Siskal **

Willkommen

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start


Vorsichtig betrittst du einen Raum und schaust dich um. Du hast nicht das Gefühl, dass man dich anspringen wird, wenn du einen Schritt hineingehst, also wagst du es und ziehst die Türe hinter dir zu, wenn du dir auch nicht so ganz sicher bist, warum du das tust.

Oh, hallo.
Ich habe dich nicht kommen gehört.

Du entdeckst einen Eyrie, den du vorhin nicht gesehen hast, und schaust ihn dementsprechend überrascht an, worauf er dich freundlich anlächelt.

Freut mich, dass jemand hergefunden hat.
es stört dich doch nicht, wenn ich du sage? Jedenfalls: Willkommen auf meiner Petpage! Ich bin Siskal, ein stolzer Feuer Eyrie. Zwar hat man mir auch schon gesagt, noch schlimmer hätte ich mich im Farbwunsch gar nicht vertun können und ich wäre wohl noch besser aufgehoben als unsichtbarer Eyrie... *hüstel*
...aber das interessiert uns jetzt ja nicht.

Wie du siehst, habe ich hier ein Fleckchen ganz für mich allein, auch wenn es nicht sehr gross ist, aber mehr als einen Kaffeetisch brauche ich hier auch nicht.

Du bist vermutlich hier, um etwas über mich zu erfahren, richtig?
Es stört dich doch wohl hoffenlich nicht, wenn ich dich jetzt etwas zutexte… Ich erzähle dir gerne etwas von mir. Rechts siehst du meinen Steckbrief, falls du dir ein Bild von mir machen möchtest, bevor ich anfange.
Setz dich hin, such dir einen Sitzplatz aus… auf/unter/neben dem Stuhl, such dir das aus, was deinen Gewohnheiten entspricht.
An den Keksen darfst du dich übrigens ruhig bedienen, dazu sind sie schliesslich da… brauchst du noch ein Kissen? Nein? Dann werde ich mal anfangen:

Überblick


Hanranya #1
August 08

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Silberhauch


Silberhauch ist eine maraquanische Draik-Dame.
Leider darf ich über unser erstes Treffen nicht besonders viel erzählen, da das kurz vor dem Krieg zwischen Maraqua und den Piraten stattfand und ich mir das Versprechen habe abnehmen lassen, nichts zu erzählen.

Durch Unerfahrenheit habe ich als junges Eyrie einen ziemlich blöden Fehler gemacht. Ich wollte von der Mysterium Insel, wo ich ausgeschlüpft bin, quer über das Meer fliegen, wobei ich keine Ahnung hatte, wie weit ich da fliegen muss, und so strandete ich in Maraqua. Das war zu der Zeit, in der der Rest Neopias keine Ahnung hatte, dass die Maraquaner ihre Stadt wieder aufbauten und es auch versuchten, möglichst geheim zu halten.

Ich konnte nur durch Silberhauchs Hilfe vom Ertrinken gerettet werden, und durch Magie wurde es mir ermöglicht, unter Wasser zu Atmen, solange ich mich in Maraqua befand. Damals lernte ich die Maraquaner und ihre Stadt aufrichtig zu schätzen. Ungefähr einen Monat lebte ich quasi mit Silberhauch da unten, und auch sie wurde für mich eine wichtige Freundin.

Silberhauch sagt immer geradeheraus ihre Meinung und ihre Handlungen sind oftmals schwer einzuschätzen bis absolut unberechenbar, doch sie meint es nie böse und hat mir immer eine Hand, ähm, eine Flosse gereicht, wenn ich sie brauchte.


Doch das konnte wohl nicht ewig so gehen. Ich bekam Heimweh, ich hatte Sehnsucht danach, über den Wolken zu segeln und richtige Luft zu atmen. Silberhauch setzte mich auf einem Floss auf dem Meer aus, mit der Anweisung, auf den Bananendampfer zu warten, der bald vorbeikommen würde.

