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Es war der dunkelste Teil der Nacht.
Der Mond zog seine Kreise üner die tiefe Schwärze des Nachthimmels und tausende von Sternen funkelten miteinander um die Wette.
Der Morgen war nicht mehr fern, doch noch dominierten die glitzernden Gestirne am Himmel in der festen Umklammerung der Dunkelheit.
Mitten auf der fast kreisrunden Lichtung lag ein alter Felsen. Groß und träge fristete er sein Dasein,
ein Relikt längst vergangener Zeiten.
Auf dem Felsbrocken saß eine kleine Gestalt, die großen Augen weit geöffnet und mit starrem Blick in den endlosen Nachthimmel. Der zarte Körper war stumm, ohne eine einzige Bewegung.
Nicht einmal atmen sah man sie. In ihren langen, silbrig glänzenden Haaren spielte der sanfte Mitternachtswind und bauschte ihr weißes Kleidchen auf…
So saß diese Gestalt regungslos auf dem Felsen, die Knie an den schmalen Körper gezogen und mit den Armen auf das alte Gestein gestützt.
Von irgendwo her ertönte leise, fast unhörbar, Musik in ihrem Kopf. Spielte der Wind diese traurig schöne Weise?
Wie Wassertropfen perlten die Töne durch den Geist des Wesens, fielen mit klingenden Geräuschen tief in ihre Erinnerung hinein.
Zuerst abgewiesen sammelten sie sich auf der Oberfläche ihres Denkens, wartend… lauernd.
Das kleine Wesen auf den Stein schloss die Augen. Tauchte ein in den Strudel aus Klängen,
ließ sich fallen, tragen… im Rhythmus der Melodie.
Und erinnerte sich.
Immer und immer wieder, bis nichts mehr übrig war, bis es nichts weiter gab, als Vergessen.
Mit jedem verzweifelten Gedanken fiel die Seele des Mädchens tiefer und zog sich aus dem Körper zurück.
Ihre Glieder erkalteten, wurden dunkel und erstarrten…
Bis sie schließlich ganz so war, wie der Felsen auf dem sie saß.
Stein.
Ein Relikt vergangener Erinnerungen.
Die Sterne waren bereits untergegangen, nur der Mond kämpfte noch tapfer um den letzten Rest der Dunkelheit.
Doch auch er würde weichen müssen, wenn die Morgenröte die Sonne rief.
Nebel wallte in Wellen über die Lichtung und kräuselte sich am Rand des Waldes. Wie Wasser schlug er gegen den Felsen,
auf dem immer noch die kleine Gestalt saß, reglos wartend, gefangen in einem Kleid aus Stein.
Tautropfen glitzerten schillernd auf tausenden von Blättern und Gräsern in Erwartung des neuen Tages.
Der Himmel leuchtete jetzt in brennendem Rot.
Dann ging die Sonne auf und kitzelte, tief im Inneren des Steins, eine verborgene Sehnsucht wach.
Dies ist die Geburtsstunde von Vhaleri - meiner kleinen Dämonenlady. Und mit klein meine ich wirklich klein - sie hat in etwa die Größe eines Grundschulkindes. Ihre Seele ist allerdings schon mehrere tausend Jahre alt. Wie alt genau weiß keiner, sie selbst hat sie nie gezählt.


Vhaleri lebt nicht wirklich, denn sie ist ein Dämon - die fleischgewordene schmerzliche Erinnerung.
Sie enstand aus einem Menschen mit reinem Herzen, der zum ersten Mal Verlust gespürt hat und daran zugrunde
gegangen ist.
Als Dämonin ist sie ein Wesen der Nacht - sie hasst die Sonne, denn sie bereitet ihr Schmerzen. Trotzdem wünscht sie sich nichts mehr als
einmal einen Tag erleben zu können.
Ihr Aussehen:

Bilder von mir für Vhaleri
Alle Bilder sind verkleinert dargestellt! Zum Vergrößern in die Aktionsleiste ziehen.
Collaboration mit zanadik - Skizze von mir, Colo von zanadik =)

Fanart für Vhaleri
von dinalea (wow - das Bild ist traumhaft! O.O vielen Dank!):

von dog_zomb (einfach nur toll! *-*):

von namina (ich bin hin und weg! ^^):

von jacky-tatze-1 (wow - so dynamisch! =) ):
ein Knuddel-Chibi von meiner doggüüü ^^:

ein wahnsinning tolles Bild von sonnychen1996:
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