by Zymetia
Willkommen!
Steckbrief
Name: Schattengänger
Spitzname: Keinen! Er hasst es, wenn sein vollwertiger Name durch so etwas, wie ein Spitzname verstümmelt wird...
Freunde/Familie: weder noch... sein einziger Freund ist sein Petpet, dass ihm treu zur Seite steht.
Mag: Dunkelheit, Stille des Waldes, sein Petpet Llyr
Mag nicht: Feen, Touristen, Lärm, Labs und das allerschlimmste, was je auf Neopias Kontinenten existiert hat:Schnecken!
Stärken: Unglaublich treu, wenn er sich erst mal durchgerungen hat, Aufmerksam,
Schwächen: stolz, eitel, leicht arrogant
Besonderheiten: auffällige rote, rautenförmige Verzierungen, smaragdgrüne Flammen an den Hufen, silberweißes Tribal an den Hüftgelenken
I
Die untergehende Sonne spiegelt sich in den Blättern der Bäume wider und taucht den Wald in ein blutiges Rot. Ein leiser Windzug umspielt euer Haar und flüstert euch zu, umzukehren, solange es noch geht. Doch ihr seid schon zu tief in den Wald eingedrungen. Schon zu lange irrt ihr auf seinen Pfaden umher.
Ein rotes Band flattert im plötzlich aufkommenden Wind. Ihr erkennt es... Weil es euer Band ist, dass ihr hier an diesem Strauch
befestigt habt. Ein Schrei der Enttäuschung entfährt euch, weil ihr genau isst, was dieses Band bedeutet. Ihr seid wiedereinmal im Kreis gelaufen.
Das sanfte Rascheln der Blätter verwandelt sich in euren Ohren plötzlich in höhnisches Gelächter und die säuselnde Stimme des Windes scheint euch zu verspotten. Entmutigt sinkt ihr auf die Knie und bemerkt erst jetzt den zerfetzten, gelblichen Fetzen Papier, der vor eure Füße geweht wurde. Es war ein Teil eines Plakates, auf dem mit bunten Lettern das Wort "SPUKWALD" geschrieben steht. Ihr erinnert euch noch genau daran, wie ihr im Prospekt geblättert habt, auf der Suche nach einem Abenteuertrip. Nun, eure
Reisegruppe habt ihr zwar verloren, ein richtiges Abenteuer dafür gefunden... hrhrhr...
Rasch weicht die Dämmerung der aufkommenden Dunkelheit. Mildes, weissliches Mondlicht fällt vereinzelt durch das Blätterdach und berührt, dünnen, bleichen Knochenfingern gleich, den weichen Waldboden. Eine plötzliche Müdigkeit befällt euch, die ihr euch nicht erklären könnt. Euer Kopf wird immer schwerer und neigt sich langsam, aber unaufhaltsam dem weichen, angenehmen, moosbedeckten Boden zu. Ihr würdet gerne auf eure Innere Stimme hören und von diesem unguten Ort davonrennen so schnell es geht. Aber eure Glieder bestehen aus Blei und eure Augenlider wiegen Tonnen. Ehe ihr auch nur den Gedanken beenden könnt, dass ihr jetzt gar nicht mehr die Zähne putzen konntet, schlummert ihr ein...
II
Etwas beobachtet euch. Ihr könnt es spüren. Mit einem entsetzten Aufschrei schlagt ihr die Augen auf. Der Alptraum, der euch gefangen hielt, schwindet nur langsam aus euren Gedächtnis und hinterlässt nur einen üblen Nachgeschmack auf eurer Seele. Doch das Gefühl, beobachtet zu werden, hat euch nicht getrogen. Als ihr aufblickt, mustern euch zwei tiefrote, glühende Augen aus einem nahen Gebüsch aus an. Raschelnd teilt es sich und ein hochgewachsenes Pferd tritt daraus hervor. Sein Fell scheint auf dem ersten
Blick schwarz zu sein, doch in einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, schimmert es in einem dunklen Grün. Seine wallende, pechschwarze Mähne scheint alles Licht aus der Umgebung einzusaugen und ab und zu blitzt und funkelt etwas darin auf, wie Sterne in einem klaren Nachthimmel.