Nun, auf dem Schiff wurde ich schrecklich seekrank, ich konnte kaum eine Nacht durchschlafen, meine Kabine war mehr als klein, das Trinkwasser salzig und es gab praktisch nur Zwieback zu essen. Dennoch landete ich nach ein paar Tagen mehr oder weniger unbeschadet in Zentral Neopia, wo ich siski über den Weg lief.

Und was Silberhauch angeht…
Ihre Heimat ist nach wie vor in Maraqua und wir sehen uns nur sehr, sehr selten. Es gibt Momente, in denen ich sie und Maraqua schrecklich vermisse. Das ist der Grund, weswegen ich täglich fischen gehe und hoffe, dabei meiner Freundin zu begegnen.

Für eine wirklich enge Freundschaft sind wir zu weit voneinander entfernt, und Maraqua ist schön, auf Dauer aber nichts für mich. Es wird wohl auch dabei bleiben.

Der Eyrie fixierte seinen Tee, als würde er hoffen, etwas darin zu sehen.
Du denkst dir, dass er wohl gerade an seine maraquanische Freundin denkt, aber im nächsten Moment schaut er schon wieder auf und lächelt dich an, wenn auch etwas gezwungen.


Entschuldige, ich war kurz in Gedanken…

_DayDreamy_


Nach einer Weile, ich war ungefähr schon 11 Monate bei siski123, kam _DayDreamy_ , die gelbe Xweetok, dazu. Zuerst war ich nicht sehr zugetan, vielleicht sogar ein wenig eifersüchtig, ich geb's ja zu. Jedoch hatte _DayDreamy_, kurz DD genannt, einen Charme, welchem ich mich nicht entziehen konnte – bald hatte sie mich von sich überzeugt, und richtig böse konnte ich sowieso nie auf sie sein. Zwar falle ich immer wieder auf ihre nicht ganz ernstgemeinten Aussagen rein, aber das ist eine Kleinigkeit, die beinahe zur Gewohnheit wurde und uns eher noch etwas zusammenschweisst. Nebenbei liebt sie es, mich reinzulegen. Du kannst sie auch gerne besuchen, lass dich einfach nicht von der Begrüssung abschrecken...

Hanranya


Hanranya kenne ich mittlerweile schon ziemlich lange, und sie behandelt mich immer noch ziemlich abweisend. siski hat mal gesagt, ich hätte ein Faible für Pets mit schwierigem Charakter, da ich glaube, dass in jedem etwas Gutes steckt, und schwierige Charaktere sind nur Auswüchse von schlechten Erfahrungen jeglicher Art…
Nun, sie hat ziemlich genau ins Schwarze getroffen. Und immerhin mag Hanranya meine Kekse, auch wenn sie es immer noch nicht direkt zugeben will, da ist sie ziemlich stur.

