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| Name: | Carbandonas |
| Spitzname: | Carban |
| Alter: | 711 |
| Farbe: | Schwarz-graues Fell, creme-weißfarbene Flügel, graues Horn. |
| Charakter: | Geheimnisvoll, Nachdenklich, zunächst verschlossen, klug. |
| Likes: | Das Meer, die Wolken, der Wind, der Regen und Seifenblasen. |
| Dislikes: | Pseudo-Deprimierung, Möwen. |
NEOPETS, characters, logos, names and all related indicia
Als ich jünger war, war ich einmal mit meiner Familie am Meer. Nicht hier, sondern an einem gelben Strand mit Palmen. Das Wasser zog mich in seinen Bann, wie es sanft angekrochen kam – oder wild mit dem Wind tobte. Schon damals stand mein Entschluss fest: Ich gehörte dem Meer.
Als ich schließlich alt genug war, ging ich von Zuhause fort. Meine Mutter weinte bitterlich, ich hatte unendliches Mitleid mit ihr – sie hatte doch schon zwei Schützlinge verloren! Mein Bruder, Thantoth, war durch einen Unfall zum Nachtross geworden und lebt nun in der Wüste, und meine Schwester Butterfly musste aufgrund ihrer Neugierde gehen, auch sie hatte sich verändert.
Und nun ging auch ich, auf eine Reise ins ungewisse, auf der Suche nach dem Meer – meinem Meer. Tage um Tage trabte ich über Hügel, durch Wälder und Städte. Ich rastete an Seen und schlief unter freiem Himmel. Damals war ich blau, wie der Himmel und das Meer.
Irgendwann war es soweit, einer der Stadtbewohner zeigte mir den Weg zum Strand. Neuer Mut erfasste mich und ließ mich schneller laufen.
Carbandonas atmet laut aus und betrachtet nachdenklich das Meer. Der Wind verweht seine Mähne und er fährt fort:
Das Meer war eine Enttäuschung. An besagtem Strand war es schwarz und schmutzig. Holz schwamm darin und allerlei anderes Zeug. Es war ein trauriger Anblick, es zeriss mir das Herz und ich fiel in den Sand. Nie hatte ich gelernt, derartige Rückschläge einzustecken – und so verfiel ich in tiefe Depressionen.
Der Dreckstrand mit dem schwarzen Meer wurde zu meiner Trauerweide. Tagein, tagaus spazierte ich daran entlang und vergoss ein paar Tränen an die toten Fische, die durch den Müll gestorben waren. Meine Traurigkeit ging so weit, dass ich begann, mich ins Meer zu stürzen um von den schmutzigen Wellen verschluckt zu werden. Dabei verlor ich meine helle, blaue Farbe.
Ich vermute, dass irgendeine Hexe eine ihrer Substanzen versehentlich ins Meer fallen ließ, oder das ein Schiff unterging und dabei diese teuflische Flüssigkeit ins Meer gelangte – ich weiß es nicht. Doch ich merkte, wie bei jedem Mordversuch das Meer an meinem Fell nagte. Nach und nach wurde es blasser, bis auf einige Stellen.
Kuriose Zeichnungen zierten mich von nun an und machten mich zu einem Außenseiter, zu jemandem, für den die Farben der Welt trist und öde waren. Zu jemandem, den niemand mochte.
Carbandonas schüttelte den hübschen Kopf als müsse er etwas loswerden. Du siehst die glänzende Träne in seinen Augenwinkeln und schweigst ergriffen.
Eines Tages lag ich am Strand, zwischen ein paar Planken und starrte die graue Drecksbrühe vor mir an. Von irgendwo war Öl mitgetrieben worden, das nun auch den Sand beschmutzte. Gerade als eine Welle ein paar kleine Fische an den Strand trieben, hörte ich einen verletzten Schrei.