Doch viel faszinierender waren die Hufe. Smaragdgrüne Flammen schlingen sich an den Hufen zu den Fesseln des Hengstes empor und rauben euch den Atem. Noch während ihr gaffend auf dem Waldboden sitzt, trottet er
gemächlich heran und sieht euch aus seinen glühenden Augen an.
Sieh mal an. Ihr seid aufgewacht... wie schön... oder auch nicht.
Er schnaubt kurz herablassend.
Ihr seid nicht die ersten, die sich hierher verirren. Seit diese hohlköpfigen Touristen den Spukwald für sich entdeckt haben, haben wir keine Ruhe mehr. Dafür einige der Touristen, die sich nicht schnell genug vor einigen verärgerten Bewohnern in Sicherheit bringen konnten.
Er grinst auf eine ungute, furchterregende Art und bedeutet euch, ihm zu folgen.
Oh, sowas aber auch, jetzt habe ich doch glatt vergessen, mich vorzustellen. Man nennt mich Schattengänger.
In seinem Blick lag purer Sarkasmus, als er sich zu euch dreht und eine Verbeugung andeutet.
Nein, ihr braucht mir euren Namen nicht zu nennen. Ich will ihn nicht wissen. Denn Namen werden hier an diesem Ort schnell wieder vergessen, da man sowieso nicht mehr damit rechnet, ihn je wieder zu hören.
Er lächelt geheimnisvoll, dreht sich wieder um und geht langsam weiter in Wald hinein.
Was ist? Warum bleibt ihr stehen? Traut ihr mir etwa nicht?
Ein böses Grinsen umspielt seine Lippen.
Ihr könnt gerne weiter hier herumlaufen, ohne Hoffnung jemals wieder hier raus zu kommen oder mir folgen und euch von mir einen Ausgang zeigen lassen.
Widerwillig setzt ihr euch in Bewegung und folgt diesem unheimlichen Pferd.
Die langen, seidenen Schwingen auf seinem Rücken rascheln leise, als ihr einen Blick auf das lange, gewundene Horn und das silberne Tribal an seinen Hüftgelenken werft, die im fahlen Mondlicht kurz aufleuchten.
Der nächtliche Marsch durch den Wald kommt euch unendlich lang vor. Der weiche Waldboden gibt unter euren Füßen nach und
erzeugt bei jedem Schritt ein seltsames, widerliches, schmatzendes Geräusch, während sich Schattengänger im Gegensatz dazu vollkommen lautlos zu bewegen scheint.
Etwas streift sanft euer Gesicht. Aus euren Gedanken gerissen, dreht ihr euch um und entdeckt das zerstörte Netz eines
Spyders, in das ihr hineingelaufen seid. Angeekelt wischt ihr euer Gesicht ab und bemerkt erst jetzt, wie euch von einem nahen Baum herab vier rotglühende Spyderaugen lauernd anstarren. Ihr spürt, wie sich euch langsam die Nackenhaare aufstellen. Erschrocken prallt ihr einige Schritte zurück und wärt beinahe gestolpert, hättet ihr nicht nach einem tiefhängenden Ast gegriffen. Ein tiefes, bedrohliches Knarzen ertönt. Augenblicklich lasst ihr den Ast los und dreht ruckartig euren Kopf in Richtung des Geräusches.
Vollkommen perplex starrt ihr auf den Baumstumpf, dessen Zweig ihr vorher ergriffen habt.
In einem düsteren inneren Rot glommen zwei Lampen in ihm auf. Nun, jedenfalls redet ihr euch ein, dass es Lampen sind. Nein, ihr wünscht es euch. Etwas zischt haarscharf an eurem Kopf vorbei und dieser Laut bricht eure Erstarrtheit. Mit einem Schrei auf den Lippen poltert ihr den Weg entlang, von dem ihr glaubt, dass Schattengänger ihn genommen hatte. Als ihr zurückblickt, seht ihr, dass dieser angeblich tote Baum nicht der einzige war. Überall ringsherum bewegt und rumort es. Etliche Augenpaare starren euch enttäuscht und zugleich furchtbar wütend hinterher. Hatte euch Schattengänger absichtlich hierhergeführt? Plötzlich seid ihr gar nicht mehr so sicher, dass jenes gruslige Lachen, das ihr gehört hattet, als der Baum über euch hergefallen ist, nur Einbildung war.