Lass mich von unserem ersten Treffen erzählen… das war am 23.4.2006…



23.4.06 Nachmittag, Besuch von Hanranya


siski hat für heute Besuch für mich angekündigt... Ich laufe im Zimmer auf und ab, blicke immer wieder auf die Uhr, registriere die bisher noch als elegant durchgehende Verspätung des angekündigten Gastes, was mich noch nervöser macht, und versuche, nicht ungeduldig zu werden...
Das Läuten an der Tür habe ich zwar erwartet, dennoch zucke ich erschrocken zusammen, und kurz bevor ich beim Türknauf angekommen bin, stosse ich die Luft aus meinen Lungen, die ich bis zu diesem Moment angehalten hatte. Erst dann mache ich die letzten Schritte auf die Tür zu und ziehe sie beinahe etwas vorsichtig auf. "Hallo." sage ich und lächle die grüne Ixi, die vor mir steht, an. "Komm doch rein."
Ausser ein knurrendes Hallo hat Hanranya, so heisst die Ixi, noch nichts von sich gegeben. Ihre mürrische Laune macht es mir nicht einfach, mich in meinen eigenen vier Wänden zu entspannen. Ich springe beinahe im Dreieck herum, nur um meinem Gast etwas anzubieten. "Hier", sage ich bloss etwas einsilbig, ärgere mich im nächsten Moment über diese – meine etwas unhöfliche Aussage – und drücke ihr eine Teetasse in die Hufe. Hanranya schweigt immer noch. Worüber redet man mit solch einem Gast?
Ich sage halblaut, um das angebrochene Schweigen zu unterbrechen, dass siski mir schon viel von ihr erzählt habe. Hanranya sieht kurz auf und ich sehe den abweisenden, einschüchternden Blick auf ihrem Gesicht. Ich drücke meinem Gast einen meiner Keksen in die Hufe, eigentlich nur, um diesem Blick ausweichen zu können, und lächle ihr zu, darauf bedacht, keine unnötige Bewegung zu machen – beinahe, als würde ich einem wilden, gefährlichen Tier meine Kekse anbieten und fürchten, es würde mich im nächsten Moment anspringen.


