Under Construction






Nur einzelen Ideen und Textstellen ohne Zusammenhang.

Im Stamm der Inuken erzaehlt man sich gerne Maerchen, Legenden und Geschichten ueber die Tiefe des Meeres oder das schillern der schneebedeckten Berge. Doch eine Legende wird jedem Neuling, der geboren wird, in die Seele gebrannt.
Ein schuetzendes Amulett erhaelt jeder Junge, alsbald er seine Augen oeffnet um die Staerke zu erhalten und jedes Maedchen ein Haarband, welches sie vor boesen Geistern schuetzt.
Und all diese Braeuche und Sitten haben ihren Ursprung im unendlichen Geheimnis des Norlichtes.


Als ich ein kleines Maedchen war erzaehlte mir meine Grossmutter die Geschichte, die bereits die Gruender unseres Stammes ueberlieferten. Sie sagte, das Haarband, das ich trage besitzt die Kraft des Nordlichtes. Kruz vor meiner Geburt wurde eine Zeremonie abgehalten und das Band persoenlich vom Licht gesegnet.
Damals war ich sehr neugierig und mich beschaeftigte die Frage , was so besonders an diesem Nordlicht war.
Meine Grossmutter erzaehlte mir die Legende ueber die Entstehung dieser Erde.
Im Anfang war nichts als Licht und Schatten. Aus der Einsamkeit entstand die Erde und fortan sollte das Licht das Leben und den Tag schenken, der Schatten den Tod und die Nacht. Alsbald beschlossen sie, dass auch andere an ihrer Schoepfung teilhaben sollten und sie formten die Herzen der Nordvölker in ihren Haenden.



König Therax war nun schon seit mehr als zehn Jahren vom Thron gestoßen worden und ihre letzte Hoffnung, Prinzessin Rignaresh, ist nie mehr zurückgekehrt. Eigentlich hatten sie gehofft, die Drachen würden sie wieder befreien um das Reich der Snaiwamark zu beschützten und die Ordnung wiederherzustellen. Aber vergebens. Die Drachen waren dahingeschieden und hatten ihre wunderbare Schöpfung zurückgelassen, sie waren dem Krieg erlegen. Dennoch gab es Gerüchte um den Prinzen von Vahelmin. Anscheinend solle er nun schon die ganzen zehn Jahre nach seiner Geliebten, der rechtmäßigen Königin der Snaiwamark, suchen. Archmerios streckte sich. Er glaubte nicht an solche Skalden Geschichten. Sie waren spinnende Phantasie jener, die die Realität nicht sehen wollten. Aber er sah es. Die Probleme und der Krieg waren real. Nicht diese blauäugigen Singreime dieser Weichlinge. Wenigstens hatte dieser Krieg ein Gutes, sein Stamm war gewachsen. Es war das Leben der Freien Gepanzerten sich dem Krieg zu widmen. Der Überfluss an Hasen und Robben hatten sein Volk zu einer beträchtlichen Zahl heranwachsen lassen und all die jungen Sprösslinge waren ganz erpicht darauf in den Krieg zu ziehen. Jedoch sträubte er sich auf den Thron zu steigen, er und sein Volk wollten nur als frei erklärt werden. Nie hatte es jemand gewagt ihnen ihr Territorium streitig zu machen und nun glaubten diese überheblichen Zweibeiner, oder Anazard, wie sie sich arrogant nannten, sie könnten sich einfach alles nehmen, was sie wollten. Sie waren den Vierbeinern des Nordens, den Ardrion, keinesfalls überlegen. Trotz, dass sein Volk nicht aufrecht ging, waren sie nicht etwa um einiges kleiner als die Anazard, nein im Gegenteil, die Drachen hatten sein Volk aus Eisbergen gehauen, so groß wie Pferde. Und dennoch führten sich diese arroganten Anazard als etwas Besseres auf! Archomerios schlug mit seiner riesigen Pranke in den Schnee. Vom Boden stoben weiße Staubwolken in den Himmel und waren sogleich mit dem eisigen Wind verschwunden. Trotz allem würde es schwer werden die Anazard zu besiegen. Sie hatten die besseren Waffen und waren beweglicher. Außerdem hatten sie mehr Verbündete. Nordische Völker! Welch ein Verrat es an ihrer aller Freiheit war. Er streifte durch die Lager. Krieger in schillernden Rüstungen, halb vom Schnee bedeckt, hoben ihren Kopf zum Kriegsgruß. Archomerios kannte einen von ihnen, Ilarion, er hatte ihn einmal vor den Wolkentauchern gerettet. Seinen Eltern hatte er jedoch nicht mehr helfen können… Er nickte auch ihm zum Kriegsgruß und schlenderte weiter. In all den Nächten der letzten Monde hatte er mit seinen Spähern die Lager der Feinde ausgekundschaftet. Es waren nicht mehr als zweitausend Krieger. Aber wer wusste, was diese heimtückischen Anazard noch vorhatten. Mit jedem seiner kriegerisch-anmutigen Schritte stob grünschimmerndes Nordlicht in den wolkenlosen Himmel. Das war seine wahre Stärke. Sein unerschütterlicher Verbündeter. Das Nordlicht.



