.. they are out of your class
I'll wait till you get beside me, trying to pass
let you hear my thunder when I step on your love
next thing you know, your heart is finishing last
your heart will be fired
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Du fröstelst und wunderst dich, wie kalt die Wüste nachts sein kann. Die Dünen, die am Tag in der Sonne glühen, wirken nachts im Mondschein fast wie Eisberge. Und wo am Tag geschäftiges Treiben herrscht, ist es nachts totenstill.
Du gehst ein bißchen schneller. Irgendwie ist dir die Wüste bei Nacht nicht ganz geheuer. überhaupt sollte man zu dieser Zeit einfach besser die Stadt nicht mehr verlassen. Doch du mußt nach Hause, und der kürzeste Weg führt nun mal über die Dünen.
Du schreckst aus deinen Gedanken hoch, als du ein leises Rauschen hörst. Deine Augen folgen dem Geräusch und du glaubst, in der Ferne etwas flackern zu sehen. Es kommt näher, und dich beschleicht ein beunruhigender Gedanke. Du hast davon gehört, von der Legende dieses mächtigen Hengstes, der sich des Nachts in der Wüste herumtreibt und den keiner je gesehen hat. Jeder erzählt nur von einem dunklen Wesen mit brennenden Hufen, das keine Ruhe findet.
Das Rauschen ist verklungen und auch das Flackern ist nirgends mehr zu sehen. Vielleicht hast du dir alles nur eingebildet, wenn dem so ist, umso besser. Du drehst dich herum, um schnellstmöglich nach Hause zu gehen, und als du über die Düne kommst, schaust du in ein Paar durchdringende, rotglühende Augen.
Dein erster Gedanke ist, auf der Stelle kehrtzumachen und loszulaufen, doch jeder Mensch weiß, daß der Sand unter den Füßen nachgibt und rennen keinen Sinn macht. Also bleibst du stehen, schaust weiter in die roten Augen und hoffst, daß was immer das auch sein mag, es nicht deine Angst riechen kann.
Wer.. wer ist da?, fragst du leise. Deine Stimme zittert. Es kommt keine Antwort, nur ein scharfes Schnauben, als die Gestalt aus dem Schatten der Pyramide heraustritt. Im Licht des Mondes erkennst du, was vor dir steht. Es ist der Hengst, von dem die Leute erzählen, und sein Anblick ist schauerlicher, als es je ein Mensch beschreiben könnte. Seine Flügel sind zerfetzt, bloße Knochen stehen hervor und an manchen Stellen seines Körpers verdecken schmutzige Bandagen seine blutigen Wunden. Auf seiner Stirn blitzt ein spitzes Horn, mit dem du lieber keine nähere Bekanntschaft machen willst. Um seine Hufe lodern leise die Flammen, deren Flackern du gesehen hast. Plötzlich ist dir nicht mehr kalt, eine unglaubliche Hitze geht von dem Pferd aus.
Was ist, bist du so entsetzt, daß es dir die Sprache verschlagen hat??
Du zuckst zusammen unter seiner donnernden Stimme.
Was tust du hier? Haben deine Eltern dich nie davor gewarnt, nach Sonnenuntergang in die offene Wüste zu laufen?
Du ignorierst seine Fragen, deine Neugierde ist stärker als die Angst.
Bist du das Nachtroß, von dem sich alle erzählen?
Wütend leuchten seine Augen auf.
Wer zum Teufel sollte ich sonst sein?! Sehe ich aus wie Prinzessin Lillifee??N..nein.Na also. Und jetzt laß mich allein, verschwinde aus meiner Wüste!
Der Hengst dreht sich um und läuft zurück in Richtung der Pyramiden. Trotz seiner grausamen Erscheinung hat er etwas Anmutiges und Schönes. Du nimmst all deinen Mut zusammen und rufst ihm hinterher.
Hast du einen Namen?
Er bleibt stehen, ohne sich nach dir umzuschauen.
Ich hatte einen Namen. Nun brauche ich ihn nicht mehr, denn es gibt niemanden mehr, der ihn rufen wollte, sagt er abweisend und geht weiter.
Warte!
