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Herzlich Willkommen in meinem Kinderzimmer, guest.

Was soll ich sagen, eigentlich lasse ich Fremde nicht gerne hier rein, aber wenn du schon mal hier bist, möchtest du dich doch sicher auch einmal in meinem Kinderzimmer umsehen, oder?

Zuerst möchte ich dir mal das hier zeigen:

Damit wurde ich bemalt. Das ist nun schon eine ganze Weile her, immerhin wurde ich am 16.März 2006 bemalt. Eigentlich ist es schon lustig. Ich erblickte am 18.Februar 2006 das Licht der Welt und habe so viel in Neopia miterlebt - zum Beispiel das, was man den neuen Babys angetan hat - und trotzdem werde ich für immer klein, niedlich und unscheinbar aussehen. Aber lass dich vom Schein mal bloß nicht trügen, ich bin garantiert nicht so leicht gestrickt wie ich aussehe und nur, weil ich verfressen bin heißt das nicht, dass man mich immer mit Schokolade - ... Schokolade!

Ach. Egal. Wir wollten uns mein Zimmer ansehen, richtig? Richtig. Neben meinem fantastischen Himmelbett und all dem, was du hier sonst so siehst, gibt es da natürlich auch noch mehr als Regale, Schränke, Kommoden und das Fensterbrett. Da gibt es ein paar gemütliche Kuscheldecken, meinen Kratzbaum und vor allem jede Menge - na? Spielzeug! Das hätte dir eigentlich auch schon auffallen können, denn eigentlich ist es, wie soll ich sagen... überall. Meine Mami nennt das Chaos, aber ich nenne es ein geniales System. Wenn wir jetzt hier über den Kissenberg klettern und dann unter die Decke dort sehen, dann erblicken wir meine Plüschtierhöhle.

Wie man sich denken kann, sind das nur ein paar meiner Kuscheltiere, aber das sind meine wahren Schätze, und wehe, du - Pfoten weg, Fräulein! Das sind meine und ich mag es nicht, wenn man meine Sachen anfasst, verstanden? Gut. Dann können wir jetzt ja weiter machen, mein Zimmer ist nämlich ziemlich groß. Hier geht's lang! Wenn wir durch mein Zimmer gehen, musst du aber ganz schön vorsichtig sein. Ich durchschaue mein System nämlich und weiß, was wo liegt, aber du bist da natürlich nicht so klug. Pass also auf wo du hin trittst. Hey! Hörst du mir nicht zu? Du sollst aufpassen! Toll. Ganz. Toll. Jetzt hast du meine Bauklötze umgeworfen. Dankeschön. Bist du jetzt stolz auf dich? Das ist gar nicht so leicht, die richtig aufzustapeln, aber das muss ich dir vermutlich gar nicht sagen.

Wenn du hier weiter so ein Chaos anrichtest, kannst du auch wieder gehen! Meine Kuscheltiere anfassen wollen, meine Bauklötze umwerfen... Vielleicht sollte ich dir etwas geben, womit du nichts falsch machen kannst. Oh! Hihi! Ja, nimm mal das hier. Guck schon mal rein, ich suche noch eben etwas.

Hah! Erschrocken, gib es zu! Du hast dich erschrocken! Meine Güte, bist du ängstlich. Da muss ich mich wirklich fragen, wer von uns beiden hier das Baby sein soll. Tz! Na ja, nichts für ungut, aber pass jetzt wirklich besser auf. Ich will dir jetzt nämlich meinen Puzzleteppich zeigen und diese Puzzles sind schwer! Du würdest sie jedenfalls nicht wieder zusammen bekommen und mir hast du für heute schon genug Arbeit gemacht. Also - nur gucken, nicht anfassen!

Und nun der Beweis dafür, dass Mamis Chaostheorie natürlich vollkommener Schwachsinn ist. Ich meine, es ist nicht ihr Fehler. Woher soll sie auch wissen, was ich vorhabe? Aber ich bin wirklich nicht unordentlich, auch wenn es für dich so aussehen mag. Und hier ist der Beweis, meine Spielzeugtruhen. Und die sind nicht einmal leer!

Dass du wissen möchtest, was darin ist, das wundert mich eigentlich gar nicht weiter. Das System ist eigentlich ganz leicht. Mach mal die rosanfarbene Truhe - ah, nein! Ach so, Mami hat das Kaugummi schon weggemacht. Gut, dann mach mal die rosane Truhe auf!

Hier sind meine Usuki-Puppen und Spielsets drin. Ich liebe Usuki! Und die Puppen sind empfindlich, also mach die Kiste besser wieder zu. Da sind ja auch noch zwei andere Truhen. Also, weiter geht's! Als nächstes darfst du die braune Truhe aufmachen, wenn du möchtest. Genau. Das Schloss klemmt etwas, aber wenn du auch nur ein wenig geschickt wärst... ach, lass mich das mal machen! So, siehe da!

