... willkommen in meiner letzten
Ruhestätte. Zwar ist es unhöfflich einfach in meine Gemächer einzudringen,
aber leiste mir doch etwas Gesellschaft. Ich habe dich schon erwartet ...
Darf
ich mich vorstellen? Pharao Zanteros, geboren als zwölfter Sohn des Osiris. Meine Amtszeit betrug 8 Sommer und
begann mit Vollendung meines 13ten Lebensjahres. Ich nehme an, dass du Ägypten nur aus Filmen oder Büchern kennst,
die nie den Geist dessen erfassen konnten - was wirklich passierte. Darf ich dir etwas aus meinem Leben erzählen,
damit du dir ein eigenes Bild machen kannst?
Ein Bild, so ungetrübt wie es nur einer weitergeben kann, der wahrhaftig dabei war?
Wenn ja, dann folge mir ... wir haben noch einen weiten Weg.

Als erstes möchte ich dir,
guest, etwas über das Leben eines im Zeichen Osiris geborenen erzählen.
Schon in den ersten Minuten meines Lebens bereitete man mich auf die mir bevorstehenden Aufgaben vor.
Ich lernte unsere Götter kennen, führte landesübliche Rituale durch, wurde mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen unseres Landes vertraut und
mir wurden die wichtigsten Personen des Reichs vorgestellt. Es vergingen nur wenig Stunden in denen ich nicht
belehrt wurde oder mir selber durch
lesen alter Bücher das nötige Wissen aneignete.

Mein Vater legte großen wert darauf, einen ihm würdigen Sohn zu erziehen. Er herrschte
seit über 20 Sommer über das Land und war für seine Weisheit, Barmherzigkeit und seinen Mut in aller Welt bekannt.
Häufig kamen reiche oder auch arme
Untertanen zu ihm und baten ihn um seinen Rat, den er jedem gerne gab. Oftmals mussten die Betroffenen wieder gehen, aber ein paar Tage später
wurde zu ihnen ein Bote gesandt, der ihnen meines Vaters Meinung mitteilte.
Es schickte sich nicht, wenn ich mich in seiner Nähe aufhielt, während er im Saal der Könige saß
oder sein Mahl einnahm. Nach westlicher Sicht würde man ihn als Rabenvater bezeichnen, aber das war er nicht. Ich lernte ihn früh zu respektieren
und wollte ein ebenso beliebter Pharao werden.
Natürlich bestand mein Leben durchaus auch aus angenehmeren Dingen. Milch und Honig - sowie feinste,
schwarze Rosenblätter waren nur ein kleiner Teil dessen, was mir jeden Morgen das Bad so versüßte. Für jeden noch so kleinen Bereich des Lebens
standen mir meine Diener zur Seite. Sie waren da wenn ich badete, wenn ich lernte oder eine der wenigen freien Stunden mit spielen verbrachte.
Niemals werde
ich die Zeit mit meinen "Freunden" missen wollen. Zwar wurde meine Mutter oft zornig, wenn sie Armetus (Ein Diner zweiter Klasse, sprich: Ein Sohn eines
Untertan,
der im Dienste meiner Familie stand) mit mir lachen sah, aber ich vertraute da ganz
auf das Herz meines Vaters. Nicht nur seinem Volk gegenüber war er großzügig, sondern auch mir brachte er das nötige Verständnis und die gebrauchte Liebe entgegen.
Gerne erinnere ich mich an die göttlichen Speisen zurück, die mir 3 der besten Köche zu jeder Tages- und Nachtzeit zauberten.
Mir wurde jeder Wunsch von den Augen abgelesen und nichts schien unmöglich zu sein. Was man im alten Ägypten so isst? Die feinsten Spezialitäten!
Jede Weißwurscht würde vor Neid erblassen. Rebhühner ummantelt mit Früchten und frischem Gemüse, Krokodil gefüllt mit zarten Äpfeln, die nur am Nil
diesen Geschmack entfalten konnten. Was denke ich gerne an diese Zeit zurück... komm, wir müssen weiter!