Träge sah ich mich um. Noch ein Schrei. Ich entdeckte ein schwarzes etwas auf dem Wasser, das in wunderschönen, traurigen Tönen nach Hilfe rief. Ich weiß nicht mehr genau ,was ich dachte, doch auf jeden Fall sprang ich ins Meer und schwamm durch das klebende Öl auf den Klumpen zu. Was ich sah, versetzte mich in höchstes Erstaunen.
Auf dem Wasser trieb der schönste Vogel den ich je gesehen habe. Seine Federn waren in sämtlichen Farben des Regenbogens und schimmerten Golden. Bis auf einige Kleckse Öl, die den Vogel daran hinderten fortzufliegen.
Zögernd zog ich den Vogel an den Schwanzfedern an den Strand und fragte, was es sei. Traurig sah er mich an und erwiderte: Ich bin ein Regebogenfalke, ich mache die Farben der Welt.
Vergeblich versuchte der Falke sich das Öl abzuwaschen, er machte es nur noch schlimmer. Neugierig betrachtete ich ihn dabei. Was meinte er damit, er mache die Farben der Welt?
Was sind die Farben der Welt?, wollte ich wissen. Der Falke sah mich nachdenklich an.
Ich werde sterben, nicht wahr? Ich kann nicht fliegen, und mir Nahrung fangen, das Öl ist mein Ende. Ich sterbe, oder?, zwitscherte der Regenbogenfalke betrübt und sah mich eindringlich an. Ich hatte entsetzliches Mitleid und nickte dennoch. Es war die bittere Realität.
Hastig atmest Du aus, vor lauter Spannung hättest Du beinahe das Atmen vergessen. Armer Falke... denkst Du still.
Dann will ich es dir erzählen, sagte der Falke.
Was siehst du?, fragte er mich schwach.
Das schwarze Meer mit den Ölflecken und dem Müll., antwortete ich resigniert und betrachtete die grauschwarze Masse. Was sollte ich auch anderes sehen?
Ich sehe etwas anderes. Ich sehe hellblaue Flecken zwischen dem Schwarz. Ich sehe abertausend Fische die sich unter dem Dreck verstecken. Ich sehe Korallen und Muscheln und Algen – alles unter dem Öl und Schmutz versteckt, erklärte der Regenbogenfalke mir.
Ich sehe, dass du am Strand liegt, genau wie ich, und frage mich, ob dein Himmel auch aus Millionen von Blautönen besteht. Sehen die Wolken für dich auch manchmal aus wie Häuser? Oder Blumen oder Tiere?, erzählte der Falke weiter.
Wie sehen deine Farben der Welt aus?, endete er leise und blinzelte müde.
Ich betrachtete den Himmel. Er war aquamarinblau mit ein paar Streifen türkis. Dann richtete ich mein Augenmerk auf den Strand. Er war keine gelbe Masse mehr, sondern strahlte goldbraun und weiß, von Steinen und Muscheln übersäht.
Plötzlich verstand ich was der Vogel meinte – ich wollte ihm Danken, doch als ich mich ihm zuwandte, hatte er die Augen nur noch schmal geöffnet.
Ich werde sterben, sagte er, aber ich möchte, dass du das Geheimnis weiterträgst! Gib der Welt die Farben zurück! Ich schenke dir drei meiner schönsten Federn, sie sollen dich an das Geheimnis der Farben erinnern.
Und übrigens, dein Fell ist nicht grau – es ist steingrau und silbern und deine Flügel haben einen goldenen Schimmer.
Das waren seine letzten Worte gewesen. Noch am selben Tag, seinem Todestag, begann ich den Müll aus dem Meer zu fischen. Ich war fest entschlossen das grau blau werden zu lassen, damit die Fische sich auch die Sonne anschauen konnten und nicht nur das Öl.
Du siehst was ich geschafft habe – seit Jahren ist dieser Strand sauberer als jeder andere, und bunter.
Du staunst und blickst auf das ruhige Meer hinaus, mit den dunkleren Streifen und hellen Tiefen. Carbandonas' Worte haben Deinen Missmut weggeblasen und auf irgend eine Art und Weise verstehst Du ihn.
Schüchtern erhebst Du die Stimme und fragst, ob Carbandonas Freunde hat oder hatte.