Das hier sind Scipios Sachen. Oh, du kennst Scipio noch gar nicht? Scipio ist mein bester Freund, mein kleiner Altachuck. Wir beide haben für unsere Freundschaft sogar schon eine Auszeichnung bekommen! Das glaubst du nicht? Ist aber wahr!

Mami und ich haben diese Sachen für ihn gekauft. Hin und wieder muss er sich ja auch mal allein beschäftigen, der Kleine. Apropos Scipio, wo ist der eigentlich schon wieder? Hm. Vielleicht frisst er wieder StoffTigers Cornflakes, das kann mir ja egal sein. Machen wir mal weiter mit der nächsten Truhe! Mach mal ganz vorsichtig den Deckel auf. Pass aber auf, vielleicht ist da ein bissiges Gruslen drin, hihi! Nicht? Nein? Na gut. Dann muss ich mal gucken, wo das nun wieder hin ist. Was ist denn drin?

Stimmt! Meine Malsachen! Ich kann ziemlich gut malen, musst du wissen, wenn du möchtest, kannst du dir meine Kunstwerke ja mal ansehen. Aber du musst nicht traurig sein, ich bin mir sicher, du kannst auch irgendetwas ganz - ähm.. Ja. Und dachtest du jetzt, dass das alles gewesen wäre? Sicherlich nicht. Guck mal nach oben! Da, an die Decke, da schwebt etwas direkt über dir! Ballons! Die sind vom Rummelplatz.

Und guck mal da, auf dem Regal, da sind die Ballontiere, die ich mal im Zirkus geknotet habe. Ganz allein, versteht sich, das ist gar nicht so schwer, aber du solltest es besser nicht versuchen, wenn du nicht möchtest, dass die Ballons platzen.

Sicherlich bist du schon jetzt wahnsinnig beeindruckt von mir und meinem Zimmer, habe ich Recht? Warum guckst du denn jetzt so? Hör auf, so zu gucken! Hör auf, hab ich gesagt! Meine Güte, du bist wirklich anstrengend. Vielleicht solltest du mal ein wenig lesen, dann würdest du die Welt vielleicht verstehen und nicht so gucken. Gute Idee eigentlich.

Schau, das sind meine Lieblingsbücher! Du... du kannst doch lesen, oder? Wenn nicht, dann kann ich dir auch etwas vorlesen, wenn du möchtest. Niemand liest so gut vor wie ich! Abends lese ich Mami und den Anderen manchmal etwas vor. Ich bin wirklich gut! Wo gehst du denn jetzt hin? Hey! Bleib hier! Was machst du denn da? Finger weg von meinem Kleiderschrank! Da ist doch - hey! Da ist doch gar nichts drin! Lass das!

Du hörst auch für keine zehn Neopunkte, oder? Klasse. Und? Was hast du denn erwartet? Es sind nur ein paar T-Shirts, mehr nicht. Kein Grund zur Unruhe. Und jetzt mach den verdammten Schrank wieder zu! Eigentlich hast du es gar nicht verdient, dass ich dich hier noch weiter herumführe, aber weißt du was? Ich zeige dir jetzt mal etwas ganz Tolles! Und du darfst wirklich niemandem etwas davon erzählen und du darfst niemandem verraten, dass ich dir das hier gezeigt habe. Das ist wirklich ziemlich geheim und ziemlich wichtig, also - psst!

Bitte? Nur eine Spielzeugpistole? Das denkst nun aber auch nur du. Mit dieser - wie hast du gesagt? - Spielzeugpistole, werde ich, Gummibaerlie, die Herrschaft über ganz Neopia an mich reißen, ha ha ha ha ha, h-Achtung! Mama kommt! Schnell, schnell weg! Sie meint wirklich, die Weltherrschaft wäre nichts für mich und ich solle das den Meepits überlassen, also... mir würde das Feenland ja schon reichen, aber... versteck die Pistole!

Ach, du hast Besuch? Das wusste ich ja gar nicht! Na, dann will ich auch gar nicht weiter stören. In der Küche stehen Kekse, nehmt euch welche, bevor Scipio alle aufgefuttert hat. Er hat sich vorhin schon über StoffTigers Cornflakes hergemacht. Also, viel Spaß noch, euch beiden!

Puh!

Ach, und Baerlie? Du hast dir mit dem Wunschzettel ja wirklich viel Mühe gegeben, aber die Weltherrschaft wirst du vom Weihnachtsmann auch nicht bekommen, schlag dir das aus dem Kopf, meine Süße!