Plötzlich stolpert ihr über etwas und schlagt hart auf den Boden auf.
III
Alles in Ordnung mit euch?
Ihr nickt benommen und dreht euch nach der Stimme um. Vor euch auf dem Boden sitzt ein Skelett. Nunja, eher ein Petpet, dass nur aus Knochen zu bestehen scheint. So etwas wie ein Grinsen stielt sich auf seine Züge, dass wohl beruhigend wirken soll, aber eher eine Gänsehaut über euren Rücken jagt.
Du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde dir nichts tun. Mein Name ist Llyr. Schattengänger schickt mich, dich zu suchen.
Er blickt besorgt in die Richtung, aus der ihr gekommen seid.
Du hast die Bäume geweckt...
das ist nicht gut. Nun werden wir wohl bis zum Tag warten müssen, bis sie sich wieder beruhigt haben. Komm mit, ich führe dich in unsere Behausung.
IV
Es ist nicht weit und bald steht ihr vor einem riesigen, unglaublich großen, uralten Baum. Als ihr näher tretet, erkennt ihr, dass
seine Wurzeln und Teile des Stammes ein großes, wohnliches Haus bilden. Ein leises rascheln ertönt und ein Teil der Wurzeln schiebt sich beiseite um euch den Eintritt in dieses ungewöhnliche Haus zu gewähren. Staunend tretet ihr ein. Stühle, Tisch und andere Möbel bestehen aus dem Holz desselben riesenhaften Baumes. An seinem anderen Ende war das Holz heller, empfindlicher. Der verletzliche Kern des Baumes. Ihr befindet euch also lediglich in der robusten, äußeren Rinde dieser bemerkenswerten Pflanze.
Genug gegafft? Ihr könnt euch freuen, ihr seit eine der wenigen, die mein Heim von innen sehen dürfen... und das auch nur, da diese bestimmte, unvorsichtige Person unbedingt die Bäume aufwecken musste.
Schattengänger steht vor einem behaglich knisterndem Kamin, was schon irritierend genug ist, und funkelt euch kurz an.
Empört verteidigt ihr euch, als das Uni euch lediglich herablassend mustert.
Natürlich... es ist, war und wird niemals die Schuld von euch unwissenden Touristen sein. Eine Tasse Tee?
Überrumpelt von der letzten Frage nickt ihr nur. Erst jetzt seht ihr, dass über dem Feuer im Kamin ein Kessel an einem Gestell hängt, in dem es froh und munter umherbrodelt. Während sich Schattengänger auf einem flauschichen Teppich nahe des Kamins bequem macht, reicht euch Llyr eine Tasse mit heißem, noch dampfenden Tee. Es riecht sehr gut. Langsam nippt ihr an eurer Tasse und seid angenehm vom fruchtigen Geschmack des Tees überrascht. Ihr spürt den stechenden Blick Schattengängers auf euch
ruhen und bedankt euch rasch für den Tee. Das Uni nickt nur desinteressiert.
Ihr macht es euch leicht, was? Ein Abenteuer im Spuk-Wald erlebt man schnell, aber die gefährlichen Seiten werden einfach ignoriert, bis es zu spät ist. Denkt ja nicht, dass immer jemand zur Stelle sein wird, wenn es wieder soweit ist. Selbst ich musste erst lernen mich hier zurecht zu finden.
Gebannt hängt ihr an Schattengängers Lippen. Seine Stimme scheint plötzlich von weit her zu kommen und für einen
Augenblick hängt ein echtes, warmes Lächeln auf seinen Zügen. Ihr versucht euch stärker auf Schattengänger zu konzentrieren, aber nach einiger Zeit verschwimmen die Konturen einfach vor euren Augen und ihr fühlt euch so merkwürdig schwach. Aus weiter Ferne dringt Schattengängers Stimme an euer Ohr.