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„Ihr habt nach mir geschickt?" Ein pferdeartiger Krieger betrat das kleine Zelt. Sein Umhang war vollkommen mit einem weißen Schleier aus Schnee bedeckt. Seine riesigen Nüstern weiteten sich, als er eintrat. „Ich bin sehr erfreut, dass du es einrichten konntest Permeion." Todesstille trat einen Schritt vom Tisch auf ihn zu. „Halte mich nicht lange mit höflichen Floskeln auf, was willst du?" Die roten Augen blitzen gefährlich, als Todesstille zu Antwort ansetzte. „Du bist ganz schon vorlaut, für einen kleinen Fürst der Nordlande." Permeion überging ihn einfach und wirkte erschreckend kühl. Als sei er ein Teil mit seiner Heimat geworden. „Was führt dich hierher in unsere kalte Fremde?" „Ich sehe, du bist ein Mann der Taten. Solche Leute kann ich gut gebrauchen. Dein Volk ist ein Bruder der unseren. Ihr geht aufrecht und seid den Ardrion um einiges überlegen. Es wäre klüger, mit deinesgleichen zu kämpfen um die Freiheit deines Volkes. Gewähre mir deine Bündnishilfe samt deinem Heer." Der Pferdekrieger ging auf den kleinen Tisch mit der Karte der Snaiwamark zu. Er streckte seine Hand nach einem eingezeichneten Gletscher aus. Einige schreckten zurück, als sie die greifartige Krallenhand sahen. „Hier lebt mein Stamm. Wir leben seit vielen Jahren in einer Fehde mit unseren Brüderstämmen, sie sagen uns nach, wir wären genauso wie ihr. Eine Missgeburt. Anazard. Ich hasse sie dafür nicht. Sie wissen es nicht besser. Archmerios, Alpha der Shartalak, war der einzige, der unser Volk anerkannt hat. Dennoch, ich gewähre dir dieses eine Mal meine Bündnishilfe. Es ist ein Verrat an unser aller Freiheit, den Kindern der Snaiwamark und an meinem eigenen Volk. Doch sei dir gewiss, großer Imperator, ich tue dies keinesfalls um deinetwillen, ich befürworte nichts von alledem. In diesem Kampf geht es nicht um Freiheit und mein Volk ist keinesfalls wie ihr. Und ihr seid uns keinesfalls überlegen. Doch in dieser letzten Schlacht soll es so sein, Permeion, Fürst der Krallenschwingen, soll dein Waffenbruder bis in den bitteren Tod werden.



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„Hast du Angst?" Tear hob eine schwarze Rabenfeder aus dem schimmernden Schnee. Sie war mit einer dünnen Eisschicht überzogen, die im Mondlicht glitzerte. Sie musste schon eine Weile hier liegen. „Du müsstest mich langsam kennen mein Freund. Ich fürchte mich vor nichts, diese Schlacht kann mich nur bereichern, selbst wenn ich sterbe, wäre ich ehrenhaft im Kampf gestorben." Archmerios blickte gelangweilt ins Licht des Lagerfeuers. Funken sprühten in den weichen Schnee, der sich wie ein Tuch über das Land zog, und gaben ein zischendes Geräusch von sich, immer wenn der Schnee schmolz. „Kennst du die Geschichte der Schwestern des Todes?", hakte Tear nach. Archmerios verdrehte die Augen. „Du weißt ganz genau, was ich von diesen Märchengeschichten halte, Tear, langweile mich nicht." „Aber du solltest sie kennen." Er legte eine dramatische Pause ein, wobei Archos nur genervt die Augen verdrehte. „Abolesca und Latebra - sie sind ein Mythos. Es heißt der Tod sei ihr Bruder und wer auch immer ihnen in die Augen blickt, der wird auf ewig in ihren Bann gezogen. Raben mit Augen, die ihre Geschichte erzählen und Schwingen, die den Tod huldigen. Legenden berichten davon, dass diese Raben einst die Seelen derer waren, die sich so sehr vor dem Tod fürchteten, ihn hassten und verleugneten. Doch niemand kann ihm entrinnen. Sie sind für immer dazu verurteilt dem zu dienen, was sie hassen. Das krähen der Raben verkündet ihre Ankunft." „Ach, so ein Schwachsinn" Archmerios erhob sich und machte kopfschüttelnd Anstalten zu gehen, doch Tear hielt ihn ab. „Keiner kennt den Tag, keiner die Stunde. Und es trifft immer die, die dem Tod am meisten trotzen. Am Ende bleibt nur noch ein kreischen der Raben, die von großen Helden erzählt, die sich so vor dem Tod fürchteten wie vor nichts sonst. Es ist eben niemand unsterblich. Deshalb wird nach diesem Krieg wohl niemand mehr unsere Namen kennen, keiner wird sich auch nur im geringsten an den großen Krieger der Shartalak – Archomerios – oder an die mächtigen Bären jenseits der Berge, an den mächtigen Glacius Arctophylax erinnern. Wir sind nur Staub der Vergangenheit. Sei dir darüber bewusst Archmerios, auch wenn du ehrenhaft stirbst, wer wird dich in Ehre in Erinneung behalten?" Archos hielt inne und blickte Tear nur stumm an. Tear warf einfach die Feder ins Feuer und drehte sich um, um zu schlafen. Tiefschwarzer Rauch flog gen Nachthimmel und trug die Geschichte weit ins Land und weit in der Ferne konnte man ein Krächzen der Raben vernehmen.






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