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Daß mir der Hund das Liebste sei, sagst Du, oh Mensch, sei Sünde.
Der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

(Franz von Assisi)


Hallo Leute!


Mein Name ist Attila, und ich bin ein Dobermann.
Über mich Mein Tagebuch Meine Fotos Regenbogenbrücke Poesie Toybox Links





Über mich

Ich beobachte Pearl (bei mir heißt sie Sandra- nein, nicht Frauchen. Sie nennt mich ja auch nicht Hundchen, gell) tagtäglich dabei, wie sie an ihrem Laptop klebt und habe deshalb beschlossen herauszufinden, was an dem Ding so toll ist. Natürlich ohne daß sie es merkt, Dobermänner sind nämlich sehr subtil, müßt ihr wissen.

Ich habe also festgestellt, daß sie im Computer noch viele andere Tiere hat. Und ich dachte immer, ich sei der Einzige für sie! Und ich habe auch festgestellt, daß ihre anderen Tiere eigene Homepages haben. Ich muß wohl nicht betonen, daß ich das sehr, sehr ungerecht finde. Ich finde, ICH sollte die tollste Homepage von allen haben, denn hey, seien wir mal ehrlich- ich bin ein Hund. Ich bin echt. Ich ATME!

Und weil Sandra/Pearl/Nicht-Frauchen offensichtlich nicht daran denkt, in dieser Hinsicht was zu tun und mir die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die ich ohne Zweifel verdiene, werde ich das hiermit selbst in die Pfote nehmen. Ich bin nämlich ein echt interessanter Typ!

Ich mag..

Lange Spaziergänge
Krähen jagen
Schwimmen im See
Getrockneten Blättermagen
Geschmust werden
Bälle fangen
Kauspielzeug
Cabrio fahren
In der Sonne liegen

Ich mag nicht..

Gebürstet werden
Ohren putzen
Zecken rausmachen
Katzen
Andere Rüden
Wodka
Salat und rohe Karotten
Bei Fuß gehen
Gießkannen


Damit ihr ein Bild davon bekommt, mit wem ihr es zu tun habt, werde ich mich erstmal vorstellen.

Mein voller Name lautet Attila der Hundekönig, ich bin ein schwarz-roter Dobermannrüde mit einem stattlichen Stockmaß von 72 cm und einem athletischen Kampfgewicht von 36 kg. Ich bin, dem Himmel sei Dank, nicht kupiert. Hunden die Ruten abzuschneiden, das ist, als würden wir euch den Mund zunähen. Und Ohren abschneiden, das ist auch nicht grade so, als würde man zum Friseur gehen.

Geboren wurde ich im Januar 2006, den genauen Tag hab ich vergessen. Wir feiern am 22. Januar, weil die 22 Sandra's Glückszahl ist und sie und ihr Mann mich am 22. November 2006 zum ersten Mal gesehen haben. Das war im Tierheim. Ja, ich war im Tierheim. Und ich rede hier von einem echten Tierheim, nicht von diesem virtuellen Pound-Dings, wie ihr das hier kennt. Meine ehemaligen Besitzer haben es tatsächlich fertiggebracht, mich und meine Freundin abzugeben. Da war ich grade erst neun Monate alt. Und jemand, der mich mal besucht hat, wollte mich nicht haben, weil er fand, daß ich komisch aussehe, mit meiner langen Rute und meinen Schlappohren. Da wußte ich, daß es auch unter Menschen Profilneurotiker gibt.

Zwei Monate später, an besagtem 22. November, wurde ich von meiner Pflegerin in die Futterküche gerufen. In die Futterküche geht man gern, weil dort immer mal was zu Naschen abfällt. Ich konnte ja nicht ahnen, daß mich stattdessen drei fremde Menschen erwarten. Zwei davon waren Sandra und Kai, und den dritten hab ich nie kennengelernt. Der wollte mich auch abholen. Durfte er aber nicht. Sandra hat sich nämlich auf den ersten Blick in mich verliebt (natürlich hat sie das, ich könnte mir auch nicht widerstehen!) und hat sofort eine Email ins Tierheim geschickt, als sie mich im Internet gesehen hat, obwohl es ein Sonntag war. Und der andere Mensch hat erst montags angerufen. So schnell kann's gehen.

Auch diese Kleinigkeit ist ein Teil des Schicksals, was mich in mein neues Zuhause verschlagen hat. Eigentlich wollten die beiden ja im Frühling zum Züchter und dort einen Welpen holen. Und vorher mußten sie umziehen, weil der alte Vermieter nämlich Angst hat vor Dobermännern (weil wir so bissig und gefährlich sind) und Sandra hatte schon angefangen, auszumisten und Kartons zu packen.

Und weil sie soviel Zeugs hatte, das zum Wegwerfen zu schade war, ist sie auf die Internetseite meines Tierheims gegangen, um nach der Adresse zu schauen und den ganzen Kram für den Speicherflohmarkt zu spenden. Und dann hat sie mich gesehen und direkt die Email geschrieben.

Keine zwei Wochen später haben die beiden mich abgeholt und, nachdem ich mich eine halbe Stunde lang geweigert hatte, ins Auto zu steigen, in mein vorerst neues Zuhause gekarrt. Vorerst deshalb, weil ich sogar noch in die alte Wohnung durfte. Die beiden haben gebittet und gebettelt und dem doofen alten Vermietermann Honig ums Maul geschmiert. Bis nach dem Umzug hätte das Tierheim mich nämlich nicht aufgehoben und ich hätte mit dem anderen fremden Mann mitgehen müssen.