Ich räuspere mich. "Du willst Mutanten Draik werden?" frage ich neugierig, spiele damit schon meinen ersten (und letzten) Joker punkto Gesprächsthema aus und bete dafür, sie möge mir zumindest antworten. Hanranya, die den Keks misstrauisch hin und her wiegt, als würde sie damit rechnen, tot umzufallen sobald sie davon abgebissen hat, sieht auf und knurrt kurz und abweisend: "Ja." Ich lasse mich davon nicht abschrecken und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie mir wohl nicht den Kopf abreissen wird, frage ich weiter Löcher in ihren Bauch: "Wo hast du vorher gelebt? Ach ja, wie schmecken dir die Kekse? Die hab ich selbst gebacken." Ich kann es mir nicht verkneifen dabei ein wenig stolz zu klingen. Hanranya antwortet: "An verschiedenen Orten..." schiebt sich den Keks in den Mund und beginnt vorsichtig zu kauen. Anscheinend schmeckt es ihr, sie schnappt sich gleich den nächsten Keks. Ich frage weiter: "Was meinst du mit: An verschiedenen Orten?" Klar, dass ich darauf herumreite – es ist schwer, mit diesem Ixi ein Gespräch zu beginnen. Hanranya schaut mich lange schweigend an, schluckt den Keks hinunter und meint: "Ich glaube nicht, dass dir dies gefallen wird..." doch genau damit hat die grüne Ixi meine Neugier endgültig geweckt. Das hört sich nach einer spannenden Geschichte an... und ich liebe Geschichten! "Erzähl es mir trotzdem", bitte ich sie, nun lasse ich sie nicht mehr aus den Augen und folge jeder ihrer Bewegungen.
Hanranya sträubt sich zwar zuerst, aber schlussendlich, ich habe den Verdacht, nur damit sie mir wenigstens eine Zeit lang den Schnabel stopfen kann, wischt sich vorsichtig die krümelbedeckte Schnauze ab und beginnt zu erzählen: "Zuerst habe ich in Meridell gewohnt, aber..." (siehe Hanranyas PP) Es dauerte ziemlich lange, bis sie fertig ist, vor allem, weil ich sie immer wieder unterbreche, worauf sie jeweils eine Pause einlegt, um mich mit kritisch-genervten bis tödlichen Blicken zu durchbohren, aber sie sagt nichts und ich frage weiter. Der Keksteller ist leer, als sie geendet hat, und ich habe das Gefühl, mein Gast hat sich entspannt, jedenfalls guckt sie mich nicht mehr so feindselig an. "Die Kekse sind nicht schlecht" erwähnt Hanranya beiläufig. Sofort springe ich auf "Soll ich noch mehr holen?" - "Nein." Ihre Antwort fiel ziemlich kühl aus, unsicher setze ich mich wieder neben sie. Als ich sie ansehe, zucken ihre Mundwinkel, als würde sie beinahe lächeln wollen, verbannt die Regung aber gleich wieder von ihrem Gesicht, so dass ich mir nicht sicher bin, ob ich es mir wohl nur eingebildet habe. Halb aus Verzweiflung, halb weil ich ihr gerne noch etwas von meinem Reich zeigen würde, schlage ich vor: "Hast du Lust mit mir in den Garten zu setzen? Ist zwar noch keine Bank da, aber im Gras ist es auch schön." Hanranya ist einverstanden, wir gehen zusammen raus und ich zeige ihr verschiedene Dinge, ein zwitscherndes Vögelchen und ein paar hübsche Blumen... Ich glaube, dass Hanranya nicht wirklich viel damit anfangen konnte, doch sie lässt sich wenig anmerken und lauscht aufmerksam. Schliesslich gehen wir zusammen zurück ins Haus. Ich frage Hanranya höflich, ob sie noch mehr Tee möchte. Sie verneint. Nun erzähle ich Hanranya meine Geschichte, von Silberhauch und Maraqua. Auch zeige ich Hanranya ein Bild von Silberhauch. "Du bist jetzt schon der zweite Draik, den ich kennen lerne", erwähne ich beiläufig. Hanranya zeigt kaum eine Regung im Gesicht, was mich schnell verstummen lässt. Ob ich nun was Blödes gesagt habe? Ich lasse das Thema ruhen, Hanranya erzählt von ihrem Wunsch, ein Mutanten Draik zu werden, und fragt mich dann, ob ich auch eine Traumaussehen hätte. Sofort beginne ich zu schwärmen von meinem zukünftigen Feuer-Look. "Tja, das wär's auch schon." sage ich, als ich mit schwärmen fertig bin, stelle meine Teetasse ab und lächle Hanranya beinahe ein wenig schief an. Hanranya sagt wieder nichts, sie lächelt auch nicht zurück, dennoch habe ich nicht mehr das Gefühl, dass ich von ihr zurückgestossen werde. "Weißt du, eigentlich sind Draiks die einzigen Mutanten, die ich mag." sage ich dann ein wenig verlegen. "Ach" erwidert Hanranya, ich blinzle sie an, kann aber wieder nicht wirklich erkennen, was in ihr vorgeht. Hanranya greift nach dem Tee und schenkt sich nach. Sie scheint in Gedanken versunken zu sein und trinkt langsam aus. Ich versuche zu erraten, was sie gerade denkt, werde aber einfach nicht schlau aus ihrem Gesichtsausdruck. Plötzlich setzt sie die Teetasse ab und meint: "Ich muss jetzt gehen, ich habe noch eine Verabredung in der Zitadelle." Ich bin überrascht und in mir regen sich gemischte Gefühle. Einerseits hätte ich gern noch ein wenig mit ihr geplaudert, andererseits schien es mir, als hätte ich schon alles gesagt. Ein merkwürdiges Gefühl. Ich verabschiede mich freundlich von ihr und bringe sie zur Tür. Zögernd dankt Hanranya für den Tee. Ich drücke ihr noch eine Schachtel Kekse in die Hand, ich würde sie zwar gerne zum Abschied drücken, aber ich verkneife es mir, und dann sehe ich nur noch, wie sie schnell um die Ecke verschwindet und grüble über diesen - doch ein wenig merkwürdigen - Besuch nach. Schulterzuckend schliesse ich die Tür und verschwinde dann im Haus. Nachdenklich lasse ich mich auf das Sofa fallen und schaue durchs Fenster.

Irgendwie... irgendwie hätte ich sie gerne noch etwas länger hiergehabt.

Dreams come true


25.4.06

+ =
Sieht das nicht unglaublich gut aus?