Wieder bleibt er stehen, jedoch nicht ohne seinem Unmut mit einem abfälligen Schnauben kundzutun. Er dreht den Kopf zu dir, und wieder siehst du in seine glühenden Augen.
Mein Name ist Thavalon, sagt er.
Bist du nun zufrieden?
Seine Augen flackern und unwillkürlich gehst du einen Schritt zurück. Er wendet sich ab und geht weiter seiner Wege.
Das ist ein wunderschöner Name.. Thavalon.
Der Hengst wirbelt herum, stürmt auf dich zu und sein Horn kommt deinem Gesicht gefährlich nahe, als er eindringlich seine Stimme senkt.
Sprich meinen Namen nicht aus!
Du streckst langsam deine Hand aus und berührst seinen Hals. Sein Fell ist struppig und versengt, und du spürst die Muskeln, mit denen er dich ohne weiteres mit einem Hieb wegschleudern könnte.
Faß mich nicht an!!, schreit er, erhebt sich auf die Hinterbeine und flüchtet in das Dunkel der Nacht. Doch das Feuer seiner Hufe verrät seine Richtung.
* * *
Nach fast zwei Stunden hast du ihn endlich eingeholt. Er steht am Fluß und trinkt. Er entdeckt dich, noch bevor du ihn ansprechen kannst, und sein Kopf schnellt in die Höhe.
Ich kann nicht glauben, daß du mir gefolgt bist! Die Menschen flüchten vor mir, sie folgen mir nicht!Die Menschen fürchten dich.Ich weiß. Anscheinend bist du anders. Du bist mutig.
Er schaut dich an, und du bildest dir ein, daß die Hitze seiner Augen einer gewissen Wärme gewichen ist.
Was willst du von mir?Man erzählt sich Geschichten von dir. Ich will wissen, ob sie wahr sind.Wieso interessiert dich das?Ich will wissen, was dir widerfahren ist, was dich so zugerichtet hat. Du mußt einmal sehr schön gewesen sein.
Der Hengst lacht bitter.
So, glaubst du? Nun, du hast recht. Einst war ich schön. Das ist lange her, zu einer Zeit, als ich noch wußte, was Liebe ist.
Er macht eine Pause und sieht dich an.
Es ist eine lange und keine besonders schöne Geschichte, bist du sicher, daß du sie hören willst?
Ich lauf dir nicht quer durch die Wüste hinterher, nur weil ich gern nachts spazierengehe.
Deine Angst vor ihm ist wie weggeblasen. Du weißt nicht wieso, aber er übt eine magische Anziehungskraft auf dich aus. Irgendwo unter all den Wunden, den Knochen und Bandagen und dem verbrannten Fell schlägt ein Herz, dessen bist du dir sicher.
Nun gut. Dann setz dich. Hör mir zu und unterbrich mich nicht. Denn in einer Sache kannst du deinen Menschen Glauben schenken: ich bin alles andere als freundlich, schon gar nicht zu Menschen. Und ich mag es nicht, wenn man mich unterbricht!
Der Hengst hebt seinen Blick und beginnt zu reden.
* * *
Vor vielen, sehr vielen Jahren war ich ein stolzer, unbekümmerter und sehr schöner junger Hengst. Mein Fell war kohlrabenschwarz und schimmerte in der Sonne, meine Mähne war seidig und flog im Wind. Ich verbrachte meine Tage damit, durch Neopia zu streifen, sei es im Galopp oder im Flug, und ich kannte keine Sorgen. Die ganze Welt war für mich voller Glück, Neopias Wiesen sind saftig und das Wasser der Flüsse klar und frisch. Ich hatte mich zusammengetan mit anderen jungen Hengsten, und wir hatten immer viel Spaß daran, um die Wette zu laufen, Kuhherden aufzuscheuchen und nach Stuten zu schnuppern.
Eines Tages traf ich eine wunderschöne, junge Stute. Ihr Name war Phoeve und sie war von einer göttlichen Anmut. Sie sah aus, als sei sie aus purem Silber, ihre Stimme war eine Melodie und keine andere Stute konnte so die Mähne schütteln wie sie. Von da an war ich jede freie Minute bei ihr, niemals ließ ich sie aus den Augen und niemals gestattete ich anderen Hengsten, sie auch nur anzusehen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wich ich ihr nicht von der Seite. Und wenn die Dämmerung hereinbrach, pflegte sie sich zurückzuziehen.