Mein Leben war - in der Zeit vor meinem Amtsantritt - recht
unbeschwert.
Zwar gehörte viel lernen, trainieren und diverse Reisen zum
Tagesablauf, aber meine Eltern gewährten mir trotz alledem Momente der
Entspannung.
So wurde eigens für meine wenigen freien Stunden ein
Garten angelegt.
Es hört sich vielleicht wenig aufregend an, als Sohn des
Pharaos im Garten zu spielen... Aber es war äußerst beruhigend und ich
schätzte ihn sehr. So konnte ich abschalten und für ein paar Augenblicke
vergessen, wer oder was ich war.
Dies war auch der Ort, wo ich unbeaufsichtigt
war.
Du musst wissen: Jeder Schritt, jeder Weg und jeder Atemzug wurde
beobachtet und kontrolliert. Meine Leibwächter waren überall und kannten im
Bezug auf meine Privatsspähre kein erbarmen.
Anders als andere Jungen in meinem
Alter war es ausgeschlossen mit einer jungen Dame allein zu sein.
Schon sehr
bald zehrte es an meinen Nerven und ich hielt meine Eltern an, es zu ändern.
Verständlicher Weise (was ich erst während meiner Regierungszeit einsah) war
dies nicht möglich.
Nachdem einige Monate ins Land gingen und ich immer
unglücklicher wurde, lies mein Vater diese Ruhestätte für mich errichten.
Ich
hoffe du verstehst jetzt, weshalb es so bedeutend für mich war. Dies war der
einzige Ort, all die Jahre, wo ich mich mit meinen Freunden verhalten konnte -
wie ich wollte und das sein durfte was ich nie sein würde... glücklich.

Bekannt war mein Vater nicht nur für seinen starken Charakter. Er hatte im Laufe seiner Amtszeit viele Schätze erobert und auch geschenkt bekommen.
Unsere Kammern waren voll von Gold, Silber, Seide, Gewürzen, Elfenbein und anderen Kostbarkeiten - für die so manch einer sein Leben gelassen hätte.
Nur einmal gewährte
er mir als kleiner Junge einen kurzen Blick auf unser Vermögen. Ich war noch zu klein und verstand noch nichts von Edelsteinen und empfand nur
Unverständnis gegenüber derer, die für einen normalen Stein alles tun würden.
Sicherlich war der Löwenanteil in der besagten Kammer, aber auch
im Alltag lebten wir den Reichtum in vollen Zügen. Goldene Becher und Teller standen auf unserem Tisch.
Mahagoni Vasen und Diamanten schmückten unsere
privaten Gemächer. Erst später verstand ich, dass diese Sachen eine höchst mögliche Wertschätzung an meine Eltern war, wenn sie Besuch aus fernen
Ländern erhielten.
Nicht nur Gold, Silber und andere Schätze befanden sich in unserer Obhut. Auch altertümliche, ägyptische Marken verzauberten meinen Vater.
Im Gegensatz zu den heutigen - dir guest bekannt als "Briefmarken" - hatte jede ihre eigenen Fähigkeiten.
In einem Land voller Wunder, Priester und Götter galten sie als Wegweiser und Tore zu anderen Welten. Ihre Macht war begehrter als der Thron meines Vaters, da es schier unmöglich war das eine ohne das andere zu besitzen.
Wäre jemals ein solches Artefakt in die falschen Hände gekommen, wäre der Sturz meines Vaters und unserer Familie sicher gewesen.
Dies war auch einer der Gründe weshalb selbst ich, als sein Sohn, niemals diese Hallen alleine betreten durfte.
Am besagten Tag, als ich einen einzigen Blick riskieren durfte, hielt ich eine solche Marke in der Hand... so etwas hatte ich nie zuvor erlebt!
Es schien als würde sie mich rufen, als würde sie meine Namen schreien und sich vor Schmerzen verzehren.
