückendes Schweigen.

Ich habe die Akademie verlassen da ich die Leute die hinter meinem Rücken tuschelten nicht mehr aushalten konnte,er lacht bitter ich bin schließlich der Bruder des 'Verfluchten Arztes'.
So bin ich hier gelandet, zuerst arbeitete ich hier nur als Aushilfe. Als der Besitzer verstarb übernahm ich diese Bibliothek dann.
Schon damals kam hier kaum jemand rein - es hat sich also rein garnichts geändert, trotzdem wohne ich lieber hier als in der Villa von damals...die Gründe erklären sich wohl von selbst.





-Bücher
-Chemie
-Kunst
-Klassische Musik
-bei Gewitter gemütlich drinnen sitzen und lesen
-Gift (sammeln)


-aufdringlichen Besuch
-Kinder
-heiße Sommertage
-Büroklammern
-Apfel- und Orangensaft

Du magst es Gift zu sammeln? fragst du Cain vorsichtig.
Ich wusste das diese Frage kommen würde sagt er unbeeindruckt während er einen Würfel Zucker in seine jetzt schon zweite Tasse Tee fallen lässt. Ich bin fasziniert von Giften und ihren Fähigkeiten - wie sie in der Lage sind jemanden langsam und schmerzvoll dahinraffen zu lassen oder jemanden binnen eines Augenblinzelns das Leben aushauchen zu können. ein dir sehr unangenehmes lächeln erscheint auf seinem Gesicht.
So manches Gift kann man nicht nachweisen, manche wirken erst 2 oder 3 Stunden nach der Einnahme, sind Geschmack- und Geruchlos und man könnte sie jemandem problemlos einflösen, sein lächeln wird dir immer furchteinflösender, um wegzuschauen nimmst du einen kräftigen Schluck von deinem Tee mit einer Tasse schwarzem Tee zum Beispiel.
Du verschluckst dich und hustest fürchterlich, Cain lacht dich herzhaft aus xD. Das war ein ganz schön gemeiner Scherz! rufst du beleidigt. Cain grinst dich nur hämisch an, Wer hat denn behauptet das war ein Scherz? Aufgeschreckt wie ein kleiner Hund schaust du ihn mit großen zweifelnden Augen an, schon wieder bricht er in gelächter aus.

In diesem Moment wird die Tür mit großer Wucht aufgeschlagen, und in windeseile mit einem Klirren auch wieder zugeschlagen. Oh entschuldige, der Wind ist so stark und die blöde Türe so schwer...... für einen kurzen Moment herrscht schweigen, Ohje, störe ich? hörst du eine zierliche Mädchenstimme fragen.
Cain seufzt Das du auch immer so spät hier auftauchen musst, es ist gefährlich um diese Zeit....und auchnoch bei diesem Wetter.
Das Mädchen tritt nach vorne ins Licht, beugt sie über Cain und drückt ihm einen Kuss auf die Wange, ihr langes braunes Haar welches zu einem Zopf gebunden und locker zur Seite fällt ist verdeckt Cains mürrisches (und errötetes) Gesicht.
Entschuldige aber ich sollte noch beim Aufräumen helfen, du weißt doch wie Lehrerinen so sind....^-^ erzählt sie als sie ihren Mantel auszieht und über einen Stuhl hängt, dann dreht sie sich zu dir, lächelt dich freundlich an und macht höflich einen Kniks. Guten Abend, mein name ist Sachiko, entschulidgen sie das ich einfach so reingeplatzt bin! Mit diesen Worten verschwindet sie auch schon in einen Hinterraum neben der Rezeption.

Fragend schaust du zu Cain Hui, wer war das denn? ^^. Cain errötet leicht, Wir wohnen hier, mehr musst du nicht wissen. antwortet er ausweichend.




Setaji ist besagter 2 jahre jüngerer Bruder. Wir sind zwar Brüder, haben uns aber nie wie welche benommen, jeder von uns ging seinen eigenen Weg. Natürlich hatten wir Kontakt zueinander, wir wohnten doch zusammen, da aber entweder er oder ich außer Haus waren, sahen wir uns recht selten.
Dennoch kann ich sagen das wir sehr aneinander hingen, wir kennen unsere Eltern seit jeher nicht und sind so gemeinsam in ziemlich ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen.
Setaji war eine richtige Frohnatur, half alles und jedem und war manchmal sogar etwas zu naiv. Er ließ sich recht schnell einschüchtern, war zugleich aber auch ein richtiger Hitzkopf. Ich besuche ich ihn regelmäßig, tagsüber.