Meine Freunde warnten mich vor ihr. Man erzähle sich, sagten sie, daß Phoeve weder jung noch schön war. Das alles sei nur Schein, und sie erkaufe sich ihre ewige Jugend und Schönheit mit den Seelen der Hengste, die ihr verfallen waren.
Ich konnte darüber nur lachen und erzählte Phoeve eines Abends davon. Wir lagen am Ufer eines Flusses und die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen. Sie lächelte nur, stand auf und meinte:
Du darfst nicht alles glauben, was man dir erzählt, Thavalon. Und jetzt geh nach Hause. Sie drehte sich um und trabte davon. Doch ich lief ihr nach, ich wollte nicht, daß sie schon geht. Wieder sagte sie, ich solle nach Hause gehen, und in ihrer Stimme schwang ein Unterton, den ich nicht von ihr kannte.
Und als das letzte Licht mit der Sonne unterging, funkelten ihre Augen, ihr schönes Gesicht verzerrte sich, ihr silbernes Fell wich einem dunklen, struppigen Haarkleid. Ich starrte sie entsetzt an und wußte, meine Freunde hatten recht gehabt. Ich bekam Angst, ging ein paar Schritte rückwärts, drehte mich schließlich um und lief, so schnell mich meine Hufe tragen konnten. Ich hörte, wie sie hinter mir herschrie:
Ich verfluche dich! Du wirst niemandem die Wahrheit über mich erzählen! Du sollst nie wieder die Sonne sehen, und niemanden, dem du von mir erzählen kannst!
Ich war sehr verstört, und sehr traurig, hatte ich doch meine wundervolle Freundin verloren und mit ihr die Illusion, ihr Herz sei rein gewesen. Doch ich glaubte nicht an einen Fluch. Bis zum nächsten Morgen.
Ich wachte auf und hoffte, alles sei nur ein schlechter Traum gewesen. Ich stand auf und wollte hinaus, um am Brunnen in Quasala meinen Durst zu löschen. Doch als ich hinaustrat, und der erste Sonnenstrahl mich traf, spürte ich einen stechenden Schmerz in den Augen. Sie verglühten, meine Flügel gingen in Flammen auf . Die Sonne brannte sich in mein Fell und in mein Fleisch.
Ich flüchtete zurück in meine Hütte, die mein einziger Schutz war vor der gleißenden Sonne. Erst abends, als es dunkel wurde, traute ich mich heraus, um endlich zu trinken. In dieser Nacht wanderte ich über die Dünen, die kalte Luft linderte meine Schmerzen. Und bis heute hat sich daran nichts geändert. Nur den Schmerz, der sich in meine Seele gebrannt hat, kann nichtmal die kühlste Nacht lindern.
* * *
Du schaust ihn an und suchst in seinem Gesicht nach einer Regung.
Was ist aus Phoeve geworden?Sie lebt, doch die Wirklichkeit hat sie eingeholt. Nichts von ihrer Jugend ist noch übrig, und man muß schon sehr genau hinsehen, um zu erahnen, wie schön sie einmal war. Heute lebt sie in den Bergen von Shenkuu, wo sie niemand kennt.
Thavalon wendet sich ab, er scheint erschöpft. Er senkt den Kopf, um zu trinken. Du stehst auf und gehst langsam zu ihm hin. Wieder streckst du die Hand nach ihm aus, nur bist du dieses Mal darauf gefaßt, daß er herumwirbelt oder sich aufbäumt. Doch er tut nichts dergleichen, er hebt seinen Kopf und sieht dich an. Deine Finger gleiten langsam über seine weichen Nüstern, und mit einem leisen Schnauben schließt Thavalon die Augen.
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Name: Thavalon
Nick: Thava
Geschlecht: männlich
Geburtstag: 24. Juli
Alter: so alt wie die Zeit
Element: Feuer
Spezies: Vollblut
Farbe: verbrannt
Abzeichen: bloße Knochen sind keine Abzeichen
Augen: blutrot
Schmuck: schon lange verglüht
Heimat: Wüste
Größe: 1,60 Stockmaß
Gewicht: 60 Kilo

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