Panisch lies ich sie fallen – wodurch mein Vater auf mich aufmerksam wurde.
Schnell packte er mich unsanft an meinem Arm und ging mit schnellen Schritten mit mir raus.
Im Vorraum angekommen musste ich ein Getränk zu mir nehmen, was mich 3 Tage und 3 Nächte schlafen lies.
Die letzten Worte, die ich wahrnahm lauteten: „Beten wir zu Isis, dass die Inschriften der alten Artefakten nicht recht behalten werden. Niemals wieder darf er ..."
Ich erhielt nie eine Antwort auf meine unausgesprochenen Fragen, die mich Jahre danach noch quälten.
Nie vergas ich die Marke und ihre Schmerzen. Nie... bis ich sie wiederfand...
Als Sohn des Pharaos hat man meistens ein ziemlich einsames Leben.
Man erlebt zwar viel und reist viel mit seiner Mutter als
Repräsentanten herum, aber
Freunde hatte ich kaum. Mein Vater kannte diese Situation aus seiner eigenen Kindheit und dennoch blieb ihm nichts anderes übrig, als mich
genauso darunter leiden zu lassen, wie er es damals tat.
Zwar hatten wir ein Volk hinter uns, was uns verehrte, aber es gab ebenso Schattenseiten
der Macht. Viele Neider und Feinde machten das Leben zu einem russichen Rollet. Wir hatten spezielle Vorkoster, die unsere Speisen probierten und selbst
vor unserer Seife keinen Halt machten. Dies war eine Absicherung, was evt. vorhandenes Gift erkennbar machen sollte.
Vor allem auf den Reisen quer über den Nil war ich oft allein.
Meine Mutter konnte sich nicht um mich kümmern und Sklaven, die einen wie Gott
behandelten, waren keine guten Ersatzfreunde. Armetus konnte leider nur sehr selten mit und blieb die meiste Zeit im Tempel zurück.
Aber so weise wie der alte Pharao war, hatte er auch hierfür eine Lösung. Es waren keine Freunde - mit denen man Gespräche führen oder Witze machen
konnte, aber sie waren immer für mich da. Zum sechsten Geburtstag erhielt ich
Shymari, Dergatus, Osiramet und Isira. Natürlich konnten sie mit der
Eleganz und Anmut nicht mithalten, die die Leoparden meiner Eltern ausstrahlten ... aber ich liebte sie über alles und hätte alles für sie getan.
So lang die Nächte mit dem lieblichen Kling Klang der Harfen auch waren, es war weitaus angenehmer diese Zeit mit meinen vier getreuen Kameraden zu verbringen, als
ich es bisher ertragen musste.
Komm.. auch hier sind wir noch nicht richtig. Ein Stück müssen wir noch ...
Neben meinem tagesüblichen Lernpensum, was mit den Wochen stetig zunahm, musste ich pünktlich zum Sonnenaufgang zu
Estrah.
Estrahs Aufgabe bestand
darin, mich neben meinen geistigen Fähigkeiten auch körperlich zu trainieren.
Anfangs war mir nicht klar weshalb ich, als Sohn des Pharaos, Muskeln
ähnlich denen meiner Krieger haben sollte.
Mein Vater sah mir meine Zweifel an und beschloss mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Er veranlasste mich in kostbare Gewänder hüllen zu lassen und legte sich selber die Artefakte an. Der Weg sollte uns zum Tempel Sethasi führen.
Dort angekommen wurden wir freundlich empfangen und in die Gebetshallen geleitet. Ein alter Mann, der scheinbar gerade seinen eigenen Kopf zu halten vermochte, trat zu uns vor und
legte seine Hand auf meine Stirn. Auf einer Sprache die nur die Wächter Isis und mein Vater verstand, segnete er mich und hieß mich willkommen.
Der Pharao schien ehrfürchtig und zollte ihm jeden Respekt, den sonst er erhalten würde.