6:10am (NSZ)

August 08


Diesen Monat ist so einiges passiert. Ich habe Hanranya Kekse gebracht... nun, man kann sich vorstellen, wie sie reagiert hat, und wenn nicht, dann kann man das gerne auf ihrer Page nachlesen. Von der Erfüllung ihres Traums scheint sie noch meilenweit entfernt, und dementsprechend schlecht gelaunt präsentiert sie sich auch.

Dann wurde DD zu einem Gespenst, und darin sieht sie persönlich nur Vorteile. Typisch!
Wer sich noch traut, darf gerne ihren Raum betreten gehen.

UND... ich habe Singline kennen gelernt, ein Feuer Eyrie wie ich einer bin.
Unser Treffen war nicht gerade sehr wortreich, aber ich denke, man darf uns als Freunde bezeichnen. Ich weiss nicht warum, aber ich mag ihn. Das ist keine Beleidigung, er fasziniert mich, und wie er mich behandelt hat, hat mir nicht immer gefallen, und trotzdem... hmm, schwierig zu erklären. Zumindest war es ein schönes Treffen. Etwas eigentümlich, und garantiert nicht der Ort und der Zeitpunkt, den ich mir ausgesucht hätte, aber lest selbst...

Es war eine sehr windige Nacht, und ich verfluchte die Tatsache mehrmals, dass ich mir ausgerechnet SO EINEN Abend ausgesucht hatte, um in der Dunkelheit einen Ausflug in den Gespensterwald zu machen. Mir gefiel das Wetter nicht, und mir gefiel nicht, dass ich mich spätabends hier herumtrieb. Um mich herum war es stockfinster und ich konnte kaum die Äste und Gebüsche in meiner Nähe erkennen. Ich selbst musste in dieser Dunkelheit wirken wie ein fehlplatzierter Leuchtturm… AUTSCH! Schon hatte ich meinen Kopf wiederholt auf schmerzhafteste Weise gegen einen ziemlich dicken Baumstamm gerammt. Ich nutzte den Moment, um mich hinzusetzen und leise jammernd und schimpfend meinen brummenden Kopf zu reiben. Als ich damit fertig war, mich selbst zu bemitleiden, kam ich zum Schluss, dass ich meine Taktik ändern musste. Es nützte mir nicht viel, halb blind durch einen dunklen Wald zu stolpern. Ich spitzte meine Ohren, versuchte, irgendetwas hören zu können, an dem ich mich hätte orientieren können. Tagsüber wäre es ein leichtes, blind den verlassenen Rummelplatz zu finden, bei dem ganzen Gelärme, aber um diese Uhrzeit schienen sogar die Gespenster zu schlafen. Seufzend gab ich auf und tastete mich weiter durch das Gehölze.

Wie schön, dass ich über dem Gedanken, dass es wohl zu auffällig wäre, den Vorschlag, zum Rummelplatz zu fliegen, glatt abgelehnt habe. Nun wünschte ich mir, ich hätte es trotzdem getan, aber was will man – Risiko ist eben so gar nicht mein Fall. Irgendwann entdeckte ich ein entfernt schimmerndes Licht durch das dichte Gehölze, endlich, ein Wegweiser. Ich stürmte auf das Licht los, verdrängte anscheinend, wo ich mich befand, und stiess mit dem nächsten Baum zusammen, der ein leise heulendes Geräusch von sich gab. Ich ignorierte den klagenden Baum, dennoch hatte mich der Zusammenstoss wieder etwas auf den Boden zurückgeholt und ich tastete mich wieder etwas vorsichtiger durch den Wald, immer das Licht vor Augen, das langsam aber sicher heller wurde. Schliesslich konnte ich das Feuer sehen, stolperte aus dem Geäst heraus, und entdeckte zu meiner Überraschung, dass ich tatsächlich auf dem Rummelplatz gelandet waren. Die meisten Stände waren schon verdunkelt, die Letzten löschten gerade ihre Lichter. Vor mir brannte ein helles Feuer, es flackerte wie wild durch den Wind, der immer von neuem durch den Wald heulte.