An diesem kalten Novembertag wurde ich also zum Wohnungshund. In meinem alten Zuhause hab ich nur auf dem Hof gelebt. Und weil es in der Wohnung so schön warm ist, hab ich mich auch sofort gut benommen. Und ich hab nur reingepinkelt, wenn ich alleine war. Und nur ganz selten. Ich bin nunmal ein Rüde, und es war sehr wichtig, meine neu eroberte Wohnung zu markieren, damit nicht irgendein anderer Hund kommt und sie mir wieder wegnimmt. Ich hab aber schnell begriffen, daß meine Menschen auf die Wohnung aufpassen und ich hab auch begriffen, daß meine Menschen in der Regel das Bett nicht alle zwei Tage frisch beziehen.

In der neuen Wohnung haben wir anfangs im Chaos gelebt, aber was ein echter Hund ist, stört sich daran nicht. Und mittlerweile ist es hier recht ordentlich und man kann es gut aushalten. Ich bekomme reichlich Leckerlis zugesteckt, hab eine schöne Spielzeugkiste und krieg, wann immer ich es will, den Hintern gekrault. Ich führe alles andere als ein Hundeleben. Aber ich bin ja auch nicht irgendein Hund, sondern der Hundekönig.

Könige müssen sich bilden, deshalb gehe ich in die Hundeschule. Dort machen sie allerlei Schnickschnack mit mir, denn ich soll irgendwann zur Begleithundeprüfung. Ich sag euch, das ist nicht so einfach! Der Rasen duftet an manchen Stellen nach schönen Hündinnen, an anderen Stellen stinkt er nach fiesen Rüden. Und ich hab noch nie vorher so viele andere Hunde gesehen. Und dann soll ich da konzentriert arbeiten, das ist nicht nett.
Aber meine Menschen sagen, das muß sein. Schließlich kann man mich nicht einfach auf den Arm nehmen, wenn ich beim Spazierengehen andere Hunde angauze. Dabei halte ich es für mein gutes Recht, andere Hunde anzugauzen. Was gucken die auch immer alle so blöd!

Ich lerne lieber Kunststücke, als doof bei Fuß zu laufen. Ich kann echt viele! Die meisten davon sind unnütz, aber Menschen haben ihre Freude dran, wenn ich Männchen mache oder mich rumrolle, also gönn ich ihnen den Spaß. Könige müssen auch gütig sein.
Und die Hundeschule hat auch ihr Gutes. Ich hab dort ein tolles Mädel kennengelernt, Cashi, eine Ridgebackhündin. Die sind fast so schön Doberfrauen, und das will was heißen!

Im übrigen ist das eine gute und wahrscheinlich meine einzige Möglichkeit, mal mit dem ein oder anderen Vorurteil aufzuräumen. Dobermänner sind NICHT gefährlich oder bissig oder falsch oder was auch immer die allwissenden Leute, die nie einen Dobermann gehalten haben, über uns rumerzählen. Wir sind zu groß geratene Schoßhunde (und das mein ich wortwörtlich, würde ich nicht ab und zu auf Sandra's Schoß sitzen, wüßte ich bis heute nicht, was sie hier im Internet so treibt!) und echte Schmusebacken, und manche Exemplare, zu denen ich natürlich NICHT gehöre, sind regelrechte Weicheier. Ich hab Sandra schon sagen hören, ich sei ein "Mädchen", aber pfff.. die hat ja keine Ahnung. Ich tu ja nur so, damit sie mir den Hintern krault.

Wir sind wohl sehr sensibel und vergessen nichts, weder gutes noch schlechtes. Nicht allen meiner Rassegenossen wird das Glück zuteil, in jungen Jahren in die richtigen Hände zu geraten. Viele von uns fristen jahrelang ihr Dasein in in- und ausländischen Tierheimen oder dreckigen Hinterhöfen, in Ketten oder Zwingern. Und nicht mal ihr Menschen mit eurem rationalen Denken werdet es diesen armen Kreaturen verübeln können, daß sie verlernen, sich Menschen gegenüber respektvoll zu benehmen.

Aber wenn ihr unser Herz erobert, geben wir unser Leben für eures. Wir sind keine Kampfhunde, sondern Schutzhunde, und wir können nichts dafür, daß wir in einschlägigen Filmen und in Serien wie Magnum und sogar den Simpsons als blutrünstige Bestien mit Stachelhalsbändern dargestellt werden!

So, das mußte jetzt auch mal gesagt werden. Sollte über diese kleine, aber überaus wichtige Information hinaus Interesse bestehen an einem kleinen Rasseportrait, dann laßt es mich wissen. Sandra soll das dann machen. Die kann euch erzählen, wie die Begründer meiner Rasse hießen. Mich selber juckt das nicht, ich brauch meinen Stammbaum nicht auf Papier, um zu wissen, daß ein König nicht von schlechten Eltern sein kann.