Kurz darauf nahm er den Wächter zur Seite woraufhin dieser mir schmunzelnd eine Kutte überreichte.
Auf der Kutte lagen zwei Utensilien.
Zu dem Zeitpunkt kannte ich ihre Bedeutung
noch nicht, wurde aber angehalten mir die Kutte umzuwerfen und samt
Utensilien an die Statur der Isis zu treten.
Das bloße Gewicht der beiden Stücke und das der Kutte waren kaum vorstellbar und für einen jungen Knaben,
wie ich es war, kaum zu ertragen.
Als es hieß ich solle die Arme in die Luft heben und meine Gebete aufsagen, hielt ich es keine Minute aus und brach
letztendlich unter dem Gewicht zusammen.
Dies war der Moment, wo auch mir klar wurde, dass das Leben eines Pharaos alles andere als bequem sein würde.
Estrahs Arbeit umfasste viel mehr als bloß meine Muskeln zu stählern.
Nach einigen Monaten meditativen Frühsports, wurde mir der Umgang mit den verschiedensten
Waffen beigebracht. Alles was in Ägypten angefertigt worden war und mein Volk zu führen wusste - sollte mir bekannt und brauchbar sein.
Wieso ich jede noch so skuriele Waffe beherrschen sollte, war mir viele Jahre nicht bewusst.
Erst später erfuhr ich, dass der alten Legende nach
ein Pharao unverwundbar ist, sofern ein Sklave ihn versucht zu verletzen.
Sollte allerdings der Sklave eine Waffe im ägyptischen Reich finden, die selbst
ein Sohn des Osiris nicht zu führen vermag, dann kann er über ihn richten und wenn es das Leben des Pharaos kosten würde.
Mein Amtsantritt verlief weniger festlich als es einem Sohn lieb sein konnte.
Mein Vater erkrankte schwer und all die Künste unserer Priester halfen nicht
weiter.
Als mein Vater verstarb war ich 15 Jahre
alt und wurde fast nahtlos auf den Thron gesetzt.
All die Erfahrung und meine
Fähigkeiten waren nun auf einmal kein Spiel oder eine einfache Übung mehr.
Nein, nun galt es ein Land zu regieren, zu führen, zu beschützen und zu
vergrößern.
Plötzlich wurden mir zu Ehren Gaben aller Art gebracht, Feste gefeiert
und neue Gebäude errichtet.
Alles in allem kannst du dir sicherlich vorstellen,
wie erdrückend diese Last war, die mir auferlegt worden war.
Es war mir zuvor nie aufgefallen, was ein Pharao alles leisten musste.
Neben der normalen Regierung, die ein Land mit sich bringt, war ich zuständig
für Gerichtsurteile, Priesterernennungen, Monumentserrichtungen, landesübliche
Zeremonien und für den Bau meines eigenen Grabmals.
Bastet sei dank, hatte ich viele Helfer an meiner Seite. Die meisten
waren schon an der Amtszeit meines Vaters beteiligt und kannten die täglichen
Pflichten die ich zu erfüllen hatte.
Majiru war eine Art "Persönlicher
Assistent".
Mein Vater war sehr umsichtig und hatte ihn speziell für sein
Ableben berufen und auf seine Aufgabe vorbereitet.
Diese bestand darin, mich zu
unterstützen, den Start zu erleichtern und mir eine gewisse Vaterrolle zu
erhalten.
Hätte Majiru nicht an meiner Seite gestanden, wäre die Zeit noch unerträglicher
gewesen.
Viel Zeit um die Trauer zu verarbeiten hatte ich nicht.
Nur einen
Vollmond nach der Weihung zum Pharao war es an der Zeit eine Gemahlin zu finden.
Hab bitte Verständnis dafür, dass ich dir nicht alles erzählen kann, da wir
bald am Ende unserer Reise angekommen sind.
Jedenfalls... eine Frau zu finden, die einem würdig ist... das war einer der
schwersten Aufgaben, die ich je hatte.