Sachiko? Nunja, sie und ich...naja wir haben vor in diesem Herbst zu heiraten. *hust hust*
Noch vor nicht allzulanger Zeit hatte ich mir geschworen mich niemals an ein Frauenzimmer zu binden, allerdings ist Sachiko ziemlich...Wie sagt man?...Niedlich? Sie kam beinahe jeden Tag in die Bibliothek, schon als ich hier nur Angestellter war. Jeden Tag brachte sie ein Buch zurück und leihte sich eines aus. Allerdings sprach sie nie ein Wort mit mir, sondern lief hochrot an und verließ die Bibliothek auf schnellstem Wege wieder wenn ich sie bedient hatte.
Dann, an einem Nachmittag lud SIE mich zum Essen ein, das wollte ich meiner Ehre als Gentleman nicht antun und lehnte ab, sie kam eine ganze Woche nicht mehr her :C. Als ich sie dann durch Zufall in einem Buchladen wieder traf, lud ich sie dann ein. Mit freuden Stimmte Sachiko zu und so kam das alles halt. *räusper*
Sie geht noch zur Schule und möchte mal Kunst unterrichten.





Ich kenne Shanyela nicht wirklich gut, habe sie nur zwei - vielleicht dreimal gesehen. Allerdings weiß ich das Setaji und sie sich sehr nahe standen. Er kam garnicht mehr aus dem schwärmen für sie raus, was auf dauer ziemlich nervig werden konnte (dabei haben wir uns meistens nur beim Abendessen gesehen).
Jedenfalls habe ich nie wirklich viele Worte mit ihr gewechselt. Setaji hatte mir erzählt das sie sich sogar ein wenig vor mir fürchtet, ich versteh das nicht *am Kopf kratz*. Naja er meinte ich hätte sie abwertend angesehen....naja das kann jeder für sich beurteilen.
Das letzte mal habe ich sie bei der Beerdigung von Setaji getroffen, ich habe dafür gesorgt das sie nicht erfährt unter welchen Umständen er von uns gegangen ist. Ich glaube das hätte ihr fragiles Wesen nicht ausgehalten.












ALTE BILDER (vom mehr oder weniger altem Custom, nyuu viel verändert hat sich ja nicht XD)












Eine Weile später ruft Sachiko euch auch schon, es ist spät und sie hat dir ein gemütliches kleines Nachtlager in einem Hinterraum fertig gemacht.
Nach einem langen traumlosen Schlaf erwachst du am nächsten Morgen durch ein leises Poltern. Als du aus dem Zimmer schaust siehst du wie Sachiko ein paar Bücher sortiert. Mattes Licht scheint durch die grauen Scheiben, draussen ist noch nicht viel los. Es regnet.
Oi, du bist auch schon wach ruft sie freudig, Das trifft sich gut, Cain und Ich wollen gleich los, seinen Bruder besuchen.
Oh....na dann werd ich mich mal anziehen und auf den Weg nach Neopia machen ^^ rufst du ihr zu während du wieder in 'dein' Zimmer verschwindest und dich fertig machst.

Als du fertig angezogen wieder aus dem Raum trittst wirft Cain sich schon seinen langen schwarzen Mantel um die Schultern. Guten Morgen erwähnt er knapp als er kurz zu dir herschaut.


Wie? Du willst dir jetzt doch ein Buch ausleihen?
Nur zu. Allerdings sind manche schon ziemlich abgenutzt...

How to survive in the Haunted Woods



Storys about Neovia








Vor der Bibliothek wartet eine Kutsche, Damit du dich nicht wieder verläufst sagt Cain mit skeptischem Blick zu dir. Vielen Dank! mit hinblick darauf das du gleich in einer schicken Kutsche nachhause gefahren wirst bedankst du dich freudig bei Cain und Sachiko. Komm uns doch wiedermal besuchen, dann aber wirklich fürs Bücher ausleihen!ruft dir Sachiko mit einem Zwinkern zu bevor die Kutsche losfährt.



Sei so freundlich und werbe doch ein wenig für diese Bibliothek, sie hats nötig *räusper*
Montags und Sonntags ist geschlossen.






Familie und Freunde

Besuche sie...





NEOPETS, characters, logos, names and all related indicia
are trademarks of Neopets, Inc., © 1999-2009.
® denotes Reg. US Pat. & TM Office. All rights reserved.

PRIVACY POLICY | Safety Tips | Contact Us | About Us | Press Kit
Use of this site signifies your acceptance of the Terms and Conditions