Tz. Sie behandelt mich wie ein Baby, furchtbar ist das! Was? Warum - ach. Komm. Weißt du, egal, was Mami sagt, ich bekomme die Weltherrschaft schon noch und den Weihnachtsmann brauche ich dafür auch gar nicht. Meine Waffe hast du ja schon gesehen und ich habe auch schon einen genialen Plan. Und wenn du versprichst, niemandem davon zu erzählen, dann erzähle ich dir jetzt mal die ganze Geschichte.

Das war nämlich so.

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich ein ganz tolles Gartenspielgerät entdeckt. Natürlich musste ich das haben, also bin ich zu Mami gegangen. Die fand das alles gar nicht so gut, ich glaube, sie hatte Neogitus oder so, jedenfalls war sie ganz schon verstimmt und hat irgendetwas gefaselt, von wegen ich wäre gierig und so. Also wirklich. Ich! Gierig! Und dann hat sie gesagt, dass ich mir einen Job suchen solle, damit ich mal mein eigenes Geld verdiene und ehe ich es mich versah, hatte sie mich auch schon ins Feenarbeitsamt geschleift. Natürlich habe ich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen. Es war Fyora, die Feenkönigin höchst selbst, die mir Arbeit gab. Sie ließ mich in ihrem Gemüsegarten arbeiten. Gemüse...

Nun ja. Vielleicht war ich noch nie ein Gemüsefan, aber schlau - und hübsch - wie ich eben bin, konnte ich die Situation sehr zu meinem Vorteil nutzen. Denken wir doch einmal logisch. Ich befand mich im Feenland. Bekanntermaßen ist da so ziemlich alles magisch, oder glaubst du, Fyora würde ordinäre Karotten essen? Ich biss jedenfalls mal in so eine Karotte und du wirst nicht glauben, was mir passiert ist! Für einen kurzen Augenblick waren da kleine Flügelchen auf meinem Rücken, mit denen ich ein paar Meter weit fliegen konnte. Gelesen hab ich ja schon immer viel und wenn ich aus all den Geschichten eines gelernt hatte, dann Folgendes: Viel hilft viel. Also schlug ich mir den Bauch mit Fyoras Karotten voll und flatterte unbemerkt ins Schloss der Königin. Wie immer zu dieser Zeit des Tages war Fyora selbst gar nicht da und ich hatte die Möglichkeit, mich in aller Ruhe umzusehen.

Selbst für mich war es schwierig, unentdeckt durch die Wattewolkenflure zu schweben, doch schließlich gelangte ich wirklich unbemerkt in ihr Labor. Dort brodelten und blubberten seltsame Tränke, einige waren bereits abgefüllt in Glasvitrinen gesammelt.

Ich entdeckte ein Fläschchen mit Graufeeelixier, das kannte ich noch aus einem meiner Lieblingsbücher und auch wenn ich gar nicht so genau weiß, weshalb, ich nahm es einfach mit. Und schließlich sah ich mich genauer um. Mein Blick fiel auf ein Buch, das aufgeschlagen vor ein paar seltsam geformten Glasgefäßen lag.

Die Bilder darin machten mir Angst, was für dich heißen will, dass sie abscheulich, gruselig und grausam waren, aber irgendwie auch faszinierend. Die Sprüche neben den Bildern waren teilweise in einer Sprache geschrieben, die ich nicht kenne, aber mir wurde trotzdem sehr schnell klar, womit ich es zu tun hatte. Ich blätterte gerade in einem wirklich echten Zauberbuch! Die Arbeit im Gemüsegarten war mir inzwischen völlig egal, ich wusste, dass meine kleinen Karottenflügel bald verschwinden würden und so schnappte ich mir dieses Buch und flog zurück nach Hause. Soll ich dir etwas verraten? Es ist in diesem Augenblick in diesem Zimmer, aber ich werde dir nicht verraten, wo es ist. So, genug der spannenden Geschichten. Jetzt hast du mein Zimmer gesehen und ich rate dir, manche Dinge ganz schnell wieder zu vergessen! Gut? Gut.

Dann können wir ja jetzt etwas spielen? Pirat? Hihi, Fee? Oder... Königin und Untertan!

Baerlie, es gibt Abendbrot! Und danach wollen wir noch eine Runde Kougra-Ärgere-Dich-Nicht spielen! Schick deinen kleinen Gast nach Hause und komm Essen!

Hm. Na gut. Du siehst, ich werde gebraucht! Wundert mich nicht. Wenn du jetzt gehen möchtest, geh bitte da links an dem Kissenstapel vorbei und dann biegst du rechts hinter den eingepackten Usuki-Sets ab. Unter dem Bausteintor durch und du bist draußen! Und wenn du dir ein kleines Andenken mitnehmen möchtest, tu dir keinen Zwang an. Nein! Stop! Finger weg! Nimm lieber das hier mit, damit kannst du keinen großen Schaden anrichten:







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