Viele Prüfungen mussten sie alle über sich ergehen lassen und denk bitte nicht,
dass ich hätte aus Liebe heiraten dürfen. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich Finasis an meine Seite
genommen. Aber lass uns nicht über sie sprechen
es zerreist mir noch heute das Herz, wenn ich an sie denke.
Thunameth war meine Auserwählte. Uns trennten nicht nur
charakterliche Eigenschaften
sondern auch etwas über 10 Jahre. 10 Jahre die es unmöglich machten, sich von
Anfang an zu akzeptieren und sich blindes Vertrauen zu schenken.
Schon bald änderte sich unser Verhältnis und unserer Hochzeit folgend, kam unser erstes Kind auf die Welt.
Wir lebten 2 Jahre Seite an Seite und zogen unseren Sohn mit
der größtmöglichen Elternliebe auf, die man aufbringen konnte. Sicherlich
wäre es noch viele weitere Jahre so verlaufen, hätte ich eines Nachts nicht
wieder die Rufe der Marke gehört, die ich als kleiner Junge in der Hand hielt.
Die ersten Wochen konnte ich meiner Neugier noch wiederstehen und
vertraute mich Majiru an.
Mit seinen Argumenten und seinen Warnungen
überzeugte er mich - die Marken an einen anderen Ort, als den Palast bringen zu
lassen.
Wir erhofften uns, dass meine Alpträume abnehmen würden und ich wieder
durchschlafen könnte.
Einen Monat ging unser Plan auf, doch schon bald vernahm
ich wieder die kläglichen Schreie.
Die Alpträume begannen wieder als Finasis
spurlos verschwunden war.
Es gingen Gerüchte um, dass Tunameth auch nach Jahren
eifersüchtig war und sie als Rivalin beseitigen wollte.
In den darauf folgenden
Nächten erschien mir Finasis in meinen Träumen und hielt die Marke in der
Hand, die ich damals fallen lies.
Sie sprach zwar nicht in Worten zu mir, aber
ich wusste was zu tun war. Ich sollte zum Aufbewahrungsort des Artefakts gehen
und mit seiner Hilfe Finasis wieder finden.
Marjiru
ahnte mein Vorhaben, als ich eines Morgens die Kamele satteln lies.
Doch dieses
Mal... hörte ich nicht auf seine Warnungen.
Im Tempel angekommen führte ich
das Ritual ohne die Priester durch. Sie weigerten sich an solch einem Teil zu
haben und verließen binnen weniger Augenblicke die heiligen Räume. Wäre ich
ihnen damals nur gefolgt, dann wäre alles anders verlaufen.
Hätte ich damals auf Marjiru gehört, wären
heute noch viele Unschuldige am leben.
Ich vermag kaum darüber sprechen - welch dunkle Welle über das Land zog, als
ich die Geister der Marken beschwor. Das Volk lag in meinen Händen und
vertraute mir sein Schicksal an während ich meinen Gefühlen nachgab und dem Bösen
die Chance gab sich zu entfalten.
Kurz nach dem Ritual fiel ich in Ohnmacht, gebannt von der Kraft und der
gewaltigen Energie die freigesetzt wurde.
Als ich aufwachte befand ich mich noch immer im Tempel, allerdings tief in
seinem geheimnisvollen und mir bisher verborgenen, Inneren. Die Priester hatten mich in Sicherheit gebracht und eine Handvoll Weise die mir als Berater
bei meiner Tätigkeit als Pharao beistanden gerettet. Beschämt las ich die
Angst in den Augen derer, die versuchten mich zu schützen. Zu schützen vor dem
Bösen, was einen umgab wie ein zärtlich süßer
Hauch und der das Blut in den Adern erstarren lies.
Was aber war passiert? Was war diese Energie? Die Angst in den Gesichtern?
Ich konnte es nicht verstehen. Doch plötzlich fielen mir die Worte meines
Vaters ein „Beten wir zu Isis, dass die Inschriften der alten Artefakten nicht recht behalten werden. Niemals wieder darf er ..."