Mein Tagebuch

03.11.2007:
Ein schlimmer, schlimmer Tag. Wart ihr schon mal im Wald? Bestimmt. Und habt ihr auch mal Rehe gerochen? Oder gesehen? Oder beides?? Ich kann euch sagen, Rehe, das sind schon lecker Viecher. Hübsch, und sehr wohlriechend. Da vergißt man schon mal seine gute Erziehung (ich halte es für möglich, daß wir Hunde eine Art Rehe-Schalter haben, der sich umlegt, wenn wir eins riechen) und sprintet los, und wenn man wieder zur Besinnung kommt, hat man keine Ahnung, wo man ist.

So geschehen diesen Samstag. Als das Reh über alle Berge und ich wieder klar im Kopf war, hatte ich mich hoffnungslos verirrt und landete direkt an einer vielbefahrenen Straße. Zum Glück haben irgendwann Leute angehalten und aufgepaßt, daß die Autos mich nicht über den Haufen fahren. Sie wollten mich fangen, aber hey, fangen, einfach so, das geht ja gar nicht. Sogar die Polizei haben sie angerufen und die haben für mich die Straße abgesperrt. Von Kai oder Sandra weit und breit keine Spur, dabei hab ich in fremder Umgebung eigentlich schon ganz gern meine Menschen in der Nähe.
Dann kam noch eine fremde Frau und alle haben mir Leckerlis gegeben. Leckerlis nehm ich natürlich gern (ich hatte ja auch noch gar nicht gefrühstückt!) und mir wurde ganz komisch. Aber fangen laß ich mich natürlich trotzdem nicht, bloß weil ich ein bißchen weiche Knie habe. Und die Leckerlis waren auch wirklich gut, ich versteh gar nicht, wieso ich plötzlich umgefallen bin. Plötzlich hatten sie mich eingeschnürt und festgezurrt und mich in einen Käfig gesperrt und den Rest weiß ich nicht mehr. Irgendwann hab ich meine Menschen gehört, wurde entschnürt und in mein Auto gehoben und dann war ich zuhause.

Mir ging's sehr schlecht, ich konnte weder laufen noch trinken, und am nächsten Tag war ich immer noch so schwach, daß ich kein Gassi gehen konnte und in die Wohnung machen mußte. Das war mir sehr, sehr unangenehm, aber Sandra war nicht böse und sie hat auch die ganze Zeit auf mich aufgepaßt und sich große Sorgen gemacht.

Erst zwei Tage später ging's mir wieder besser, und ich kann euch eins sagen: ich hasse Rehe! Rehe sind böse. Lauft niemals einem Reh hinterher!

18.01.2008:
Herrje.. ich konnte in letzter Zeit nix schreiben, weil es mir nicht besonders gut ging. Nachdem ich wochenlang immer wieder Schmerzen hatte und immer mal wieder mal mehr, mal weniger lahmen mußte, haben Sandra und Kai mich zum Tierarzt geschleift, um mich röntgen zu lassen. Zum Tierarzt geht natürlich keiner unbedingt gerne. Okay, man bekommt dort Leckerlis, aber dafür muß man sich auch überall angrapschen und oft auch pieksen lassen, und das kann ich ja gar nicht haben. Aber was sein muß, muß sein, und ich hab ja selbst gemerkt, daß was nicht stimmt.
Nach dem obligatorischen Gegrapsche und einem fiesen Pieks haben rosa Elefanten getanzt, und während diese Elefanten plötzlich zu einem pimpfigen Jack Russell wurden, der meine Beeinträchtigung schamlos ausnutze, um mit meiner Rute zu spielen, hörte ich Sandra mit dem Arzt reden.

Tja, wie die Dinge stehen, wurde links eine mittlere HD diagnostiziert. HD bedeutet Hüftdysplasie, und für mich bedeutet das erstmal, nur noch leichte Bewegung und kein dolles Spielen mehr. Der Arzt sagt, daß die momentane Entzündung vielleicht nur ein akuter und noch kein chronischer Zustand ist. Das würde zwar nichts am Zustand des Gelenks ändern, wäre aber zumindest sowas wie Glück im Unglück.
Jetzt muß ich eklige Tabletten schlucken, von denen es mir kreuzübel wird. Mittlerweile darf ich nur noch die halbe Dosis nehmen, damit überhaupt das Futter drinbleibt. Und das sollte es, ich neige nämlich zu Untergewicht, und Könige müssen wohlgenährt sein. Ein König kann ja schlecht klapperdürr durch sein Reich wandeln, was sollen denn die Leute denken?

07.03.2008:
Ich hoffe, ihr verzeiht mir, daß ich mich nur so selten hier melde. In den letzten Wochen ging es mir sehr, sehr schlecht. Ich konnte kaum noch laufen und hatte schlimme Schmerzen. Zum Glück hat der Arzt rechtzeitig die Muskelverhärtung an der Halswirbelsäule entdeckt. Da muß ich mich wohl gezerrt haben.. ich mußte also schon wieder Tabletten nehmen, Tetrazepam zur Muskelentspannung. Hihi, das war lustig, mir wurde immer ganz düsig. Sandra sagte immer, Attila fährt im Moment auf der Standspur.

Jedenfalls geht es mir endlich wieder besser, und auch die HD wird nur noch pflanzlich behandelt. Außerdem hab ich heut morgen ein hammerleckeres Frühstück bekommen. Rohes Schlundfleisch! Und ich glaube fast, das bleibt so. Sandra sagt, Hunde sind keine Vegetarier und im Fertigfutter sei nur Getreide und Dreck. Weder das eine noch das andere ist gesund, schon gar nicht für kranke Hunde wie mich. und gestern kam ein grooooßes Paket, und aus dem Paket kamen massenweise Fleisch und Knochen. Das hat vielleicht geduftet, einfach himmlisch. Und anscheinend ist das alles meins!