Singline sass auf der anderen Seite des Feuers und musterte mich ausdruckslos. Kaum hatte ich zum Sprechen angesetzt, schnitt mir der Eyrie auf der anderen Seite schon das Wort ab: "Wie siehst DU denn aus?!" Was? Einen Moment war ich verdattert genug, um ihn einfach verblüfft anzuschauen. Dann blickte ich an mir herunter. Mein Fell war zerzaust, kleine Äste und Blätter hatten sich darin und in meinen Flügeln verfangen. Okay, so würde ich wohl kaum aus dem Haus gehen. "Bist du etwa durch den Wald gekrochen? Wie tief kann man sinken? Und vor allem, wofür hast du deine Flügel?" Sein etwas schnippischer Unterton entging mir nicht, doch mir fehlten die Worte. Was sollte ich darauf schon sagen? Ich selbst wusste ja, dass ich ein katastrophales Bild abgab. Stattdessen lächelte ich ein schiefes Lächeln. "Hallo Singline." Er blickte mir wieder in die Augen, nachdem er mich wieder ausgiebig von den Ohrenspitzen bis zu den Pfoten gemustert hatte. Singline antwortete zwar nicht, doch erhob sich, lief um das Feuer herum, um sich neben mir niederzulassen. "So kannst du dich hier doch nicht blicken lassen", flüsterte er nur, mit einem etwas zischenden Unterton. "Normalerweise lasse ich mich nirgendwo so blicken", antwortete ich, in normaler Lautstärke, doch beinahe etwas gekränkt.

Normalerweise musste ich mir solche Dinge nicht anhören, ich war eitel genug, um mich regelmässig so herzurichten, dass es an mir nichts zu meckern gab. Singline derweil sah mich bloss mit hochgezogenen Augenbrauen an, als wollte er sagen, dass das keinerlei Entschuldigung sei und begann seufzend die Blätter und Äste aus meinem Fell zu pflücken. Diese Geste überraschte mich nun doch etwas. Als er mit dem Ergebnis einigermassen zufrieden war, rückte er wieder etwas vor mir ab und setzte sich, seinen Blick auf das Feuer gerichtet, wieder hin. Ich ertappte mich dabei, wie ich ihn anstarrte (hey, immerhin sah er mir wirklich ziemlich ähnlich), richtete meinen Blick auf das flackernde Feuer und dann wieder auf Singline. "Danke", meinte ich schlicht, die Überraschung war meiner Stimme anzuhören, aber mein Lächeln war ehrlich. Ich erinnerte mich nicht daran, dass jemand je sowas ähnliches für mich gemacht hatte, in der Regel kümmerte ich mich aus Prinzip selbst um mein Fell. "Irgendwer musste es tun", antwortete Singline spöttelnd, und starrte ins Feuer. Ich tat es ihm gleich, beobachtete die Flamme, wie sie im Wind zu tanzen schien.

Die Stimmung hatte etwas Eigentümliches an sich, dennoch genoss ich die Situation. Ich legte mich hin, machte es mir auf dem kühlen Boden bequem, nahe genug am Feuer, um nicht kalt und nicht heiss zu bekommen. Singline warf mir einen Seitenblick zu, ein wenig von oben herab, aber ich beschloss, mir das nicht zu Herzen zu nehmen – es schien immerhin seine Art zu sein. "Bist du jeden Abend hier?", fragte ich ihn. Neugierig wie ich war, wollte ich jetzt etwas über meinen Gegenüber erfahren. "Ja", antwortete Singline einsilbig, warf dann einen Blick auf mich, wie ich ihn (nach wie vor neugierig auf alles, was er zu sagen hatte) anblickte und seufzte, bevor er weiterredete. "Ich bin gerne hier. Am Feuer sitzen und zuzusehen, wie das Treiben nachts abschwächt und schliesslich ganz erlischt… ich geniesse es nun mal. Ausserdem…" Ganz plötzlich brach er ab, ich warf ihm einen verwunderten Seitenblick zu. Er starrte ins Feuer, mit den Gedanken offensichtlich ganz woanders. Ich weiss nicht, was war, aber ich KONNTE nicht weiterfragen. Irgendwie wirkte er plötzlich nachdenklich, und ich hatte genug Feingefühl, um zu spüren, dass weiterfragen ein Fehler wäre.