Niemals darf er was?
Was hatte ich nur getan?
Komm, nur noch ein letztes Stück und wir sind am Ziel.
Sicher möchtest du wissen was passierte.
Leider muss ich dich enttäuschen... auch ich würde gerne begreifen, es
verstehen und nachts wieder schlafen können - ohne schweißnass und zitternd
auf zu wachen.
Damals hörten wir vor den Toren die pure Angst meines Volkes. Schreie, Tränen
und Gekreische zerrissen mir abwechselnd das Herz.
In der ersten Nacht ließen wir einige Bauern und Adelige die Pforte zu uns
durchschreiten. Schon bald war dies allerdings ein Ding des Unmöglichen.
Hunderte wollten zu uns in den vermeintlich sicheren Tempeln, zu den heiligen
Priestern und zu ihrem Pharao.
Denk bitte nicht, dass wir nicht versuchten unser Land zu retten. Isis, Osiris,
Ra und all die anderen wurden von uns gerufen und angefleht - Tag und Nacht -
ohne Erfolg.
Nach 3 Tagen hörten wir kein schreien mehr.
Um die Lage ein wenig aus ihrem unheimlichen Schleier der Unwissenheit zu
ziehen, sprach ich mich meinen oberster Priester Jiumali Aspektor. Für gewöhnlich
ist es selbst einem Pharao nicht gestattet ohne vorherige Erbetung eines
Treffens dem Ältesten entgegen zu treten. Doch was blieb mir
anderes übrig?
Kurz vor dem Treffen wurde ich in die üblichen Kleider gehüllt, die solch eins
erst respektvoll und würdig erschienen ließen.
Die Welt konnte untergehen, aber unser ägyptischer Stolz, unser Wissen und
unsere Stärke durften dem nicht gleichziehen.
In den mit Kerzen beleuchteten Räumen saß er. Noch nie zuvor hatte ich ihn
gesehen - geschweige denn mit ihm gesprochen.
Ehrfurcht durchfuhr jede Pore meiner Haut und kalter Schweiß benetzte meine
Schläfen.
Wir sprachen eine Nacht und einen Tag.
Mit kühlen und unglaublich wissenden Augen sah er mich an und sprach von der
Regierungszeit meines Vaters.
Der alte Pharao muss nach meinem Erlebnis in der Schatzkammer damals gewusst
haben, dass ich der Marke eines Tages verfallen würde.
Er zog Aspektor zu Rate und sie gingen die Konsequenzen sowohl die Lösungen
durch.
Ohne mein Wissen und das der anderen hatten beide Zeremonien gehalten und
kleinere "Markengeister" im Tempel beschworen und wieder beseitigt.
Vorsichtig tasteten sie sich heran und riefen immer mächtigere Kräfte und
schafften es jedes mal sie zu beherrschen.
Kurz bevor eine der mächtigsten dran war, verstarb mein Vater.
Nun... das war der Moment wo ich den Tränen näher war - als bei jedem Weinen
zuvor.
Die Krankheit konnte auch nach seinem Tot nicht benannt bzw. erkannt werden.
Meiner Befürchtung zu trotz, die Wahrheit nicht verkraften zu können, fragte
ich nach der Krankheit und den mysteriösen Umständen seines Todes.
Wie erwartet - ich vertrug die Antwort nicht.
Der Priester erzählte mir von den Ritualen und welch eine Kraft sie gekostet
hatten.
Zwar wurden beide sehr belastet, aber mein Vater musste seine ganze Energie in
die Beschwörung und Vertreibung investieren - während Aspektor seine Formeln
und Gebete sprach.
Der letzte Geist geriet für einen kurzen und unkonzentrierten Moment meines
Vaters außer Kontrolle. Er verwüstete den Raum und verletzte Aspektor schwer.
So kam es, dass der Pharao den Geist alleine bezwingen musste.