21.03.2008:
Es geht mir gut, gut, guuuut! Juhuuu!! Ich hab keine Schmerzen mehr, ich kann wieder galoppieren und rumspringen und dabei nehm ich nicht mal mehr Medikamente. Sandra sagt, das kommt von der "gesunden Ernährung". Meine gesunde Ernährung besteht nur mehr aus rohem Fleisch, rohen Knochen und bißl Obst und Gemüse. In mein Futter bekomm ich allerlei Zusatz-Schnickschnack für meine Hüfte, und leckeres Öl und so. Meine Menschen nennen das BARF. Das bedeutet "Bones And Raw Food", oder, für die Deutschen "Biologisch Artgerechtes Rohes Futter".
Wie das heißt und was es bedeutet ist mir persönlich wurscht. Es schmeckt hundehimmelmäßig! Am allerallerliebsten mag ich Pansen. Oder nein, am allerallerallerliebsten mag ich meine Rinderknochen! Boah, die sind manchmal ganz schön groß! Und ein ganzes Hähnchen, so am Stück, ui, das ist auch was feines. Und heute gab es Fisch, Fisch find ich auch toll. Das Leben ist schööön!

29.03.2008:
Obwohl heute Samstag und nicht Sonntag ist, waren wir auf dem Hundeplatz. Sandra sagte, wir gehen zu den Grauen Pfoten. Graue Pfoten? Nanü? Seh ich vielleicht aus wie ein Rentner oder was?! Nee nee, sagte Sandra, das ist auch für kranke Hunde. Hm. Naja, besonders gebrechlich bin ich nun nicht grad, aber für königliche Bespaßung bin ich ja immer zu haben, zumal ja kein Mensch mehr für mich Stöcke oder Bälle wirft, damit ich mir beim Stoppen nicht die Hüfte massakriere.
Graue Pfoten also. Ich kann euch sagen, den Menschen fallen schon merkwürdige Dinge ein, wenn sie meinen, uns Hunde beschäftigen zu müssen. Da gab es kleine Hürden, Tunnel, Wippen, Trampoline, Mikados und kleine Hütchen, unter denen Wurst versteckt war (ich = Supernase = keine Chance für die versteckte Wurst!) In den Tunnel wollt ich nicht, der war gruselig, viel zu klein für mich. Den Rest hab ich brav mitgemacht. Ihr wißt ja, wegen der königlichen Güte und so.
Wir haben dort auch Evelyn und Don getroffen. Sandra kennt Evelyn aus dem Forum, in dem sie neuerdings immer rumgammelt. Ein Forum für Leute, die ihren Hunden rohes Zeugs füttern. Ja wirklich, sowas gibt's! Die Menschen müssen ja bekanntlich aus allem einen Hype machen im Internet. Sie nennen das "Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten" oder so. Es muß anstrengend sein, ein Mensch zu sein. Don hat übrigens auch eine Homepage: don-der-hund .de

26.04.2008:
Heute waren wir schon wieder außerplanmäßig auf dem Hundeplatz. Wir haben uns mit Evelyn und anderen Gleichgesinnten aus Sandra's Gleichgesinnten-Forum getroffen. Die hatten auch alle ihre Hunde dabei und wir waren spazieren. Das war doof. Ich mußte an der Leine bleiben, weil drei Rüden dabei waren. Donnie und ich sind gaaanz weit hinten gelaufen. Und weil ich so aufgeregt und genervt war, konnte ich gar nicht ordentlich gehen, sondern hab Sandra dauernd rumgezogen. Meiner Hüfte hat das gar nicht gutgetan.
Zum Glück konnte ich mich anschließend ausruhen, als wir wieder am Hundeplatz waren. Wir saßen im Biergarten und die Menschen haben gegessen und getrunken und geredet und ich hab den kleinen Hunden zugeguckt. Es war nämlich grade Welpenspielgruppe und der ganze Platz war voller Hundebabys, gaaaanz viele. Hundebabys find ich ja schon toll, die mag ich. Eine kleine Doberfrau war auch dabei, och war die süß! Die hätte ich sofort adoptiert, aber ihr Mensch wollte sie nicht hergeben. Pfff.

20.05.2008:
Also, heut war ich ja wohl nur noch toll. Wie das mit mir und Rehen so ist, naja, das wißt ihr ja *hüstl* Ich hab heut wieder so eins gesehen. Das stand praktisch direkt neben uns, versteckt im Weizenfeld. Sandra hat´s nicht gesehen und gerochen natürlich auch nicht (die Menschen haben ja wirklich ganz erbärmliche Nasen), ich aber schon und bin flugs mal hingefetzt.. der Rehe-Schalter halt. Da hat´s Sandra dann auch gesehen, das konnte nämlich ganz schön hoch springen, dieses Reh. Und dann hat sie gepfiffen und mein Rehe-Schalter hat sich sofort wieder zurückgelegt und ich bin ganz schnell zu ihr zurück. Na, ist das super oder was?? Das gab ne große Party und eine Riesenportion getrockneten Pansen extra. Sandra war ganz schön glücklich und hat sich mordmäßig was eingebildet. Sie muß ja nicht wissen, daß ich nur in einem Anflug königlicher Güte die Gnade hatte, sie dem Reh vorzuziehen, also verratet nix!