Ich bettete meinen Kopf auf meine Vorderpfoten und blickte ins Feuer. "Bist du müde?", fragte Singline nach dem offensichtlichen, als wolle er mich verspotten. "Etwas", gab ich zu. "Der Weg hierher war ziemlich ermüdend für mich." Auch wenn ich ihn nicht ansah, erahnte ich das etwas herablassende Lächeln auf Singlines Gesicht. "Nimm nächstes Mal den Luftweg", schlug er vor, nicht ohne den spöttischen Unterton aus seiner Stimme zu verbannen, doch ich war schon zu müde, um weiter darauf einzugehen. Ich war auch schon zu müde, um das "nächste Mal" in seinem Satz und seine Bedeutung zu realisieren. Alles, was ich darauf murmelte, war ein: "Mach ich." Wärend ich schon langsam weggedämmerte, registrierte ich noch, wie Singline begann zu singen. Nur die Melodie war mir geblieben, als ich am nächsten Morgen von dem Lärm des wieder erwachten Rummelplatzes aufwachte. Singline war verschwunden, nur die Pfotenspuren neben meinem Schlafplatz zeugten davon, dass ich nicht einfach alles nur geträumt hatte.

Ich gähnte herzhaft, stand auf und streckte mich ausgiebig. Obwohl es offensichtlich Tag war, war es hier immer noch verhältnismässig dunkel, wie man es sich vom Gespensterwald gewohnt war. Bevor ich ging, nahm ich ein Stück Asche aus der Feuerstelle, dessen Feuer schon lange erloschen war, und kritzelte auf den harten Boden, auf dem ich geschlafen hatte: "Danke." danach tauchte ich meine ganze Pfote in den Aschehaufen, um dann einen schwarzen Abdruck meiner Pfote darunter zu hinterlassen. Zufrieden betrachtete ich mein Werk und versuchte, mehr oder weniger erfolglos, meine Pfote wieder zu säubern. Seufzend gab ich auf, beliess es bei einer schwarzen Pfote und nahm mir vor, zuhause ein ausgiebiges Bad zu nehmen. Schlussendlich warf ich einen letzten Blick auf die Szene, sah Singline vor meinem inneren Auge am Feuer sitzen und lächelte, als ich an seinen Blick dachte, als ich aus dem Wald gestolpert bin. Ich spreizte meine Flügel und liess den Rummelplatz hinter mir. Dieses Mal befolgte ich Singlines Ratschlag, und ich schwörte mir, nie wieder nachts durch Wald zu laufen. Etwas bereut hatte ich, dass ich mich nicht richtig von Singline verabschiedet hatte, aber ich sagte mir, dass es bestimmt ein nächstes Mal geben würde… jedenfalls werde ich Singlines "Nimm nächstes Mal den Luftweg" als Einladung intepretieren.

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Ach ja, bevor ich's vergesse... du kannst auch meinen Avatar mitnehmen. Wolkendrache hat den vor einiger Zeit mal für mich gemacht (Vielen Dank hierfür! :3)


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Willst du noch in der Bilder-Gallerie stöbern, bevor du mich verlässt?
Ich bin sehr stolz auf mein Aussehen und schaue auch selbst gerne mal hier rein.






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Hiermit sind wir am unwiederruflichen, endgültigen Ende angelangt. Wenn du mal Lust auf Kekse und Tee oder ein gemütliches Plauderstündchen hast, komm mich doch wieder mal besuchen.
Bis dahin - ich hoffe du hattest deinen Spass oder dich wenigstens nicht gelangweilt, und bis zum nächsten Mal!

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