many stand against us, but they will never win
we said we would return, and here we are again
to bring them all destruction, suffering and pain
we are the hammer of the gods
we are thunder, wind and rain

navigation

story statistic link awards credits lost
best view in FF 3.0.3/1280x800

the story

Als ich geboren wurde, herrschte Krieg in Neopia. Meine Mutter bat mich jeden Tag aufs Neue, auf mich achtzugeben und nicht zu weit weg zu laufen von der heimischen Weide.
Neopia ist gefährlich in diesen Tagen, sagte sie. Doch ich, unbeschwert wie ich war, nahm die Worte meiner Mutter nie wirklich ernst. Der Krieg schien weit weg zu sein, und wer denkt schon an Krieg, wenn die Pteris zwitschern und die Sonnenstrahlen weich durch die Wipfel der Bäume fallen? Wenn die Schmetterlinge von Blume zu Blume tanzen und die Seerosen leise auf den Teichen hin und her treiben?

Als ich an einem schönen Sommertag am Waldrand döste, schreckte ich auf, als ich ein dumpfes Grollen hörte. Der Himmel hatte sich verdunkelt und die Wolken zogen bedrohlich tief über mich hinweg. Noch bevor ich aufstehen konnte, begann es in Strömen zu regnen und ich flüchtete mich zuerst in den Wald, um mich vor dem Regen zu schützen. Doch als neben mir ein Blitz in einen Baum einschlug, rannte ich, so schnell ich konnte, aus dem Wald. Der Regen war so stark, daß ich nicht erkennen konnte, wohin ich lief und ich hoffte, daß meine Richtung die richtige war. Es donnerte und grollte und durch die zusammengekniffenen Augen konnte ich immer wieder zuckende Blitze sehen. Ich lief und lief, ohne zu wissen, wohin, als ich plötzlich einen scharfen Schmerz am Hals spürte und den Boden unter den Hufen verlor.

* * *

Etwas hob mich hoch und trug mich durch die Luft, durch den Regen. "Jemand rettet mich", dachte ich, "jemand bringt mich nach Hause!" Dann wurde ich ohnmächtig.

Als ich aufwachte, war ich nicht zuhause. Mein Hals schmerzte. Es war dunkel und kalt, doch ich konnte Stimmen hören. Ich versuchte, im Dunkel etwas zu erkennen, als plötzlich eine Tür aufgerissen wurde und Licht hereinfiel. Im Türrahmen konnte ich eine große Gestalt sehen, und als meine Augen sich an das Licht gewöhnt hatten, erkannte ich einen Soldaten aus Lord Kass' Heer. Ein stattlicher Eyrie, mit Flügeln, viel größer als meine, und einer glänzenden Rüstung.
Wie heißt du?, knurrte er.
Mir wurde ganz anders. Pho.. Phoeve, flüsterte ich. Er grinste, drehte sich um und schloß die Tür hinter sich.

Was folgte, waren Monate auf der Zitadelle, wo man mich vor Kanonenwagen spannte und mir schwere Rüstungen auf den Rücken lud. Man nahm mir mein Augenlicht, damit ich nicht flüchten konnte. Mein Rücken wurde krumm, meine Mähne zerzauste und meine Flügel verkümmerten. Zum Schlafen sperrte man mich in die Katakomben der Zitadelle.

* * *

Eines Nachts weckte mich eine Fee. Ich konnte sie nicht sehen, doch ich spürte den Lufthauch ihrer Flügel, während sie sprach.

Ich habe dir ein Angebot zu machen, sagte sie mit einer Stimme, die mir einen kalten Schauer um den Rücken jagte. Ich werde dich hier rausschaffen. Ich werde dir dein Augenlicht wiedergeben und Schönheit, die nie vergeht. Im Gegenzug bringst du mir die Seelen deiner Artgenossen, die ich brauche, um meine Unsterblichkeit zu erhalten.

Ich hörte Hufe scharren. Das ist keine gewöhnliche Fee, dachte ich bei mir. Sie ist von meinem Blut. Und obwohl ich wußte, daß es ein Pakt mit dem Teufel war, willigte ich ein. Ich hatte keine Wahl, wenn ich nicht oben auf der Zitadelle zugrunde gehen wollte.

Bring deine Freunde jeden Abend auf die nördliche Lichtung im Wald, kurz vor Sonnenuntergang. Laß dich nie des Nachts sehen, denn der Zauber wirkt nur am Tag. Wer dich bei Nacht sieht, wird um dein Geheimnis wissen und den Zauber auflösen.
Dann kein Wort mehr von der Fee, nur ein lautes Zischen, ein stechendes Licht, und dann wieder tiefe, stille Dunkelheit.