27.05.2008:
Heute hat uns jemand besucht. Sie hieß Claudia und sie macht das, was die Menschen "Hunde-Physiotherapie" nennen. Sandra ist offensichtlich der Meinung, ich bräuchte das. Naja, brauchen wohl schon, wollen eher nicht. Man muß sich dazu anfassen lassen. Ich mag nicht von Fremden angefasst werden! Deshalb hat Claudia Sandra alles erklärt, und die macht das jetzt selbst, jeden Tag. Das ist immer erst blöd, dann schön.
Claudia bringt auch immer ganz viel Zeugs mit zum Spielen und Üben. Unser Balkon mutiert langsam zum Mobility-Parcours, und ich muß seit neuestem rückwärts laufen. Naja, nicht immer, aber halt immer wieder mal ein paar Schritte. Meine linke Hinterbacke ist vier Zentimeter dünner als die rechte Hinterbacke, weil ich ja ganz schlau das wehe Hüftgelenk auf der linken Seite schone. Jetzt muß ich das wieder lernen *gääähn*

01.06.2008:
Ich hab jetzt einen Hundebruder. Naja, keinen richtigen, sondern einen Patenbruder. Er heißt Elliot und wohnt in Hannover bei einer Pflegefamilie. Sandra kennt ihn vom Dobermannschutz-Verein. Elliot ist Ungar und behindert, er hat verformte Vorderbeine. Er ist aber sehr hübsch und hat ein ganz nettes Gesicht! Ich hab ein Foto von ihm gesehen, seine Patenschaftsurkunde hängt nämlich hübsch eingerahmt in der Küche über meinem Fressplatz.

Sandra sagt, Elliot braucht dringend noch mehr Paten. Wenn du Elliot´s Pate werden möchtest, solltest du mal vorbeischauen auf dobermannschutz. de, dort erfährst du alles über Patenschaften. Patenhunde haben sehr viele Vorteile. Du mußt nicht mit ihnen Gassi gehen. Sie haaren nicht in deine Wohnung. Du hörst sie nie bellen. Du kannst immer in den Urlaub fahren. Und und und.


15.07.2008:
Gruselgruselgrusel! Heut morgen um neun stand Claudia, mein Physio-Mensch in der Tür. Ich hab natürlich sofort gemerkt, daß da was im Busch ist. Eigentlich halte ich um neun noch mein königliches Verdauungsnickerchen, und wenn Sandra einen meiner Termine in die Nickerchenzeit legt, dann muß es ja was mordsmäßig Wichtiges sein.
Tja, hätte ich gewußt, daß meine Menschen planen, mich von mutierten Regenwürmern auffressen zu lassen, hätt ich mich morgens beim Gassi hinter den Hasen versteckt und wär draußen auf dem Feld geblieben.

Ich wurde also auf dem Balkon auf einem großen Handtuch platziert, und während Sandra den üblichen Müll verzapft hat von wegen, alles ist ganz toll und fein und ui und so (könnt ihr Menschen vielleicht auch mal normal mit uns reden, wenigstens dann, wenn wir erwachsen sind??) hat Claudia mir den ersten Mutantenregenwurm auf den Rücken gesetzt. Auf die Wirbelsäule, da, wo´s immer wehtut. Den anderen hat sie auf die Hüfte gesetzt, auch da, wo´s immer wehtut. Tja, leider hab ich den Wurm auf der Hüfte leicht gequetscht, als ich mich draufsetzte, er ließ sich fallen und der Appetit war ihm wohl vergangen. Punkt für mich!
Die Menschen hatte aber noch einen dritten Fritz (ja, die heißen alle Fritz, und die wohnen schon seit einer Woche bei uns, und keiner hat mich um Erlaubnis gefragt!), den mußte ich dann doch ertragen.

Nach einer Stunde waren die Fritze dann satt und sahen aus wie dicke fette Nacktschnecken und ich mußte auf meinem Handtuch bleiben, damit ich nicht den blöden Teppichboden vollblute. Das ist nämlich normal, daß man blutet, wenn man von Mutantenregenwürmern gefressen wurde. Sogar an der Heizung angebunden haben sie mich! Und es blutet IMMER noch, aber nur noch ein kleines bißchen. Ich hab eh viel weniger geblutet als andere Hunde, aber ich bin halt auch nicht irgendein Hund. Ich sag euch, man muß sich ganz schön was gefallen lassen, wenn man bei Menschen wohnt.


Das sind Fritz 1, Fritz 2 und Fritz 3 VORHER.


Das ist Fritz2, NACHDEM er mich aufgefressen hat!
Und was macht Sandra? Bastelt den beiden aus Leckerli-Eimern kleine Aquarien, mit Sand und Seestern und Steinen und so, und tut so, als seien das Haustiere!


