dunkelheit... dunkelheit und enge, rütteln und scheppern, bewegung unter dem körper und schmerz, vor allem der schmerz.
erinnerungen der vergangenheit die ewig haften, vor allem der schmerz!
doch alles der reihe nach:
ein streunender köter war ich, immer in bewegung, immer auf der spur. ohne wissen wohin oder woher, ohne zu wissen für wie lange, einfach für das hier und jetzt lebend.
mein alter besitzer hatte mich davongejagt, ich wusste nicht einmal warum. ich war mir sicher, nichst unschickliches getan zu haben, immer treu, immer hilfsbereit. und dann so etwas... davongejagt. einfach so!
nahrung war knapp in diesen zeiten. streundende lupes hatten das recht des stärkeren, das recht über alle futterplätze, vielfraße. selten blieb etwas übrig, eigentlich nie. tischkammeraden waren die raben, andere streuner dulteten keine mitesser, ich duldete keine mitesser. wenn nach hartem kampf mal ein kleiner fetzen fleisch absprang.
es gab tage an denen ich dachte es könne nicht schlimmer kommen. dies wäre das schlimmste was einem pet passieren kann.
ich hatte mich geirrt, dieses leben war schön, verglichen mit dem was kommen sollte. das tierheim.
ja, ein platz in dem ein pet ein neues zuhause finden kann. aber in welchem zustand?
das tierheim ist eng und überfüllt, es gibt nichts zu essen, überall pfoten, fell, federn, dreck...
ständig immer wechselnde gesichter die vor den käfigstangen hin und her wandern. wiederlich grinsend, lachend, durch die stangen stochern. dann wird man hochgehoben, herausgenommen, angeschaut, und bald wieder zurückgeworfen zu all den anderen trostlos wartenden.
ich weiß nicht wie lange ich dort vegetierte, es schien eine ewikeit zu sein. zu lang um die stunden zu zählen, zu lang um viel der trostlos langweiligen tage zu erinnern. bis nach langen wochen, monaten, endlich, bis ich hochgehoben und nicht wieder zurückgeworfen wurde.
doch ich war nicht wirklich froh darüber, denn ich hatte in der vorhölle jemanden kennen und lieben gelernt, aber dies ist eine andere und viel längere geschichte. jemand genannt "night" hatte mich ausgewählt, trug mich durch die massiven eisernen türen zum licht. doch ich wollte nicht, strampelte, verfluchte sie, wollte ihn nicht verlassen. die ersten sonnenstrahlen nach langer zeit verbrannten mir die augen, mir wurde klar, ich konnte nicht zu ihm zurück. mit dieser erkenntnis wurde mein körper schlaff, die augen trübe. widerstandslos ließ ich mich über die straßen und wiesen tragen, den weg bis durch neue türen, auf ein kissen.
die anderen sagten hinterher zu mir, ich hätte tage so gelegen.
wird fortgesetzt. *krarrk*
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