Leider kostete dieses Unterfangen soviel Kraft - das es letztendlich sein
Leben kostete.
Benommen und unter Schock wandte ich mich von Aspektor ab und wollte gerade
gehen, als er mich zurück in die Realität rief.
Seine Worte:
Ihr Pharao seit sein Sohn. Für euch ist euer Vater gestorben und ihr habt
seinen Platz eingenommen.
Ihr müsst eurem Vater gleichziehen und seiner würdig sein. Lernt mit mir das
Ritual und ihr werdet siegen.
Nun ist es an der Zeit Abschied zu nehmen.
Ich danke dir sehr, dass du mir Gesellschaft geleistet hast.
Ich habe gelebt als Herrscher und als Verfolgter. Ich musste Erfahrungen
sammeln, die mein Leben und das vieler anderer zerstörte.
Trotz meines Verrates - an diesen einst so königlichen Reichs, habe ich noch
immer treue Anhänger. Sie bauten mir dieses wunderschöne Grab, welches einem
Pharao gleich kommt. Ob verdient oder nicht... diese Frage wird mich nach meinem
Ableben noch weiter begleiten.
Ich habe noch viele unbeantwortete Fragen und werde sie hoffentlich bald
beantwortet bekommen, sofern auch ich mich am Himmel zwischen den großen
Herrschern dieses Landes einreihen darf.
Siehst du den Raum da
vorne? Dort sind all
meine Erinnerungen, Schätze und Nahrung verstaut. Diese Sachen werde ich mit in
mein nächstes Leben nehmen.
Auch wirst du dort die Marken finden.
Keine Sorge, sie tun niemanden mehr etwas an.
Sobald du mein Grab verlassen hast, wird *** es zu schütten lassen. Niemand
soll je wieder eine dieser geheimen Artefakte in den Händen halten und von
ihnen zum Bösen verführt werden.
Nun geh schnell! Ich bin nun erschöpft und würde mich gerne ausruhen. Lebe
wohl und behalte mich nicht als Verräter in Erinnerung. Schmerz und Leid trübten
mein Urteilsvermögen und wenn ich es ändern könnte, würde ich
anders handeln.
Hier, durch diese Tür kannst du schnell
fliehen.
Gerne darfst du meine Geschichte weiter erzählen. Nimm doch dieses Symbol
als Zeichen dafür, dass du einer der Auserwählten warst - der die Geschichte
von mir hören durfte. Auch unsere Gebete hielten Osiris nicht davon ab, diesen
einst so mächtigen Pharao zu sich ins Totenreich zu holen... darf
deswegen auch seine Geschichte sterben?
[Da unsere beliebte Charakter-Page-Sammlung nun geschlossen hat, sammle
ich nun meine eigene Liebling *um die Seite trauer*]
Hier ein paar alte Bekannte, die mir besonders gut in Erinnerung geblieben
sind.
Besuche auch sie um ihre
Geschichte zu erfahren. Genieße die Zeit mit ihnen.. so wie ich es einst tat. Besuche sie
und tauche in andere Welten ein.
Ägypten ist dir nun ein Stück weit näher gebracht worden...
Tauchst du
vielleicht schon morgen in die Tiefen Maraquas ein?
Oder zückst dein Laserschwert in fremden Raumstationen?
Natürlich gibt es auch weit über die Grenzen meines Landes hinaus
beeindruckende Geschichten zu erzählen.. Schaut euch ruhig um, auch in fremden
Ländern kann man sich schnell wohl fühlen.
Ich
besitze noch einige wertvolle Artefakte, die mich in mein nächstes Leben begleiten sollen.
Allerdings habe ich hier noch eins, was ich dir gerne überreichen
würde. Es ist von unschätzbaren Wert und hatte eine tiefe Bedeutung in den von mir
gehaltenen Ritualen.
Erweise dich als würdig - es in Empfang nehmen zu dürfen.