03.08.2008:
Ja, wie jetzt.. am Donnerstag Abend bekam ich Besuch von einem niedlichen Mädel (Sandra organisiert ja meine Audienzen für mich). Heute ist Sonntag, und die ist immer noch da! Sie schläft hier, frißt hier, und sie geht mit uns Gassi. Sie legt sich auf meine Kissen, sie zieht mir an den Ohren. Ich liebe sie! Sandra sagt, Pepsi macht bei uns Urlaub, zwei Wochen lang! Gut, die beiden letzten Tage waren echt anstrengend, ich kam ja so gar nicht zu meinem Schönheitsschlaf, aber jetzt hat Pepsi sich besser eingewöhnt und ist brav und schläft. Immer an Sandra's Seite. Wenn Sandra aufsteht und sich woanders hinsetzt, steht Pepsi auch auf und legt sich wieder zu ihr. Wie kann man sich denn bitte so anbiedern, pfff, lächerlich.
Aber es macht Spaß, nicht der einzige Hund zu sein, solange ich auch mal für mich sein kann. Und Sandra findet das alles obertoll und plant wahrscheinlich heimlich eine Art Hundeinvasion und bald werden wir dann zu zehnt hier leben müssen oder so.





Meine Fotos

Ich hab auch noch ein paar Fotos für euch. Nur damit ihr mal seht, wie schön ich wirklich bin.
Und mal ehrlich, sieht so ein Weichei aus?




UNERHÖRT!



Pepsi, meine Gastschwester



Dober-Nase



Echtes Männerfutter, ha!



Hasi als Snack zwischendurch



Och wie süüüß!



Holzhund, nicht Holzkopf



Mr. Cool




Mein Dinner vorher...




... und nachher




Könich Guck-in-die-Luft




Seufz..




Damenbesuch, meine Freundin Tyra




Das Leben ist schööön




Ja, das IST bequem!




Dober-Männchen




So klein kann ich mich machen!




Ich kann NOCH kleiner!




Augensalbe find ich tuckig




Knochen sind toll!




Meine Freundin Cashi




Auf dem Hundeplatz




Chillen im Biergarten




Wasserlaufen ist gesund




Meine Riesen-Plüschmaus







* * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

Die Regenbogenbrücke



Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens, und auf der anderen Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln, klaren Seen und saftigem grünem Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warm, es ist schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht: es hebt die Nase, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller: Es hat dich gesehen!

Und wenn du und dein Freund einander treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder, und du schaust in die Augen deines geliebten Tieres, das so lange aus deinem Leben verschwunden war, aber nie aus deinem Herzen. Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdert nie wieder getrennt sein.


Wir alle, die wir Tiere lieben und mit ihnen leben, wissen, daß irgendwann der Tag kommt, an dem wir einen geliebten Freund gehen lassen müssen. Wir alle hoffen, daß dieser Tag uns so spät wie möglich einholt, und manche von uns müssen viel zu früh stark sein und ihr Tier losschicken in eine andere, bessere Welt.

Diese kleine Ecke auf Attila's PP sei denen gewidmet, die über die Regenbogenbrücke gehen, und ihren Menschen, die sie nicht begleiten können und alleine am Fuß der Brücke zurückbleiben.

Es ist kein Abschied für immer, den unsere Welt ist verbunden mit der anderen, der besseren Welt, in die unsere Tiere gehen. Verbunden durch die Regenbogenbrücke.


In Gedenken an




Samson, gestorben am 3. Dezember 2007



Charlie, gestorben im Herbst 2007




Poesie

Die Liebe unserer Tiere ist nicht vergänglich, wohl aber die Zeit, die uns mit ihnen bleibt.

Wir alle haben Tage, an denen uns das Tier eine Belastung ist. Ich springe auch nicht jeden
Morgen um sechs Uhr freudestrahlend aus dem Bett, weil ich es kaum abwarten kann, in Eiseskälte
oder in strömendem Regen mit dem Hund durch das Feld zu stapfen, um anschließend die
Dreckkrusten von Schuhen, Hund und Treppe zu entfernen.

Aber irgendwann kommt der Tag, hoffentlich erst in vielen, vielen Jahren, an dem ich mir
wünschen werde, um sechs Uhr aufzustehen, um bei Eiseskälte oder strömendem Regen mit
meinem Hund, meinem Freund, durch das Feld zu stapfen. Eines Tages werde ich weinen, weil ich
keinen Matsch mehr von Schuhen und Hundepfoten wischen muß.

Diese Erkenntnis sollten wir uns als Partner unserer Tiere immer vor Augen halten.
Tiere sterben, wir lesen davon und müssen dankbar dafür sein, daß es nicht uns erwischt hat.
Genießen wie also die Zeit, das ekelhafte Wetter und die dreckigen Pfoten!



Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen,
hat Gott gesagt.
Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, daß es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muß.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?

Es wird dich bezaubern
und dich erfreuen
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.

Willst du ihm all deine Liebe geben
und nicht denken, daß deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?

Mein Herz antwortete:
Mein Herr, dies soll geschehen.
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.

Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.

Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verläßt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr Leben lang zu lieben.

Verfasser unbekannt


* * *


Wie konntest du?

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Kind" und trotz einer Anzahl von zerkauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich hin und wieder "ermordete", wurde ich dein bester Freund.

Wann immer ich "ungezogen" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest Du?" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riß mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, daß das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer schien, ein langes Schläfchen und wartete, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Allmählich verbrachtest du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein "Hundeliebhaber", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektierte sie und zeigte ihr, daß ich sie mag.
Ich war glücklich, weil du glücklich warst!

Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch der Babys fasziniert, so daß auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, daß ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher mußte ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir nicht vergönnt, denn ich war ein Gefangener der Liebe. Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.

Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden. Ich war soweit, daß ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigt hätte. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz von mir. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechseltest das Thema. Ich war früher "dein Hund" und bin heute "nur ein Hund"!

Dann hattest du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der ich deine Familie war. Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, du wüßtest, daß man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick.

Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit Papieren. Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa, bitte laß mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen!

Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, daß du vermutlich Monate voraus vom Umzug wußtest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein mußte, einen guten Platz für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich .. wie konnte er?

Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, daß du es bist, daß du deine Meinung geändert hättest und daß alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, daß es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.

Aber die Wahrheit war, daß ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tollpatschigen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück, hatte keinen Hunger mehr und wartete einfach nur ab.

Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, daß ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.

Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, daß sie eine Belastung trug, die tonnenschwer sein mußte. Sie platzierte leicht einen Stauschlauch um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüßigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: "Wie konntest du?". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, "Es tut mir leid!".

Sie umarmte mich hastig und erklärte, daß es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, mißbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meiner Rute und versuchte ihr so zu sagen, daß mein "Wie konntest du?", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dachte an dich, mein geliebtes Herrchen.
Ich werde immer an dich denken und auf dich warten.
Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.

Jim Willis


* * *


Was heißt Sterben?

Was heißt Sterben?
Ich stehe an einem Ufer. Ein Boot segelt in der Morgenbrise und steuert aufs offene Meer. Es ist ein herrlicher Anblick und ich stehe da und sehe ihm nach, bis es zuletzt am Horizont verschwindet und jemand neben mir sagt: "Jetzt ist es nicht mehr da." - Nicht da? Wo dann? Nicht da für meine Augen, das ist alles. Das Nicht-da-sein ist auf meiner, nicht auf seiner Seite.

Und gerade in dem Moment, da hier, neben mir, einer sagt "Jetzt ist er nicht mehr da!", gibt es andere, die ihn kommen sehen und andere Stimmen rufen freudig aus: "Da ist er!"

Und das heißt Sterben!

Verfasser unbekannt


* * *


Er ist eben mein Hund!

Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt.
Mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
Er ist ein Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
Wie er sich an meine Beine lehnt, beim leisesten Lächeln wedelt,
seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe..
Er sagt mir tausendmal, daß ich der einzige Grund seines Daseins bin.
Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
Bin ich wütend, bringt er mich zum Lachen.
Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
Mache ich mich zum Narren, sieht er darüber hinweg.
Gelingt mir etwas, lobt er mich.

Ohne ihn bin ich doch nur einer unter vielen.
Mit ihm bin ich stark. Er ist die Treue selbst.
Er lehrte mich die Bedeutung von Liebe.
Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.
Er lehrte mich verstehen, wo vorher nur Ignoranz war.
Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen.
In seiner Gegenwart habe ich keine Angst vor Dunkelheit und Unbekannten.

Er versprach, auf mich zu warten... wann und wo auch immer...
ich könnte ihn ja brauchen.
Und ich brauche ihn – wie ich es immer getan habe.
Er ist eben mein Hund.


Gene Hill


* * *


Seelen

Deine Seele wohnte in einem Hund, unsere in den zweier Menschen,
keiner konnte selbst wählen.
Uns zu finden, nenne ich Zufall.
Unsere Zeit erleben zu dürfen, nenne ich Glück.
Was wir erlebten, nenne ich Wunder.
Was uns trennte, nenne ich Deine Zeit.
Was ich empfinde, nenne ich Dankbarkeit.

Es kann so traurig sein, dankbar zu sein.

In den 13 Jahren unserer Zeit
sind wir um den halben Erdball zu Fuß gegangen,
haben viermal das Zuhause gewechselt,
haben Städte und Wälder Europas gemeinsam erkundet,
haben dem Wetter getrotzt,
haben gute und schlechte Menschen getroffen,
haben einander gewärmt,
haben einander bewacht,
haben Deine Krankheit besiegt,
haben zusammen neu laufen gelernt,
haben ein neues Haus gebaut,
haben neues Land erkundet,
haben gegen Deine Krankheit verloren.


Danke!

Deine Seele ist auf Reise, unsere weilen weiter hier.
Auf Deiner Wiese in unserem Wald, inmitten der Bäume,
welche Dir Schatten spendeten,
umwoben von ihren Wurzeln schläft der Hund wohl,
spendet Kraft und Erinnerung in neues grünes Leben,
für Wesen welche hoch hinaus, sich Dir, zu Ihrer Füßen,
Deiner ewig würdig zeigen werden.

Silvia & Frank, Hommage an Pretty Belinda


* * *


Botschaft aus dem Himmel

Letzte Nacht stand ich an deinem Bett
Um einen Blick auf dich zu werfen
Und ich konnte sehen, daß du weintest
Und nicht schlafen konntest.
Während du eine Träne wegwischtest
Winselte ich leise, um dir zu sagen
Ich bin's, ich hab' dich nicht verlassen.
Ich bin wohlauf, es geht mir gut und ich bin hier.

Heute morgen beim Frühstück
War ich ganz nah bei dir
Und ich sah dich den Kaffee einschenken
Während du daran dachtest
Wie oft früher deine Hand zu mir heruntergewandert sind.

Ich war heute mit dir beim Einkaufen
Deine Arme taten dir weh vom Tragen
Ich sehnte mich danach
Dir dabei zu helfen und wünschte
Ich hätte mehr tun können.