Ich habe sie nur ein einziges Mal getroffen, als sie verwirrt durch die Gegend irrte. Ich weiß nicht ob sie sich an mich erinnert – doch ich glaube es kaum.
Sie war nur an mir vorbeigehastet, hat nicht auf meine Rufe gehört. Immer wieder murmelte sie, dass sie ein schreckliches, grünes Monster sei. Ich verstand sie nicht, das zarte Grün ließ ihr Fell glänzen und die Augen waren besonders hübsch.
Schließlich war sie verschwunden und seit dem Tag sah ich sie kein einziges Mal mehr. Natürlich könnte ich sie suchen. Ich könnte ihr von den Farben der Welt erzählen. Aber allein schon ihre Suche würde lange, sehr lange zeit in Anspruch nehmen - Zeit in der ich mit Tieren und Menschen wie dir sprechen könnte.
Du siehst, es geht nicht.

Thantoth war für mich nur der Sohn, den meine Mutter vermisste. Und ich hasste ihn dafür so sehr wie ich ihn mochte. Seine andere Seite, das Böse in ihm faszinierte mich. Ich muss zugeben, ich hänge an gefährlichen Dingen.
Bevor ich zum Meer wollte, hatte ich versucht ihn zu finden. Ich war sehr lange durch die wüste galoppiert, aber getroffen habe ich ihn nicht. Nicht einmal ein Anzeichen, dass er hier war.
Trotdzem hatte ich immer das Gefühl, ihm näher zu sein als ich es war. Als beobachte er mich insgeheim. Ich weiß es nicht, Menschen fangen oft an in der Wüste zu phantasieren!
Ausgenommen diesen Versuches, habe ich nie wieder versucht ihn zu finden. Wenn er sich mir damals nicht zeigte, warum sollte er es irgendwann anders machen?
Dies sind die einzigen Beiden, die ich als meine Freunde benennen könnte. Wenngleich ich sie nicht kenne, weiß ich sie würden mich als einzigstes verstehen. Vielleicht treffe ich Butterfly irgendwann einmal wieder, vielleicht finde ich auch neue Freunde. Ich werde sehen, was das Schicksal für mich bereit hält!
Erwartungsvoll wartest Du auf weitere Erzählungen, doch Carbandonas starrt nur auf das Meer hinaus. Es sieht aus als würde er lächeln, und unweigerlich lächelst Du mit. Dann fällt Dir noch etwas ein.
Scheu willst Du wissen, ob Du die Federn einmal sehen dürftest. Ob er Dir eine schenkt fragst Du lieber nicht!

Das sind meine Federn. Es sind drei Stück in ihrer Anzahl, doch ich habe gemerkt, dass es manchmal mehr sind. Wahrscheinlich ist das ein Geheimnis des Falken.
Wenn ich mehr als meine drei Federn habe, verleihe ich sie oft an Seiten, die mir kalte Schauer über den Rücken jagen oder mich freudig aufspringen lassen! Dann denke ich, dass sie es wert sind.
::Wenn Du auch einen möchtest, dann schreibe mir doch bitte eine NM, es ist so schwer überschaubar die ganzen Seiten im Kopf zu behalten!
::Ich muss Dich warnen, solltest Du einen Award klauen und ihn als Dein Eigentum ausgeben, werde ich Dir die Farben der Welt entziehen und Du darfst im Eisland Urlaub machen!
::Du hast nur eine silberne Feder bekommen? Jammere nicht, ich hatte sicher meine Gründe!
Hier sind sie nun:

Für Kontir:
Für Patina_Core:
Für ShenziShetani:

kommen auch noch =)
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