Wir lebten in der Wüste und zogen wie Nomaden umher, wobei mir die Oasen am liebsten waren. Je mehr Palmen und Schatten, desto besser. Diese Vorliebe hat mir auch meinen Namen eingebracht. Eines Tages dann trafen wir auf eine Karavane. Sie erzählten uns, dass sie zum Rand der Wüste wollten. Wo der Sand mit einem riesigen, grünen Teppich überzogen war. Ich erkannte meine Chance und zog mit ihnen mit. Viele Tage und Nächte waren wir unterwegs, als wir endlich einen echten, richtigen Wald erreichten. Ich trennte mich von ihnen schlug mich nunmehr alleine durch. Ein kleines, blaues Uni im Wald der Gespenster. Ich floh und versteckte mich vor dem Sumpf-Ghul, entkam dem Esophagor und überlebte einen Hieb des Hirnbaumes.
Er deutet auf sein silbernes Tribal. Oder das, was ihr für ein Tribal gehalten habt. Die geschwungenen Linien waren also alte Narben, in deren Nähe das Fell silbrigweiss nachwächst. Ihr wollt weiter zuhören, aber die halbleere Tasse in eurer Hand wird immer schwerer, so dass ihr all eure Kraft aufbringen müsst, um sie nicht fallen zu lassen. Der plötzliche Gedanke, dass Schattengänger euch vielleicht etwas in den Tee gemischt hatte, durchzuckt euch. Aber zu spät, mit einem rumpeln fällt die Tasse auf den Boden und ihr nehmt nur noch eine ausfüllende, endgültige Schwärze um euch herum wahr...
Schade, dabei wollte ich doch noch erzählen, wie ich Zymetia getroffen habe und sie mir meinen sehnlichsten Wunsch erfüllt hat...
Was machen wir jetzt mit unseren Gästen? Ich schätze, der Esophagor dürfte wieder Hunger haben...
Dieser Fleischberg hat immer Hunger... Nein,... diesmal haben sie Glück...diesmal
V
Ein dumpfer, stechender Schmerz durchzieht euren Schädel, als ihr erwacht. Solche schlimmen Kopfschmerzen hattet ihr bisher
nur, als ihr die neuen PopStars-gesucht- Sendungen angeschaut habt. Mühsam richtet ihr euch auf und seht euch um. Ihr befindet euch genau an der Stelle, an der ihr euren Ausflug gestartet habt. Ein Schauder überfällt euch, als ihr euch umdreht und den Wald anstarrt, der eine gelassene und friedvolle Ruhe ausstrahlt. Doch ihr wisst es besser. Nachdenklich geht ihr wieder zu eurem Reisebus zurück, der noch genau an der gleichen Stelle steht, an dem ihr ihn verlassen habt. Ihr müsst nicht lange warten, bis nach und nach auch die
anderen Reiselustigen aus dem gesichteren Waldweg treten und euch neugierig fragen, wo ihr euch in der letzen Stunde herumgetrieben habt.
Eine Stunde? Ihr hättet schwören können, mindestens einen Tag weggewesen zu sein. Etwas verwirrt langt ihr in eure ungewöhnlich schwere Jackentasche und findet einen Gegenstand
sowie noch einige andere Karten zu anderen Charakterpets und einen kleinen Zettel, auf dem mit geschwungenen Buchstaben die Wörter HAPPY HALLOWEEN stehen.



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Sieh an, an dieser kleinen Geschichte haben wohl einige Gefallen gefunden... Ich danke vielmals für diese Ehre...


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Costums
Sehr schwer zu erraten, wer das auf dem Bild wohl ist... vielen Dank an die Künstler *verneig*
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Sämtlicher Text sowie Design und Layout sind auf meinem Mist gewachsen. Fiese Diebe sind nicht erwünscht und werden deswegen gleich ohne Gnade an den Esophagor verfüttert!!
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