Als ich die Augen aufschlug, blendete mich das helle Sonnenlicht. Ich hörte Vogelgezwitscher und spürte weiches Gras. Ich lag am Waldrand, an der Stelle, an der mich damals das Gewitter überrascht hatte. Wie viel Zeit wohl seitdem vergangen war.. Langsam stand ich auf, streckte meine müden Knochen und ging zum Fluß. Dort sah ich mein Spiegelbild im Wasser. Meine Mähne fiel weich über mein glänzendes, weißes Fell und die Federn meiner Flügel schimmerten seidig. Ich war sprachlos angesichts meiner eigenen Schönheit, und als ich meine Fassung wieder hatte, stieß ich ein singendes Wiehern aus und lief los, über die Wiesen Neopias.

* * *

Viele, sehr viele Jahre lang lebte ich glücklich, genoß die Tage inmitten anderer Unis, wohlwissend, daß sie der Preis waren, mit dem ich mein unbeschwertes Leben und meine Schönheit bezahlen mußte. Die Hengste verdrehten sich den Kopf nach mir, die Stuten himmelten mich an. Jeden Abend brachte ich eine unglückliche Seele auf die Lichtung im Wald, wartete, bis ein gleißendes Licht vom Himmel stieß und ging fort, ohne mich je umzudrehen. Die Fee bekam ich nie zu Gesicht, und die Nächte verbrachte ich allein, mit einem versteinerten Herzen und kalten Gedanken.

Bis ich eines Tages Thavalon traf, der mein Leben so einschneidend veränderte. Er war etwas besonderes und mir war klar, daß ich ihm irgendwann die Wahrheit würde sagen müssen. Doch er kam mir zuvor und sprach mich an auf die Gerüchte, die man sich über mich erzählte. Mir blieb das Herz stehen und ich meinte, er müsse sehen, daß er mich ertappt hatte, doch ich zwang mich zu einem Lächeln und er schöpfte keinen Verdacht. Wäre er an diesem Abend doch nur gegangen, wie er es immer getan hatte! Ich schickte ihn fort, doch er blieb an meiner Seite.

Als die Sonne unterging, spürte ich, daß mir kalt wurde, eine Hand griff nach meinem Herzen und alle Liebe wich aus mir. Thavalon stand immer noch vor mir und ich empfand nur noch absonderlichen Hass, den ich ihm entgegen schrie, bis er sich herumdrehte und flüchtete. Ich werde nie vergessen, wie er mich anstarrte, wie ihm das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben stand.

Am nächsten Morgen taten mir alle Knochen weh und ich konnte kaum aufstehen. Ich schleppte mich mit halb geschlossenen Augen an den Fluß, um zu trinken. Als mein Durst gestillt und das Wasser wieder ruhig war, sah ich mein Gesicht. Es war alt. Mein Fell war grau und stumpf, die Augen glanzlos, die Flügel zusammengefallen und nicht mehr imstande, mich zu tragen. Mein Blick war getrübt, doch wenigstens blieb mir die Dunkelheit erspart.

Das hat sie also gemeint, dachte ich. Thavalon hat ihren Zauber aufgelöst. Tränen stiegen mir in die Augen, Tränen der Trauer, aber auch Tränen der Wut. Wut auf mich selbst, weil ich meinen einzigen wahren Freund betrogen hatte. Ich würde ihm nie wieder unter die Augen treten können. Ihm nicht und auch niemandem, den ich kannte.

Zu diesem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, was ich Thavalon wirklich angetan hatte. Heute weiß ich, daß er wie ich zur Einsamkeit verurteilt ist, und daß ich schuld daran bin. Ich habe mich in die Berge zurückgezogen, wo niemand weiß, was ich meinen Freunden angetan habe. Manchmal denke ich an ihn und hoffe, daß er mir irgendwann verzeihen kann.

top

statistic

Name: Phoeve
Geschlecht: weiblich
Geburtstag: 25. Februar
Alter: sehr, sehr alt
Element: Erde
Spezies: Einhorn
Farbe: mausgrau
Abzeichen: keine
Augen: schwarz
Schmuck: wozu ..
Heimat: Shenkuu
Größe: 1,58 Stockmaß
Gewicht: 55 Kilo

top

link me


top

awards

none so far

top

credits

layout by me
glitter by glitter-graphics
coding help by sunnyneo

top



NEOPETS, characters, logos, names and all related indicia
are trademarks of Neopets, Inc., © 1999-2012.
® denotes Reg. US Pat. & TM Office. All rights reserved.

PRIVACY POLICY | Safety Tips | Contact Us | About Us | Press Kit
Use of this site signifies your acceptance of the Terms and Conditions