Hierzu sende mir eine Neomail die den Namen des Pets, samt Petpage beinhaltet. Nur eine
außergewöhnliche Seele wird den Schatz erhalten.
Sei also nicht traurig,
solltest du nicht dazu gehören. Bg´s, Glitzerbilder, Adoptables oder Layouts werden nicht von mir gesegnet.
Ausserdem möchte ich das "ganz große Kino" sehen.
Das gewisse etwas. Keine Standart -
Hintergründe oder einfach gehaltene, langweilig aufgebaute 0/8/15- Pages. Nicht jeder bekommt ein Artefakt
und nicht jeder geht leer aus. Versuch es einfach :)
Außerdem hätte ich noch drei Fragen an
dich:
1.) Welcher Fluss ist der schönste?
2.) Wie hießen meine kleinen
Freunde? (zwei reichen)
3.) Wer hat mich in Sachen "Kampf"
ausgebildet?
Tipp: Wenn du dir unsicher bist, schau bei den bisher verliehenen Artefakten vorbei.
So würde ich es mir bei dir auch wünschen ^.~
Sollte mich der Geist deiner Petpage nicht ganz überzeugen, müsste ich mal in meiner Truhe nach einem der beiden anderen Artefakte suchen.
Ehrenmitgliedsplätze
in der Halle der Helden
(PP-Ersteller die ein "Goldenes
Artefakt" erhalten haben)
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Schau hier, meine kleine Schatztruhe.
Immer sicher verschlossen und behütet von all jenen, die unter meiner Kontrolle
standen. Dies sind besonders wertvolle Trophäen, da sie von ganz lieben Usern
selbst gefertigt worden sind - nachdem sie meine Geschichte gelesen haben. Ein
großes Dankeschön noch mal an die gutmütigen Seelen *verbeug*
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Mein aller erster
Award. Sieht der nicht toll aus?
Vielleicht bringt er ja wirklich Glück - ich hoffe es jedenfalls
*Pechvogel* Erhalten am 15.06.2006
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*Freut sich* Mein zweiter
Award und der ist auch Gold. Da macht es direkt noch mehr Spaß - die PP
zu erweitern :) Erhalten am 16.06.2006
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WOW einer meiner Lieblinge unter den
Auszeichnungen. *glücklich* Ein Besuch dieser PetPage ist nur zu empfehlen ^^
Erhalten am 21.06.2006 |
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Ist das nicht lecker? Wer mag sie nicht -
diese zuckersüßen kleinen Dinger? Also ich liebe sie! Vor allem,
wenn sie Gold sind :D Erhalten am 09.07.2006
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Also... jeder der mich kennt wird sagen: DAS ist DEIN
Award! Wenn ich ein Wort liebe, dann "Pfötchen" und was sieht
man bei näherer Betrachtung? *gg* Erhalten am 11.07.2006 |
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Ich bin der Ohnmacht
nahe. Es gibt doch tatsächlich noch einen Pfötchen-Award :D *Sarkumi und
Zentos auf Wolke 7 schweben* Danke schön! *freu* Erhalten am 11.07.2006
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Ist der nicht lecker? Einfach zum rein beißen.. wäre da nicht diese
nervige Schicht aus Gold drum herum *Mit Pfote kratzt* Aber Mama freut
sich trotzdem drüber :D Erhalten am 11.07.2006
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Ja, auch als
Pharao hat man eine dunkle Seite - die einem die Fettpölsterchen näher
bringen ;) und soll ich euch was sagen? Es schmeckt SUPER! ^^ Erhalten am 13.08.2006
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Es mag vielleicht der kleinste meiner
Awards sein, aber definitiv einer der süßesten :D *das kleine flausch und
diskret für die Ewigkeit einbalsamiert**
Erhalten am: 25.08.2006
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Spieglein, Spieglein in
meiner Hand.. nun hab auch ich dich in meinem Schrank :D *Eurer
Majestät dankend die Hand küss*
Erhalten am: 24.09.2006
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