Heute war ich auch mit dir an meinem Grab
Welches du mit so viel Liebe pflegst
Aber glaube mir, ich bin nicht dort
Ich ging zusammen mit dir zum Haus
Du suchtest nach dem Schlüssel
Ich berührte dich mit meiner Pfote und sagte leise
Ich bin's.

Du sahst so müde aus, als du dich auf die Couch sinken ließest
Ich versuchte mit aller Macht
Dich spüren zu lassen, daß ich bei dir bin
Ich kann dir jeden Tag so nahe sein
Um dir mit Gewißheit sagen zu können
Ich bin nie fortgegangen."

Du hast ganz ruhig auf deiner Couch gesessen
Dann hast du gelächelt, und ich glaube
Du wußtest.... in der Stille des Abends...
daß ich ganz in deiner Nähe war
Der Tag ist vorbei...
Ich lächle und sehe dich gähnen
Und ich sag' zu dir:
Gute Nacht, Gott schütze dich
Ich seh dich morgen früh.

Und wenn für dich die Zeit gekommen ist
Den Fluß, der uns beide trennt, zu überqueren
Werde ich zu dir hinübereilen
Damit wir endlich wieder zusammen-
Seite an Seite sein können.

Es gibt so vieles
Das ich dir zeigen muß
Und es gibt so viel für dich zu sehen
Hab Geduld und setze deine Lebensreise fort
Und dann komm... komm heim zu mir.

Autor unbekannt


* * *


Das Testament

Während die Menschen sich die Köpfe über ihr Testament zerbrechen,
haben die Hunde die Lösung längst gefunden:

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles,
was sie haben, denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch' ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Hund
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bettchen,
meine weiche Decke, meine Leckerlis
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh!"
Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus
Und gib' ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles, was ich geben kann.

Autor unbekannt


* * *


Darf ich jetzt gehen?

Meinst Du, es ist der richtige Moment?
Darf ich mich von den schlimmen Tagen
und endlos langen Nächten verabschieden?
Ich bin den Weg meines Lebens gegangen
und habe mein bestes getan, ein Beispiel zu geben.
Darf ich also auf die andere Seite treten und meine Seele frei lassen?
Zuerst wollte ich nicht gehen, habe mit allen Kräften gekämpft.
Aber jetzt fühle ich, daß mich etwas ruft,
zu der Wärme und dem lebendigen Licht.
Ich möchte gehen. Ich möchte wirklich.
Es ist schwer, zu bleiben.
Aber ich verspreche, ich versuche mein bestes,
um noch einen Tag zu leben.
So daß Du noch einmal auf mich aufpassen kannst
und ich die größte aller Lieben fühlen darf.

Ich weiß, daß Du traurig bist und Du Angst hast,
denn ich fühle die Tränen, die mein Fell naß machen.
Ich bin nicht weit weg, ich verspreche es
und hoffe, daß Du immer daran denkst: Meine Seele wird Dich begleiten,
wohin in der Welt Deine Reise Dich auch führen wird.
Danke, danke, daß Du mich geliebt hast.
Du weißt auch, daß ich Dich liebe.
Deshalb ist es so schwer, sich zu verabschieden
und dieses Leben an Deiner Seite zu beenden.

Susan A. Jackson


* * *


Ich bin von euch gegangen
nur für einen kurzen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt
wohin ich gegangen bin
werdet ihr euch fragen
warum ihr geweint habt.

Lao-Tse






Toybox







Links

So, ihr Neopianer, das war's erstmal von mir.
Schaut ab und zu vorbei, wenn was spannendes passiert, erzähl ich es euch als erstes!
Bis dahin wünsch ich weiterhin viel Spaß mit euren Computertieren und hoffe,
daß ihr sie nicht lieber habt als eure echten Tiere.

Ich finde, all eure Tiere haben das Recht auf eine eigene Homepage, und ich hoffe doch sehr,
daß ihr ihnen dabei helft, sie zu erstellen. Es kann ja nicht angehen,
daß wir alles selber machen müssen! Sagt mir bescheid,
wenn die Seite fertig ist, dann verlink ich euch hier:






Ihr dürft mich natürlich auch verlinken!





Übrigens, falls sich jemand von euch fragt, was das für ein Land ist, in dem virtuelle
Tiere eigene HPs haben und was es mit Neopets auf sich hat, dann könnt ihr hier schnuppern:




Hier im Neopets-Forum haben Sandra und ich das hier aufgeschnappt:



Also ich muß doch sehr bitten! Kein echter Dobermann, bitte was? Ich mach mir die Mühe
und kläre euch Menschen über das Kupieren auf und trotzdem lese ich hier unqualifizierte
Kommentare? Hört mir eigentlich keiner zu?! Naja, ich fand es schon amüsant, unsere beiden
Lieblingsvorwürfe in einem Atemzug vorzufinden, und das hier bei Neopets. Sandra sagt,
als Barfer und Halter eines unkupierten Dobermanns muß man sich GENAU diese beiden
Sprüche immer wieder anhören, deshalb hat sie für mich einen Screen gemacht (nein, ich
weiß nicht, wie man Screenshots selbst macht, ich kann ja wohl nicht alles wissen!)




Liebe Grüße, euer Attila (der Hundekönig)





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